Rein digital oder mit Filiale um die Ecke? N26 ist eine App-Bank aus Berlin mit kostenlosem Basiskonto, die Volksbank steht für über 7.000 Filialen und persönliche Beratung vor Ort. Zwei komplett verschiedene Welten, und beide haben ihre Berechtigung.
Welches Konto besser zu dir passt, hängt davon ab, wie du bankst. Wer alles am Handy erledigt, ist bei N26 oft günstiger dran. Wer Bargeld einzahlt, Beratung will oder einen echten Ansprechpartner sucht, findet den bei der Volksbank. Der Preisunterschied ist dabei größer, als viele denken.
Wer steckt hinter N26 und der Volksbank?
N26 ist die N26 Bank SE mit Sitz in Berlin. Es ist eine reine App-Bank mit deutscher BaFin-Vollbanklizenz, das Konto eröffnest du komplett per Smartphone. Deine Einlagen sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt. Filialen gibt es keine, alles läuft digital.
Die Volksbank ist kein einzelnes Unternehmen, sondern die genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Dahinter stehen mehrere Hundert regional eigenständige Banken unter dem Dachverband BVR, zusammen mit über 7.000 Filialen. Deine Einlagen sichert die BVR-Institutssicherung gesetzlich bis 100.000 Euro ab, dazu kommt eine zusätzliche freiwillige Sicherung. Weil jedes Institut selbst kalkuliert, unterscheiden sich Preise und Leistungen von Region zu Region stark.
Das erklärt schon den größten Unterschied: N26 hat feste Preise, die überall gleich sind. Bei der Volksbank musst du bei deiner lokalen Bank nachschauen, was dein Konto kostet.
| N26 | Volksbank | |
|---|---|---|
| Anbieter | N26 Bank SE, Berlin | FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken |
| Modell | reine App-Bank | Genossenschaftsbank mit Filialen |
| Filialen | keine | über 7.000 |
| Günstigstes Konto | 0 Euro (Standard) | regional, teils 0 bis 5 Euro |
| Einlagensicherung | gesetzlich bis 100.000 Euro (EdB) | gesetzlich bis 100.000 Euro plus freiwillige BVR-Sicherung |
| Beratung vor Ort | nein | ja |
Welche Funktionen bieten N26 und die Volksbank?
N26 setzt voll auf die App. Du legst bis zu 10 Unterkonten an, sogenannte Spaces, jedes mit eigener IBAN. Dazu kommen Budgeting, Ausgaben-Statistiken und Echtzeitbenachrichtigungen bei jeder Buchung. Ein integriertes Depot mit über 4.000 Aktien und ETFs sowie über 350 Kryptowerten steckt ebenfalls drin, Krypto läuft über Bitpanda, ETF-Sparpläne sind möglich.
Die Finanda App verbindet Konten, Depot und Versicherungen und zeigt dir Budget, Sparziele und Verträge in Echtzeit.
Ein wichtiger Punkt fehlt bei N26 aber: klassisches Multibanking. Fremde Konten von anderen Banken kannst du dort nicht einbinden. Genau das kann die Volksbank. Ihre VR BankingApp holt auch Konten anderer Banken in eine Übersicht. Dazu gibt es Wero und Echtzeitüberweisung, eine Fotoüberweisung, bei der du Rechnungen und QR-Codes per Kamera erfasst, sowie ein Wertpapierdepot und Fondssparen mit Union Investment. Und die persönliche Beratung in der Filiale, die keine App ersetzt.
Wenn du das Multibanking unabhängig von deiner Bank willst, funktioniert ein digitales Haushaltsbuch mit allen Konten an einem Ort auch komplett getrennt von deinem Girokonto.
| N26 | Volksbank | |
|---|---|---|
| Unterkonten | bis zu 10 Spaces mit eigener IBAN | je nach Bank |
| Budgeting und Statistiken | ja | teils |
| Multibanking (fremde Konten) | nein | ja |
| Wero | nein | ja |
| Fotoüberweisung | nein | ja |
| Depot in der App | ja, über 4.000 Aktien/ETFs, über 350 Kryptowerte | Depot und Fondssparen mit Union Investment |
| Beratung vor Ort | nein | ja |
Schau dir an, wo die Stärken jeweils liegen.
