Anleitung: So funktioniert der ETF-Kostenrechner
Der Rechner vergleicht zwei Produkte über die ganze Laufzeit: deinen günstigen ETF (Produkt A) und ein teureres Vergleichsprodukt wie einen aktiv gemanagten Fonds (Produkt B). Du gibst deine gemeinsamen Eckdaten ein: Einmalanlage, monatliche Sparrate, Laufzeit und die erwartete Bruttorendite.
Für jedes Produkt trägst du die laufenden Kosten als TER ein, für das teurere Produkt zusätzlich den Ausgabeaufschlag, der einmalig von jeder Einzahlung abgezogen wird. Die TER wirkt als jährlicher Renditeabzug. Der Rechner stellt beide Endwerte gegenüber und weist deine Ersparnis mit dem ETF aus.
Über die weiteren Angaben ergänzt du einen möglichen Ausgabeaufschlag für den ETF.
- Trag deine Einmalanlage und deine monatliche Sparrate ein.
- Setz die Laufzeit und die erwartete Bruttorendite.
- Gib die TER deines ETF ein, breite Indexfonds liegen bei 0,05 bis 0,5 Prozent.
- Trag TER und Ausgabeaufschlag des Vergleichsprodukts ein.
- Vergleiche die Endwerte, die Gesamtkosten und deine Ersparnis.
Die App verbindet deine Konten und zeigt dir Budget, Sparziele und Verträge in Echtzeit.
Beispiel: 200 € im Monat über 20 Jahre
Du legst 10.000 € einmalig und 200 € im Monat über 20 Jahre zu 7 Prozent Bruttorendite an. Der ETF mit 0,2 Prozent TER wächst auf rund 136.500 €. Der aktive Fonds mit 1,5 Prozent TER und 3 Prozent Ausgabeaufschlag kommt nur auf etwa 111.500 €.
Der günstige ETF bringt dir damit rund 25.000 € mehr, allein durch niedrigere Kosten und den entgangenen Zinseszins auf die Gebühren.
Warum kosten kleine Gebühren so viel Geld?
Der Grund ist der Zinseszins. Jeder Euro Gebühr fehlt nicht nur heute, sondern verzinst sich auch in allen Folgejahren nicht mehr. Deshalb liegt der Gebühreneffekt aufs Endvermögen oft deutlich über der Summe der reinen Gebührenbeträge. Über lange Laufzeiten entscheidet die Kostenquote spürbar über dein Endkapital.