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ETF-Kostenrechner

Uwe Lätsch
Uwe Lätsch
Finanzexperte bei Finanda · Aktualisiert am 15. Oktober 2026

Anleitung: So funktioniert der ETF-Kostenrechner

Der Rechner vergleicht zwei Produkte über die ganze Laufzeit: deinen günstigen ETF (Produkt A) und ein teureres Vergleichsprodukt wie einen aktiv gemanagten Fonds (Produkt B). Du gibst deine gemeinsamen Eckdaten ein: Einmalanlage, monatliche Sparrate, Laufzeit und die erwartete Bruttorendite.

Für jedes Produkt trägst du die laufenden Kosten als TER ein, für das teurere Produkt zusätzlich den Ausgabeaufschlag, der einmalig von jeder Einzahlung abgezogen wird. Die TER wirkt als jährlicher Renditeabzug. Der Rechner stellt beide Endwerte gegenüber und weist deine Ersparnis mit dem ETF aus.

Über die weiteren Angaben ergänzt du einen möglichen Ausgabeaufschlag für den ETF.

  1. Trag deine Einmalanlage und deine monatliche Sparrate ein.
  2. Setz die Laufzeit und die erwartete Bruttorendite.
  3. Gib die TER deines ETF ein, breite Indexfonds liegen bei 0,05 bis 0,5 Prozent.
  4. Trag TER und Ausgabeaufschlag des Vergleichsprodukts ein.
  5. Vergleiche die Endwerte, die Gesamtkosten und deine Ersparnis.
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Beispiel: 200 € im Monat über 20 Jahre

Du legst 10.000 € einmalig und 200 € im Monat über 20 Jahre zu 7 Prozent Bruttorendite an. Der ETF mit 0,2 Prozent TER wächst auf rund 136.500 €. Der aktive Fonds mit 1,5 Prozent TER und 3 Prozent Ausgabeaufschlag kommt nur auf etwa 111.500 €.

Der günstige ETF bringt dir damit rund 25.000 € mehr, allein durch niedrigere Kosten und den entgangenen Zinseszins auf die Gebühren.

Warum kosten kleine Gebühren so viel Geld?

Der Grund ist der Zinseszins. Jeder Euro Gebühr fehlt nicht nur heute, sondern verzinst sich auch in allen Folgejahren nicht mehr. Deshalb liegt der Gebühreneffekt aufs Endvermögen oft deutlich über der Summe der reinen Gebührenbeträge. Über lange Laufzeiten entscheidet die Kostenquote spürbar über dein Endkapital.

Uwe Lätsch
GESCHRIEBEN VON
Uwe Lätsch

Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.

Häufige Fragen

Die TER, die Gesamtkostenquote, fasst die laufenden jährlichen Kosten eines Fonds zusammen. Sie wird nicht separat abgebucht, sondern täglich anteilig aus dem Fondsvermögen entnommen und mindert so direkt deine Rendite.
Ein einmaliger Aufschlag, den viele aktiv gemanagte Fonds beim Kauf verlangen, oft 3 bis 5 Prozent der Anlagesumme. Er wird von jeder Einzahlung abgezogen, bevor sie investiert wird. Bei ETFs über die Börse fällt er in der Regel weg.
Breite Index-ETFs auf MSCI World oder S&P 500 liegen meist zwischen 0,05 und 0,2 Prozent. Aktive Fonds verlangen oft 1,5 bis 2 Prozent, zuzüglich Ausgabeaufschlag.
Über lange Zeiträume ja, weil die Kostendifferenz mit Zinseszins wirkt. Achte beim Wechsel aber auf mögliche Steuer auf realisierte Gewinne und auf die Tracking-Qualität des neuen Fonds.
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