N26 und Revolut sind zwei der bekanntesten Smartphone-Banken in Deutschland. Beide richtest du in wenigen Minuten per App ein, beide bieten ein kostenloses Basiskonto, und beide packen Karte, Budget und sogar Wertpapierhandel in eine einzige Oberfläche. Trotzdem passen sie zu ganz unterschiedlichen Menschen.
N26 ist eine echte deutsche Bank mit BaFin-Lizenz und Sitz in Berlin. Revolut kommt aus Litauen, glänzt beim Reisen und Fremdwährungstausch und hat seit Ende 2024 endlich eine deutsche IBAN. Wer beide gegeneinander abwägt, entscheidet sich am Ende zwischen Bodenständigkeit und Reise-Power.
Wer steckt hinter den beiden Anbietern?
N26 wird von der N26 Bank SE in Berlin betrieben, mit einer deutschen Vollbanklizenz der BaFin. Dein Geld ist damit über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt, genauso wie bei einer Sparkasse oder Volksbank. Das Standardkonto kostet 0 Euro. Darüber gibt es N26 Smart für 4,90 Euro im Monat, N26 Go für 9,90 Euro und N26 Metal für 16,90 Euro.
Revolut gehört zur Revolut Bank UAB mit Sitz in Vilnius, Litauen. Die Bank hat eine EU-Vollbanklizenz der litauischen Zentralbank, die deutsche Niederlassung steht zusätzlich unter BaFin-Aufsicht. Deine Einlagen sichert das litauische System ab, ebenfalls bis 100.000 Euro. Auch Revolut startet kostenlos, danach folgen Plus für 2,99 Euro, Premium für 8,99 Euro, Metal für 15,99 Euro und Ultra für 65 Euro im Monat.
Die Finanda App verbindet Konten, Depot und Versicherungen und zeigt dir Budget, Sparziele und Verträge in Echtzeit.
Ein wichtiger Punkt vorab: Weder N26 noch Revolut sind klassische Multibanking-Apps. Du kannst keine Konten anderer Banken einbinden und alles in einer Übersicht sehen. Beide wollen selbst deine Hauptbank sein. Das ist kein Fehler, aber ein klares Limit, das du kennen solltest, bevor du dich entscheidest.
Was bieten die beiden Anbieter im Funktionsvergleich?
Bei den Kernfunktionen liegen die beiden Apps nah beieinander. Unterkonten fürs Sparen, Ausgaben-Statistiken und Wertpapierhandel gehören bei beiden dazu. N26 nennt seine Unterkonten Spaces, du kannst bis zu zehn davon anlegen, jedes mit eigener IBAN. Bei Revolut heißen sie Pockets und Vaults.
Beim Investieren geht Revolut etwas breiter: über 6.000 Aktien, ETFs und Anleihen sowie mehr als 80 Kryptowährungen. N26 bietet über 4.000 Aktien und ETFs plus ETF-Sparpläne, Krypto läuft über den Partner Bitpanda mit über 350 Werten. Revolut hat zusätzlich verzinste Sparprodukte mit täglicher Gutschrift und ein echtes Multi-Währungs-Konto. Wer aktiv mit Aktien, ETFs oder Krypto handeln will, findet bei Revolut die größere Auswahl. Wer dagegen viele getrennte Sparziele mit eigener IBAN braucht, ist mit den zehn Spaces bei N26 gut bedient.
| N26 | Revolut | |
|---|---|---|
| Unterkonten | Spaces, bis zu 10, mit eigener IBAN | Pockets und Vaults |
| Ausgaben-Statistik | Ja, mit Budgeting | Ja, nach Kategorien |
| Aktien und ETFs | über 4.000, mit ETF-Sparplänen | über 6.000, auch Anleihen |
| Krypto | über 350 Werte (via Bitpanda) | über 80 Währungen |
| Verzinstes Sparen | Nein | Ja, tägliche Gutschrift |
| Multi-Währungs-Konto | Nein | Ja |
| Klassisches Multibanking | Nein | Nein |
Für den Alltag reicht bei beiden das Standardkonto locker aus. Wer tiefer in den Wertpapierhandel einsteigen möchte, sollte sich die Konditionen beider Plattformen genau ansehen, denn die Gebühren pro Trade unterscheiden sich je nach Tarif deutlich.
