Ein neues Wort macht die Runde: Altersvorsorgedepot. Der Bundestag hat es beschlossen, und ab Anfang kannst du es tatsächlich eröffnen. Doch was genau ist das, wie viel Geld bekommst du vom Staat dazu, und was hat das alles mit deinem alten Riester-Vertrag zu tun?
Du bekommst hier Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das neue Produkt, mit echten Zahlen aus dem Gesetz und den offiziellen Regierungsunterlagen. Du erfährst, wie die Förderung gestaffelt ist, wer mitmachen darf, wie viel du einzahlen musst und was in der Auszahlphase auf dich zukommt.
Was ist das Altersvorsorgedepot überhaupt?
Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Wertpapier-Depot für die private Altersvorsorge, das ohne starre Kapitalgarantien auskommt und stattdessen auf Renditechancen am Kapitalmarkt setzt. (Bundesfinanzministerium) Im Kern ist das Prinzip einfach erklärt: Du zahlst Geld ein, der Staat legt etwas obendrauf, und das Geld wird in Fonds oder ETFs investiert, also in Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden.
Das Bundesfinanzministerium beschreibt es so: Ein Altersvorsorgedepot ist ein Vertrag mit einem Anbieter von Altersvorsorgeprodukten, bei dem auf Garantien verzichtet wird, um chancen- und renditeorientierte Anlageformen zu ermöglichen. Das ist der entscheidende Unterschied zu vielen alten Riester-Produkten, die dein eingezahltes Geld garantieren mussten und deshalb kaum Rendite erwirtschaften konnten. Beim Altersvorsorgedepot trägst du das Marktrisiko selbst, bekommst dafür aber die Chance auf deutlich mehr Wachstum über die Jahre.
Die wichtigsten Merkmale im Überblick:
- Renditeorientiertes Depot ohne Kapitalgarantie
- Staatliche Zulagenförderung auf deine Einzahlungen
- Investition in Fonds, ETFs und Anleihen
- Erträge in der Ansparphase steuerfrei (Steuerstundung)
- Kostendeckel beim staatlichen Standarddepot
- Flexiblere Auszahlphase als bei klassischen Riester-Renten
Ab wann kannst du das Altersvorsorgedepot eröffnen?
Das Altersvorsorgedepot startet für Verbraucher ab dem 1. Januar. (Bundesregierung) Banken und andere Finanzinstitute dürfen das Produkt ab diesem Datum anbieten. (DKB) Bis dahin läuft die Umsetzungsphase: Das Altersvorsorgereformgesetz ist Ende Mai in Kraft getreten, nachdem der Bundestag es am 27. März beschlossen hatte. (Bundesregierung)
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Du kannst heute noch keinen Vertrag abschließen, aber du kannst dich vorbereiten. Wer einen bestehenden Riester-Vertrag hat, muss nichts überstürzen. Wer noch gar keine private Altersvorsorge aufgebaut hat, bekommt ein neues, einfacheres Werkzeug dafür.
| Meilenstein | Datum |
|---|---|
| Bundestag beschließt das Gesetz | 27. März |
| Altersvorsorgereformgesetz tritt in Kraft | Ende Mai |
| Erste Altersvorsorgedepots für Verbraucher verfügbar | 1. Januar |
Was hat das Altersvorsorgedepot mit Riester zu tun?
Das Altersvorsorgereformgesetz löst die bisherige Riester-Systematik ab. (Bundesregierung) Das Altersvorsorgedepot ist kein aufgehübschtes Riester, sondern ein grundlegend neues System mit anderen Regeln, anderer Förderlogik und anderen Anlageformen. Der Bestand an Riester-Verträgen war zuletzt rückläufig, der Höchststand liegt bereits mehrere Jahre zurück. (Bundesregierung)
Wer einen laufenden Riester-Vertrag hat, muss ihn nicht kündigen. Er läuft nach den alten Regeln weiter. Wer möchte, kann freiwillig in das neue Altersvorsorgedepot wechseln, sobald der eigene Anbieter ein entsprechendes Produkt anbietet. Außerdem soll der Anbieterwechsel künftig deutlich einfacher werden als bisher. (Bundesregierung) Wer seinen alten Riester-Vertrag ins neue System übertragen möchte, hat also die Möglichkeit dazu.
