Altersvorsorge

Rentenlücken-Rechner

Uwe Lätsch
Uwe Lätsch
Finanzexperte bei Finanda · Aktualisiert am 15. Oktober 2026

Anleitung: So funktioniert der Rentenlücken-Rechner

Der Rentenlücken-Rechner zeigt, wie viel Geld dir im Ruhestand jeden Monat fehlt. Du gibst dein heutiges Alter, dein geplantes Renteneintrittsalter, deinen monatlichen Bedarf in heutiger Kaufkraft, deine erwartete gesetzliche Rente und eine angenommene Inflation ein.

Der Rechner rechnet zuerst deinen heutigen Bedarf mit der Inflation bis zum Renteneintritt hoch, denn 2.000 € heute haben in einigen Jahrzehnten eine geringere Kaufkraft. Von diesem künftigen Bedarf zieht er deine Rente und bereits geplante Vorsorge ab. Was übrig bleibt, ist deine monatliche Versorgungslücke.

Über die weiteren Angaben rechnest du eine jährliche Rentensteigerung ein und ziehst Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherung von deinen Bezügen ab.

  1. Trag dein heutiges Alter und dein geplantes Renteneintrittsalter ein.
  2. Setz deinen monatlichen Bedarf in heutiger Kaufkraft.
  3. Trag deine erwartete gesetzliche Rente aus der Renteninformation ein.
  4. Wähl eine realistische Inflation, im Schnitt rund 2 % pro Jahr.
  5. Öffne die weiteren Angaben für Rentensteigerung und Abzüge.
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Beispiel: 35 Jahre alt, 2.000 € Bedarf

Du bist 35 und möchtest mit 67 in Rente gehen, das sind 32 Jahre. Dein heutiger Bedarf von 2.000 € im Monat entspricht bei 2 % Inflation zum Renteneintritt rund 3.770 €.

Erwartest du 1.200 € gesetzliche Rente, bleibt eine Versorgungslücke von etwa 2.570 € im Monat. Diesen Betrag musst du über eigene Vorsorge wie einen ETF-Sparplan oder eine private Rente schließen.

Als grobe Orientierung deckst du 100 € Zusatzrente im Monat mit rund 25.000 bis 30.000 € Kapital, je nach Entnahmerate und Rendite.

Wie berechnet der Rentenlücken-Rechner deinen Bedarf?

Der Rechner nimmt deinen gewünschten Bedarf in heutiger Kaufkraft und rechnet ihn mit deiner angenommenen Inflation bis zum Renteneintritt hoch. Davon zieht er deine erwartete Rente ab.

Was übrig bleibt, ist deine monatliche Versorgungslücke. Genau diesen Betrag musst du über eigene Vorsorge wie ein Depot oder eine private Rente schließen.

Uwe Lätsch
GESCHRIEBEN VON
Uwe Lätsch

Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.

Häufige Fragen

Die gesetzliche Rente ersetzt oft nur rund die Hälfte des letzten Nettoeinkommens. Wie groß deine persönliche Lücke ist, zeigt dir der Rentenlücken-Rechner.
Deine voraussichtliche Rente steht in der jährlichen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Diesen Wert trägst du in den Rechner ein.
Über viele Jahre summiert sich schon eine moderate Inflation stark auf. Bei 2 % steigt dein Bedarf in 30 Jahren um rund 80 %, was der Rechner berücksichtigt.
Als grobe Orientierung deckst du 100 € monatliche Zusatzrente mit rund 25.000 bis 30.000 € Kapital, je nach Entnahmerate und Rendite. Ein breit gestreutes Depot mit hohem Aktienanteil in der Ansparphase hilft dir, dieses Kapital überhaupt aufzubauen.
In jungen Jahren darf der Aktienanteil hoch sein, weil du Schwankungen aussitzen kannst. Je näher der Ruhestand rückt, desto stärker verlagerst du in sichere Anlagen wie Anleihen oder Tagesgeld, damit ein Kurssturz kurz vor Rentenbeginn dich nicht trifft.
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