Was kosten die beiden Anbieter im Tarifvergleich?
Beide starten bei 0 Euro. Die Unterschiede zeigen sich erst in den Bezahltarifen und bei Details wie Karten und Abhebungen. N26 hat drei kostenpflichtige Stufen, Revolut sogar vier, mit einem sehr teuren Ultra-Tarif an der Spitze.
Beim Standardkonto gibt es kleine, aber wichtige Unterschiede. Bei N26 hebst du zweimal im Monat kostenlos in Euro ab, bei Revolut bis 200 Euro oder fünf Abhebungen. Beide berechnen im Standard einen Aufschlag beim Fremdwährungstausch beziehungsweise außerhalb bestimmter Grenzen. Monatsbeiträge klingen klein, summieren sich übers Jahr aber schnell auf einen dreistelligen Betrag.
| Tarif | N26 | Revolut |
|---|---|---|
| Kostenlos | Standard 0 Euro | Standard 0 Euro |
| Einstieg | Smart 4,90 Euro/Monat | Plus 2,99 Euro/Monat |
| Mittelklasse | Go 9,90 Euro/Monat | Premium 8,99 Euro/Monat |
| Top-Tarif | Metal 16,90 Euro/Monat | Metal 15,99 Euro/Monat |
| Luxus-Tarif | nicht vorhanden | Ultra 65 Euro/Monat |
Rechne einmal mit, was dich ein Bezahltarif übers Jahr wirklich kostet.
| Tarif | pro Monat | pro Jahr |
|---|---|---|
| N26 Go | 9,90 Euro | 118,80 Euro |
| Revolut Premium | 8,99 Euro | 107,88 Euro |
| N26 Metal | 16,90 Euro | 202,80 Euro |
| Revolut Ultra | 65,00 Euro | 780,00 Euro |
Bei Revolut gab es 2026 eine Preiserhöhung bei Premium, Metal und Ultra. Standard und Plus blieben unverändert. Wer über einen Bezahltarif nachdenkt, prüft die Konditionen am besten direkt in der offiziellen Gebührenübersicht, bevor er zahlt.
Wer den mittleren Tarif bei N26 oder Revolut wählt, zahlt zwischen 108 und 119 Euro pro Jahr. Prüfe vor dem Upgrade, welche Zusatzleistungen du davon wirklich nutzt, denn viele Funktionen stecken auch im kostenlosen Standardkonto.
Welche App ist im Ausland und beim Fremdwährungstausch besser?
Revolut ist als Reise-App groß geworden und spielt beim Fremdwährungstausch seine Stärke aus. Im Standardtarif tauschst du bis 1.000 Euro pro Monat zum Interbank-Kurs, also praktisch zum echten Marktkurs ohne Aufschlag. Erst darüber wird eine Gebühr fällig. Am Wochenende kommt bei Standard ein Aufschlag von rund einem Prozent dazu.
N26 macht das etwas anders. Kartenzahlungen in Fremdwährung sind bei allen Modellen ohne Aufschlag. Beim Abheben in Fremdwährung zahlst du im Standard und Smart 1,7 Prozent, bei Go und Metal ist es kostenlos. Für reine Kartenzahler im Urlaub ist N26 damit ebenfalls stark. Wer aber viel Bargeld in fremder Währung zieht oder aktiv Devisen tauscht, fährt mit Revolut oft günstiger.
Darauf kommt es im Ausland an.
- Kartenzahlung in Fremdwährung: bei N26 ohne Aufschlag auf allen Modellen.
- Fremdwährung abheben: N26 Standard und Smart 1,7 Prozent, Go und Metal kostenlos.
- Fremdwährungstausch bei Revolut Standard: bis 1.000 Euro pro Monat zum Interbank-Kurs.