Ein direkter Vergleich zeigt, wo sich die beiden Systeme am stärksten unterscheiden:
| Riester (alt) | Altersvorsorgedepot (neu) | |
|---|---|---|
| Kapitalgarantie | Ja, 100 % der Einzahlungen | Nein, kein Garantiezwang |
| Anlageform | Meist Versicherungsprodukte | Fonds, ETFs, Anleihen |
| Grundzulage | 175 Euro pro Jahr | bis zu 540 Euro pro Jahr |
| Kinderzulage | 185 / 300 Euro pro Kind | 300 Euro pro Kind |
| Mindesteigenbeitrag | 4 % des Bruttoeinkommens | 120 Euro pro Jahr (fest) |
| Selbstständige förderberechtigt | Nein (in der Regel) | Ja |
| Kostendeckel | Nein | Ja, max. 1 % beim Standarddepot |
| Auszahlphase | Lebenslange Rente Pflicht | Auszahlplan bis 85, 30 % sofort möglich |
Wie funktioniert das Altersvorsorgedepot von der Einzahlung bis zur Rente?
Das Prinzip ist dreigeteilt: Ansparphase, Übergang und Auszahlphase. In der Ansparphase zahlst du regelmäßig oder einmalig Geld ein, der Staat legt Zulagen obendrauf, und das gesamte Kapital wird in Wertpapiere investiert. Erträge, also Kursgewinne und Dividenden, bleiben in dieser Phase steuerfrei. Das nennt man Steuerstundung, weil die Steuer nicht wegfällt, sondern erst später fällig wird. (Bundesregierung)
In der Auszahlphase, also wenn du in Rente gehst, kannst du bis zu 30 Prozent des angesparten Kapitals sofort entnehmen. (Entwurfsanalyse) Den Rest verteilst du über einen Auszahlplan, der mindestens bis zu deinem 85. Lebensjahr laufen muss. Eine Pflicht, das Geld in eine lebenslange Rentenversicherung umzuwandeln, gibt es nicht mehr. Das ist deutlich flexibler als bei klassischen Riester-Renten. Wer sich für die Auszahlung im Todesfall interessiert, sollte auch das im Blick behalten.
So läuft das Depot in den verschiedenen Phasen:
- Ansparphase: Eigenbeiträge einzahlen, Zulagen erhalten, Kapital wächst steuerfrei am Kapitalmarkt
- Übergang: Zu Rentenbeginn kannst du bis zu 30 % des Kapitals sofort entnehmen
- Auszahlphase: Restkapital wird über einen Auszahlplan verteilt, mindestens bis zum 85. Lebensjahr
- Steuer: In der Auszahlphase werden die Erträge nachgelagert besteuert
Wer darf ein Altersvorsorgedepot eröffnen?
Förderberechtigt sind grundsätzlich alle, die in Deutschland gesetzlich rentenversichert sind. (Bundesfinanzministerium) Das ist eine deutliche Erweiterung gegenüber Riester, denn neu hinzugekommen sind Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende, die bisher kaum oder gar nicht von der staatlichen Förderung profitieren konnten. (Bundesregierung)
Wer ohne Einkommen vorsorgen möchte oder sich fragt, ob das Depot auch für Beamte gilt, sollte die jeweiligen Sonderregelungen im Blick behalten. Personen ohne Anbindung an die deutsche gesetzliche Rentenversicherung, etwa dauerhaft im Ausland lebende Personen, haben keinen regulären Anspruch auf die Zulagenförderung.
Diese Gruppen sind förderberechtigt:
- Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
- Selbstständige mit Anbindung an die gesetzliche Rentenversicherung
- Freiberufler und Gewerbetreibende
- Beamte nach den im Gesetz geregelten Bedingungen
- Mittelbar Förderberechtigte, zum Beispiel nicht erwerbstätige Ehepartner
Wie hoch ist die staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot?
