Was ist ein Notgroschen?
Der Notgroschen ist dein finanzieller Puffer für den Fall, dass die Waschmaschine kaputtgeht oder das Auto in die Werkstatt muss. Mit dieser Reserve brauchst du keinen teuren Kredit, wenn etwas dazwischenkommt.
Selbst ein Jobverlust wird damit erst einmal abgefedert. Der Notgroschen kauft dir Zeit, um in Ruhe eine Lösung zu finden.
Die App verbindet deine Konten und zeigt dir Budget, Sparziele und Verträge in Echtzeit.
Wie hoch sollte der Notgroschen sein?
Die Höhe richtet sich nach deinen monatlichen Fixkosten, nicht nach deinem Einkommen. Du rechnest die Fixkosten mal die Zahl der Monate, die du abgesichert sein willst.
Bei 1.800 € Fixkosten und vier Monaten Puffer landest du bei 7.200 €. Als Angestellter reichen meist drei bis sechs Monate, als Selbstständiger oder Alleinverdiener eher sechs bis zwölf Monate.
Anleitung: So baust du deinen Notgroschen auf
Zuerst brauchst du einen Zielbetrag, danach einen festen Ort für das Geld.
Sobald der Dauerauftrag steht, wächst der Puffer von allein, ohne dass du weiter daran denken musst.
- Addiere deine monatlichen Fixkosten zusammen.
- Lege fest, für wie viele Monate du abgesichert sein willst.
- Multipliziere beides zum Zielbetrag, etwa 1.800 € mal vier ergibt 7.200 €.
- Eröffne ein separates Tagesgeldkonto nur für diese Reserve.
- Richte einen Dauerauftrag ein, bis der Zielbetrag erreicht ist.
Wo bewahrst du den Notgroschen am besten auf?
Auf ein separates Tagesgeldkonto gehört die Reserve. Girokonto und Depot scheiden dafür aus, weil das Geld auf dem Girokonto zu schnell ausgegeben ist und im Depot ausgerechnet dann im Minus stehen kann, wenn du es brauchst.
Tagesgeld bleibt jederzeit verfügbar und schwankt nicht im Wert. Du kommst also sofort an die volle Summe, sobald der Ernstfall eintritt.
Kommt zuerst der Notgroschen oder das Investieren?
Zuerst kommt immer der Notgroschen, danach das Investieren. Ohne Puffer müsstest du im Ernstfall Anteile zum schlechtesten Zeitpunkt verkaufen oder einen Kredit aufnehmen.
Hast du die Reserve einmal genutzt, aktiviere danach deine Sparrate wieder und füll zuerst den Puffer auf. Erst wenn der Notgroschen wieder voll ist, fließt frisches Geld ins Depot.