- Wochenende bei Revolut Standard: rund ein Prozent Aufschlag.
- Deutsche IBAN: bei N26 immer, bei Revolut erst für Neukunden seit Ende 2024.
Bei der Sicherheit gibt es einen feinen, aber realen Unterschied. Beide sichern bis 100.000 Euro ab, N26 über die deutsche Entschädigungseinrichtung, Revolut über das litauische System. Im Ernstfall wäre die Klärung über ein deutsches System näher an dir dran. Dazu berichten Nutzer bei Revolut immer wieder von plötzlichen Konto- oder Kartensperrungen mit zäher Klärung über den Chat-Support.
Wer nur im Urlaub Fremdwährung braucht, kommt mit N26 Standard gut durch. Wer regelmäßig Devisen tauscht oder oft im Ausland ist, spart mit Revolut spürbar mehr.
Uwe Lätsch, finanda
Für wen eignet sich welche App am besten?
N26 passt zu dir, wenn du ein rein digitales Girokonto einer deutschen Bank willst, mit deutscher IBAN, schneller Eröffnung und der Sicherheit der deutschen Einlagensicherung. Die kostenlose Basisvariante reicht für viele. Handel mit Aktien, ETFs und Krypto ist in derselben App dabei. Wer zusätzlich seine Ausgaben im Blick behalten und ein Haushaltsbuch führen will, findet mit den Spaces und Statistiken eine solide Grundlage.
Revolut passt zu dir, wenn du viel reist, oft in fremder Währung zahlst oder Devisen tauschst. Der Fremdwährungstausch zum Interbank-Kurs, die große Trading-Auswahl und die verzinsten Sparprodukte sind die Trumpfkarten. Wer bereit ist, dafür die litauische Einlagensicherung und einen chatbasierten Support in Kauf zu nehmen, bekommt viel Funktion fürs Geld.
Beide sind Ersatz für eine Bank, nicht für den Überblick über alle deine Konten. Genau hier kommt finanda ins Spiel. Die App der Vinlivt GmbH aus München ist für Privatnutzer dauerhaft kostenlos und bündelt per Multibanking deine Konten mehrerer Banken in einer Übersicht, samt automatischer Kategorisierung deiner Ausgaben und digitalem Haushaltsbuch in Echtzeit. Die Server stehen ausschließlich in Deutschland.
Dauerhaft kostenlos für Privatnutzer · Multibanking über Giro, Spar und Depot · Automatische Kategorisierung und digitales Haushaltsbuch in Echtzeit · Vertrags- und Abo-Erkennung mit Sparpotenzial · Versicherungsübersicht mit Lückencheck · Persönlicher Ansprechpartner per In-App-Messenger · Server ausschließlich in Deutschland, kein Verkauf von Nutzerdaten
Ehrlich bleibt aber auch: Der Zugang läuft meist über einen Einladungscode eines Beraters, öffentlich ist der Code 111790 auf finanda.de. Sparziele sind noch in Arbeit, und eine rechtssichere 1-Klick-Kündigung ist nicht belegt. Für den vollen Überblick über dein Geld neben N26 oder Revolut ist finanda trotzdem eine starke, kostenlose Ergänzung. Lade die App herunter, verbinde dein erstes Konto und schau, wie viel Klarheit ein einziger Blick auf alle deine Finanzen bringt.
N26 und Revolut sind deine Bank. finanda ist dein Überblick. Die drei schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich.
| N26 | Revolut | finanda | |
|---|---|---|---|
| Rolle | Digitale Bank | Digitale Bank | Überblicks-App |
| Preis für Privatnutzer | ab 0 Euro | ab 0 Euro | dauerhaft kostenlos |
| Multibanking | Nein | Nein | Ja |
| Ausland/Fremdwährung | gut | sehr gut | nicht relevant |
| Server in Deutschland | Ja | Nein (Litauen) | Ja |
| Einlagensicherung | deutsch, bis 100.000 Euro | litauisch, bis 100.000 Euro | kein Konto |
Häufige Fragen
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.