Die maximale Grundzulage beträgt 540 Euro pro Jahr. (Bundesregierung) Das ist mehr als dreimal so viel wie die bisherige Riester-Grundzulage von 175 Euro. Die Förderung ist zweistufig aufgebaut: Auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag gibt es 50 Cent pro eingezahltem Euro, auf alles zwischen 360 und 1.800 Euro noch 25 Cent pro Euro. (Bundesregierung)
Dazu kommt die Kinderzulage von 300 Euro pro Kind und Jahr, die bereits ab einem monatlichen Sparbeitrag von 25 Euro in voller Höhe ausgezahlt wird. (Bundesregierung) Wer vor dem 25. Geburtstag einen Vertrag abschließt, bekommt einmalig 200 Euro Berufseinsteiger-Bonus obendrauf. Bei Familien mit mehreren Kindern kann die staatliche Förderung also schnell die eigenen Einzahlungen übersteigen. Wer wissen möchte, für wen sich das Altersvorsorgedepot besonders lohnt, findet dort eine detaillierte Einordnung.
| Förderart | Betrag | Bedingung |
|---|---|---|
| Grundzulage (Stufe 1) | 50 % auf die ersten 360 € Eigenbeitrag | Mindestbeitrag 120 € pro Jahr |
| Grundzulage (Stufe 2) | 25 % auf 361 bis 1.800 € Eigenbeitrag | Einzahlung bis 1.800 € pro Jahr |
| Maximale Grundzulage | 540 € pro Jahr | Eigenbeitrag von 1.800 € pro Jahr |
| Kinderzulage | 300 € pro Kind und Jahr | Ab 25 € monatlichem Sparbeitrag |
| Berufseinsteiger-Bonus | 200 € einmalig | Vertragsabschluss vor dem 25. Geburtstag |
Wie viel musst du einzahlen, um die volle Förderung zu bekommen?
Der Mindestbeitrag für überhaupt eine Förderung liegt bei 120 Euro pro Jahr. (Entwurfsanalyse) Um die maximale Grundzulage von 540 Euro auszuschöpfen, musst du 1.800 Euro pro Jahr einzahlen. (Bundesfinanzministerium) Das sind 150 Euro im Monat. Im Gegensatz zu Riester hängt der Mindestbeitrag nicht von deinem Einkommen ab, sondern ist ein fester Betrag.
Ein konkretes Rechenbeispiel macht die Förderlogik greifbar. Angenommen, du zahlst die vollen 1.800 Euro pro Jahr ein, setzt sich deine Zulage so zusammen:
| Rechenschritt | Betrag |
|---|---|
| Erste 360 € Eigenbeitrag × 50 % | 180 € |
| Weitere 1.440 € Eigenbeitrag × 25 % | 360 € |
| Gesamte Grundzulage | 540 € |
| Dein Eigenbeitrag | 1.800 € |
| Gesamtes Depot-Volumen pro Jahr | 2.340 € |
Du zahlst also 1.800 Euro ein und bekommst 540 Euro vom Staat dazu. Das entspricht einer staatlichen Förderquote von 30 Prozent auf deinen Eigenbeitrag. Wer zusätzlich Kinder hat, kommt noch deutlich höher, weil die Kinderzulage von 300 Euro pro Kind dazukommt.
Wie viel kannst du maximal ins Altersvorsorgedepot einzahlen?
Der zulagengeförderte Höchstbetrag liegt bei 1.800 Euro Eigenbeitrag pro Jahr, zuzüglich der erhaltenen Zulagen. (Bundesfinanzministerium) Wer mehr einzahlen möchte, kann das trotzdem tun: Bis zu 6.840 Euro pro Jahr sind möglich, für alles über 1.800 Euro gibt es zwar keine weiteren Zulagen, aber du profitierst weiterhin von der Steuerstundung auf die Erträge. (Bundesregierung)
Wer sogar zwei Altersvorsorgeverträge führt, kann das Einzahlungsvolumen auf insgesamt 13.680 Euro pro Jahr verdoppeln. (Entwurfsanalyse) Ob das sinnvoll ist, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Außerdem lohnt sich ein Blick auf die steuerliche Absetzbarkeit, denn Einzahlungen kannst du unter bestimmten Voraussetzungen auch als Sonderausgaben geltend machen.
- 120 Euro pro Jahr: Mindestbeitrag für überhaupt eine Förderung
- 1.800 Euro pro Jahr: Eigenbeitrag für die maximale Grundzulage von 540 Euro
- 6.840 Euro pro Jahr: Maximaler Einzahlungsbetrag mit Steuerstundung pro Vertrag
- 13.680 Euro pro Jahr: Maximales Einzahlungsvolumen bei zwei Verträgen
Was unterscheidet das Standarddepot vom freien Altersvorsorgedepot?