- N26: kostenloses Basiskonto, Spaces mit eigener IBAN, Wertpapier- und Kryptohandel in einer App, alles voll digital.
- Volksbank: echtes Multibanking, Filiale und Beratung vor Ort, dichtes Automatennetz, Wero und Fotoüberweisung.
Was kosten N26 und die Volksbank im Monat?
Bei N26 sind die Preise klar. Das Standardkonto kostet 0 Euro. Darüber gibt es N26 Smart für 4,90 Euro im Monat, N26 Go für 9,90 Euro und N26 Metal für 16,90 Euro. Je teurer das Modell, desto mehr kostenlose Extras bekommst du, etwa mehr Gratis-Abhebungen und kostenlose Fremdwährungsabhebungen ab N26 Go.
Bei der Volksbank kommt es darauf an, bei welchem Institut du bist. Ein günstiges Basis- oder Onlinekonto liegt grob bei 0 bis 5 Euro im Monat, ein Standardkonto bei etwa 4,50 bis 10 Euro, ein Premiumkonto bei rund 10 bis 15 Euro. Ein dauerhaft bedingungslos kostenloses Konto ist die Ausnahme, kostenfrei ist es oft nur mit Bedingungen wie Gehaltseingang, jungem Alter oder rein digitaler Nutzung. Prüfe die genauen Preise immer bei deiner lokalen Volksbank.
| Kontomodell | N26 | Volksbank (regionale Spanne) |
|---|---|---|
| Basis-/Standardvariante | 0 Euro (Standard) | 0 bis 5 Euro (Basis/Online) |
| Mittleres Modell | 4,90 Euro (Smart) | 4,50 bis 10 Euro (Standard) |
| Gehobenes Modell | 9,90 Euro (Go) | 10 bis 15 Euro (Premium) |
| Top-Modell | 16,90 Euro (Metal) | je nach Bank |
Rechne die Monatsgebühr immer aufs Jahr hoch, dann wird der Unterschied greifbar. Ein N26-Standardkonto bleibt bei 0 Euro. Ein Volksbank-Standardkonto zu 8 Euro im Monat kostet dich im Jahr fast hundert Euro.
| Konto | pro Monat | pro Jahr (x12) |
|---|---|---|
| N26 Standard | 0 Euro | 0 Euro |
| N26 Smart | 4,90 Euro | 58,80 Euro |
| Volksbank Standard (Beispiel 8 Euro) | 8 Euro | 96 Euro |
| Volksbank Premium (Beispiel 12 Euro) | 12 Euro | 144 Euro |
Achte bei N26 auf einen Hinweis: Der Wertpapierhandel ist bis zum 1. September 2026 kostenlos. Danach fällt laut Berichten eine Ordergebühr an, die aber noch nicht final belegt ist. Wenn du viel handelst, kann das den Preisvorteil kleiner machen.
Ein Volksbank-Standardkonto zu 8 Euro im Monat kostet dich über fünf Jahre 480 Euro. Das N26-Standardkonto kostet in derselben Zeit 0 Euro. Wenn du keine Filiale brauchst, ist das ein echter Unterschied im Haushaltsbudget.
Sind N26 oder die Volksbank beim Bargeld und im Ausland besser?
Bargeld ist die klare Schwäche von N26. Kostenlose Euro-Abhebungen pro Monat sind gedeckelt: 2 beim Standardkonto, 3 bei Smart, 5 bei Go und 8 bei Metal. Bargeld einzahlen geht nur eingeschränkt und teils gegen Gebühr über CASH26. Wer regelmäßig mit Scheinen hantiert, stößt schnell an diese Grenzen.