Neben dem freien Altersvorsorgedepot gibt es ein staatliches Standarddepot, das besonders streng reguliert ist. Der wichtigste Unterschied liegt bei den Kosten: Beim Standarddepot dürfen die Effektivkosten maximal 1,0 Prozent pro Jahr betragen. (Bundesfinanzministerium) Effektivkosten sind alle Kosten zusammengerechnet, die das Depot jährlich kostet, also Verwaltungsgebühren, Fondskosten und alles andere.
Das freie Altersvorsorgedepot lässt Anbietern mehr Spielraum bei der Produktgestaltung, ist aber ebenfalls reguliert. Beide Varianten nutzen dieselben Zulagen- und Steuerregeln. Der Kostendeckel beim Standarddepot ist ein echter Vorteil, denn hohe Kosten fressen über Jahrzehnte einen erheblichen Teil der Rendite auf. Wer sich über mögliche Nachteile des Altersvorsorgedepots informieren möchte, sollte auch die Kostenfrage genau im Blick behalten.
| Standarddepot | Freies Altersvorsorgedepot | |
|---|---|---|
| Kostendeckel | Max. 1,0 % Effektivkosten pro Jahr | Reguliert, aber kein fester Deckel |
| Produktstruktur | Staatlich standardisiert | Anbieter gestaltet frei (im gesetzl. Rahmen) |
| Zulagenförderung | Identisch | Identisch |
| Steuerstundung | Identisch | Identisch |
Welche Wertpapiere kannst du im Altersvorsorgedepot kaufen?
Das Altersvorsorgedepot ist ausdrücklich auf chancen- und renditeorientierte Anlageformen ausgerichtet. (Bundesfinanzministerium) Deine Einzahlungen werden nicht einfach auf einem Konto geparkt, sondern direkt in Wertpapiere investiert. Das bedeutet, dein Geld arbeitet am Kapitalmarkt und kann über die Jahre deutlich wachsen, aber auch schwanken.
Laut Gesetz und offiziellen Informationen umfassen die zulässigen Anlageformen vor allem:
- Fonds: Investmentfonds, die in viele verschiedene Wertpapiere gleichzeitig investieren
- ETFs: Börsengehandelte Indexfonds, die einen Index wie den DAX oder MSCI World nachbilden und besonders kostengünstig sind
- Anleihen: Festverzinsliche Wertpapiere, die etwas sicherer, aber auch renditeschwächer sind
Die genaue Liste zulässiger Anlageformen steht im Gesetzestext. Wer sich fragt, wie die Teilfreistellung bei Fondserträgen funktioniert, also welcher Anteil der Erträge steuerfrei bleibt, findet dazu einen eigenen Beitrag.
Wie funktioniert die steuerliche Förderung?
Erträge im Altersvorsorgedepot bleiben in der Ansparphase steuerfrei. (Bundesregierung) Das nennt sich Steuerstundung, weil die Steuer nicht wegfällt, sondern erst in der Auszahlphase fällig wird. Für Einzahlungen zwischen 1.800 und 6.840 Euro pro Jahr gibt es zwar keine Zulagen mehr, aber die Steuerstundung gilt trotzdem. (Bundesregierung)
Zusätzlich gibt es die sogenannte Günstigerprüfung, bei der das Finanzamt automatisch prüft, ob der Steuervorteil aus dem Sonderausgabenabzug höher ist als die erhaltenen Zulagen. Falls ja, bekommst du die Differenz zusätzlich erstattet. (Bundesfinanzministerium) Das ist besonders für Besserverdienende relevant, weil ihr Steuervorteil durch den Sonderausgabenabzug die Zulagen übersteigen kann. Wer genau wissen möchte, ob das Depot steuerlich absetzbar ist, findet dort alle Details.
Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot besonders?
Die Reform ist ausdrücklich auf bestimmte Gruppen zugeschnitten, die bisher wenig oder gar nicht von der staatlichen Förderung profitiert haben. Besonders attraktiv ist das Depot für Familien mit Kindern, weil die Kinderzulage von 300 Euro pro Kind und Jahr bereits ab einem monatlichen Sparbeitrag von 25 Euro in voller Höhe ausgezahlt wird. (Bundesregierung) Bei zwei Kindern bekommt eine Familie also allein durch Kinderzulagen 600 Euro pro Jahr vom Staat.