Die Volksbank spielt hier ihre Stärke aus. Am BankCard-Servicenetz der Genossenschaftsbanken hebst du an rund 13.800 Automaten in Deutschland ab, am eigenen oder genossenschaftlichen Automaten meist gebührenfrei. Bargeld einzahlen ist in der Filiale und am Automaten problemlos möglich.
Im Ausland dreht sich das Bild. Bei N26 zahlst du in Fremdwährung mit der Karte ohne Aufschlag, Fremdwährungsabhebungen kosten bei Standard und Smart 1,7 Prozent, sind bei Go und Metal aber kostenlos. Bei der Volksbank fallen im Ausland und in Fremdwährung je nach Karte und Institut Entgelte an, und die digitale girocard mit Apple oder Google Pay funktioniert derzeit nur in Deutschland.
Rechne einmal mit.
- Gratis-Abhebungen in Deutschland: N26 gedeckelt (2 bis 8 je Modell), Volksbank am eigenen Netz meist frei.
- Bargeld einzahlen: bei N26 nur eingeschränkt über CASH26, bei der Volksbank in Filiale und am Automaten einfach.
- Kartenzahlung im Ausland: N26 ohne Aufschlag, Volksbank je nach Karte mit Entgelt.
- Fremdwährung abheben: bei N26 Go und Metal gratis, bei der Volksbank meist mit Aufschlag.
Wer mehrmals im Jahr ins Ausland fährt und dort Geld abhebt, spart mit N26 Go (9,90 Euro/Monat) die Fremdwährungsgebühr komplett. Bei der Volksbank fallen je nach Institut 1,5 bis 2 Prozent Aufschlag pro Abhebung an, das summiert sich schnell.
Für wen passt N26, für wen die Volksbank?
N26 passt zu dir, wenn du dein Konto komplett am Handy führst und selten Bargeld brauchst. Das kostenlose Standardkonto, die Spaces und der Wertpapierhandel in einer App machen es zum starken Alltagskonto für digital-affine Nutzer, Vielreisende und alle, die kartenlastig zahlen. Auf Filialen und Beratung vor Ort musst du dann verzichten.
Die Volksbank passt, wenn dir ein echter Ansprechpartner wichtig ist. Wer regelmäßig Bargeld einzahlt, Beratung bei größeren Themen sucht oder ein dichtes Automatennetz vor Ort braucht, ist hier besser aufgehoben. Der Preis dafür ist die monatliche Gebühr, die regional stark schwankt.
Egal welches Girokonto es wird: Für den Überblick über alle deine Konten gibt es finanda, eine App aus Deutschland, die dauerhaft kostenlos ist. Sie bündelt N26, deine Volksbank und weitere Banken per Multibanking in einer Ansicht, sortiert deine Ausgaben automatisch und zeigt Verträge und Versicherungen an einem Ort. Weil N26 selbst kein Multibanking bietet, ist das eine sinnvolle Ergänzung.
Kein Konto ist für jeden das Richtige. Aber wer weiß, wie er bankst, trifft die Entscheidung in fünf Minuten.
Uwe Lätsch, finanda
Darauf kommt es an, wenn du dich entscheidest.
- Du bankst rein digital und willst 0 Euro Grundgebühr: N26 Standard.
- Du reist viel und zahlst mit Karte: N26, ab Go auch gratis Fremdwährung abheben.
- Du zahlst oft Bargeld ein und willst Beratung vor Ort: Volksbank.
- Du willst alle Konten in einer Übersicht ohne Kosten: finanda als Ergänzung zu deinem Girokonto.
finanda ist für Privatnutzer dauerhaft kostenlos und verbindet N26, Volksbank und weitere Banken in einer Übersicht. Den Zugang bekommst du über einen Einladungscode, einen öffentlichen Code findest du auf finanda.de.
Häufige Fragen
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.