Auch Berufseinsteiger profitieren überdurchschnittlich: Wer vor dem 25. Geburtstag einen Vertrag abschließt, bekommt einmalig 200 Euro Bonus. (Bundesregierung) Selbstständige sowie Freiberufler, die bisher keinen Zugang zu Riester hatten, können das Depot nun erstmals nutzen. Wer sich fragt, ob das Depot auch neben einem bestehenden Riester-Vertrag geführt werden kann, oder ob es sich eher im Vergleich zu Rürup lohnt, findet dazu eigene Beiträge.
Diese Gruppen profitieren besonders:
- Familien mit Kindern: 300 Euro Kinderzulage pro Kind und Jahr, bereits ab 25 Euro monatlichem Sparbeitrag
- Berufseinsteiger unter 25: Einmaliger Bonus von 200 Euro beim Vertragsabschluss
- Selbstständige und Freiberufler: Erstmals voller Zugang zur staatlichen Förderung
- Geringverdiener: Hohe Förderquote auf kleine Einzahlungen durch die zweistufige Zulage
- Arbeitnehmer mit mittlerem Einkommen: Attraktive Kombination aus Zulagen und Steuerstundung
FAQ
Können Ehepartner das Altersvorsorgedepot gemeinsam nutzen?
Jeder Ehepartner kann ein eigenes Altersvorsorgedepot eröffnen und erhält jeweils die Zulagen auf seine eigenen Einzahlungen. Nicht erwerbstätige Ehepartner können unter bestimmten Bedingungen als mittelbar Förderberechtigte einbezogen werden. Wie das genau funktioniert, erklärt der Beitrag zum Altersvorsorgedepot für Ehepartner.
Gibt es beim Altersvorsorgedepot eine Kapitalgarantie?
Nein. Das Altersvorsorgedepot verzichtet ausdrücklich auf Kapitalgarantien, um chancen- und renditeorientierte Anlageformen zu ermöglichen. (Bundesfinanzministerium) Dein angesparter Betrag kann je nach Marktentwicklung schwanken. Im Gegenzug sind deutlich höhere Renditen möglich als bei garantiebasierten Produkten.
Was passiert mit dem Altersvorsorgedepot bei vorzeitiger Auflösung?
Eine vorzeitige Auflösung ist grundsätzlich möglich, hat aber steuerliche Konsequenzen. Die gestundeten Steuern auf Erträge werden dann fällig, und erhaltene Zulagen musst du zurückzahlen. Die genauen Regelungen stehen im Gesetzestext. Sonderentnahmen, etwa für eine selbst genutzte Immobilie, sind im Gesetz geregelt, aber im aktuellen Material nicht konkret beziffert.
Kann ich das Altersvorsorgedepot auch mit einer Einmalzahlung befüllen?
Ja, neben regelmäßigen Sparbeiträgen sind auch Einmalzahlungen möglich. Wie das genau funktioniert und welche Förderregeln dabei gelten, erklärt der Beitrag zur Einmalzahlung ins Altersvorsorgedepot.
Ist das Altersvorsorgedepot pfändbar?
Das Altersvorsorgedepot genießt einen besonderen Schutz vor Pfändung, ähnlich wie andere geförderte Altersvorsorgeprodukte. Die genauen Regelungen hängen von der Höhe des angesparten Kapitals und dem Zeitpunkt ab. Alle Details dazu findest du im Beitrag darüber, ob das Altersvorsorgedepot pfändbar ist.
Ab welchem Alter sollte man mit dem Altersvorsorgedepot anfangen?
Grundsätzlich gilt: Je früher du anfängst, desto länger kann das Kapital am Kapitalmarkt arbeiten. Wer vor dem 25. Geburtstag startet, bekommt sogar einen einmaligen Bonus von 200 Euro. (Bundesregierung) Wann genau der richtige Zeitpunkt für dich ist und ob es auch im höheren Alter noch sinnvoll ist, erklärt der Beitrag zum richtigen Einstiegsalter.
Über den Autor
Uwe Lätsch ist Geschäftsführer von finanda. Er bringt komplizierte Finanzthemen auf den Punkt und erklärt dir Zahlen, Statistiken und Vorsorge so einfach, dass du direkt etwas damit anfangen kannst.
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.