N26, DKB, ING, C24 und Revolut buhlen alle um dein Girokonto, und jede App verspricht kostenloses Banking. Der Haken steckt im Kleingedruckten. Die DKB will 700 Euro Geldeingang, die ING sogar 1.000 Euro, sonst kostet das Konto 4,50 oder 4,90 Euro im Monat.
N26, C24 und Revolut sind auch ohne diese Bedingung gratis, dafür gibt es dort keine Filiale und teils enge Limits beim Bargeld. Welche App zu dir passt, hängt davon ab, wie viel du verdienst, wie oft du ins Ausland reist und ob du nebenbei Aktien handeln willst.
Was unterscheidet die Banking-Apps grundsätzlich voneinander?
Alle fünf sind echte Banken mit Vollbanklizenz und Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Dein Geld ist überall gleich geschützt. Der Unterschied liegt im Modell und im Preis. N26, C24 und Revolut sind reine App-Banken, die du komplett vom Smartphone aus steuerst. DKB und ING sind klassische Direktbanken mit langer Geschichte, die ihr Banking ebenfalls digital abwickeln.
N26 aus Berlin startet bei 0 Euro und geht über Smart, Go und Metal bis 16,90 Euro im Monat. Die DKB hat nur ein Konto, das mit Aktivstatus gratis ist und ohne 4,50 Euro kostet. Die ING funktioniert ähnlich, hier liegt die Hürde bei 1.000 Euro Geldeingang. C24 aus dem Hause CHECK24 startet gratis und zahlt sogar Zinsen aufs Guthaben. Revolut aus Litauen kommt kostenlos daher und ist stark beim Reisen. Wer seinen Überblick über Ausgaben schärfen will, kann zunächst ein Haushaltsbuch führen und schauen, wofür das Geld wirklich draufgeht.
Die Finanda App verbindet Konten, Depot und Versicherungen und zeigt dir Budget, Sparziele und Verträge in Echtzeit.
| Anbieter & Sitz | günstigstes Konto | Bedingung für 0 Euro | |
|---|---|---|---|
| N26 | N26 Bank SE, Berlin | 0 Euro | keine |
| DKB | Deutsche Kreditbank, Berlin | 0 Euro | 700 Euro Eingang oder unter 28 |
| ING | ING-DiBa, Frankfurt | 0 Euro | 1.000 Euro Eingang oder unter 28 |
| C24 | C24 Bank, Frankfurt | 0 Euro | keine |
| Revolut | Revolut Bank UAB, Vilnius | 0 Euro | keine |
Welche Funktionen bieten die Banking-Apps im direkten Vergleich?
Bei den Funktionen trennt sich die Spreu vom Weizen. Fast alle bieten heute Unterkonten, also getrennte Töpfe für Miete, Urlaub oder Notgroschen. N26 nennt sie Spaces, C24 nennt sie Pockets, Revolut nennt sie Vaults. Jedes dieser Unterkonten hat teils eine eigene IBAN, du kannst also gezielt Geld draufparken.
Die ING fällt hier raus, ein echtes Unterkonto fürs Girokonto gibt es nicht. Dafür punkten N26 und Revolut mit einem eingebauten Depot. Du handelst Aktien, ETFs und Krypto direkt in der Banking-App. C24 lockt mit Zinsen aufs Guthaben und Cashback, die DKB mit Tagesgeld und einem klassischen Broker. Klassisches Multibanking, also fremde Konten anderer Banken einbinden, kann keine dieser Apps sauber. Genau da kommt später finanda ins Spiel.
| N26 | DKB | ING | C24 | Revolut | |
|---|---|---|---|---|---|
| Unterkonten | ja (bis 10) | nein | nein | ja (Pockets) | ja (Vaults) |
| Depot/Trading | ja | ja (Broker) | ja (Direkt-Depot) | nein | ja (6.000+ Werte) |
| Krypto | ja (über Bitpanda) | nein | nein | nein | ja (80+ Währungen) |
| Guthabenzins | nein | Tagesgeld extra | Extra-Konto | 0,75 % p.a. | Sparprodukte |
| Girocard möglich | nein | 0,99 Euro/Monat | 1,49 Euro/Monat | ja, kostenlos | nein |
| Multibanking | nein | nein | nein | nein | nein |
Was kosten die Banking-Apps pro Monat und aufs Jahr gerechnet?
Kostenlos ist bei den meisten nur die Basisvariante. N26 Standard, C24 Smart und Revolut Standard sind ohne jede Bedingung gratis. DKB und ING knüpfen die 0 Euro an einen Geldeingang oder ans Alter. Wer bei der ING unter 1.000 Euro im Monat bekommt und älter als 28 ist, zahlt 4,90 Euro monatlich.
Die bezahlten Tarife reichen von 2,99 Euro bei Revolut Plus bis 65 Euro bei Revolut Ultra. Ob sich das lohnt, hängt allein davon ab, wie oft du im Ausland Bargeld ziehst oder wie viel Cashback du sammelst. Für die meisten Leute reicht die Gratisvariante völlig.
| gratis | mittlerer Tarif | Top-Tarif | |
|---|---|---|---|
| N26 | Standard 0 Euro | Smart 4,90 Euro | Metal 16,90 Euro |
| DKB | 0 Euro (mit Aktivstatus) | 4,50 Euro (ohne) | – |
| ING | 0 Euro (ab 1.000 Euro Eingang) | Future 1 Euro | 4,90 Euro (ohne Eingang) |
| C24 | Smart 0 Euro | Plus 5,90 Euro | Max 9,90 Euro |
| Revolut | Standard 0 Euro | Premium 8,99 Euro | Ultra 65 Euro |
Ein Bezahltarif summiert sich aufs Jahr ordentlich. Aus 4,90 Euro im Monat werden knapp 59 Euro im Jahr, aus einem Metal-Tarif fast 203 Euro. Beim Revolut Ultra sind es sogar 780 Euro jährlich.
| Tarif | pro Monat | x 12 Monate |
|---|---|---|
| N26 Smart | 4,90 Euro | 58,80 Euro |
| N26 Metal | 16,90 Euro | 202,80 Euro |
| C24 Plus | 5,90 Euro | 70,80 Euro |
| Revolut Premium | 8,99 Euro | 107,88 Euro |
| Revolut Ultra | 65,00 Euro | 780,00 Euro |
Ein Bezahltarif rechnet sich nur, wenn du die enthaltenen Leistungen tatsächlich nutzt. Wer zweimal im Jahr in den Urlaub fährt und selten Bargeld zieht, zahlt mit der Gratisvariante von C24 oder Revolut Standard deutlich weniger als mit einem Metal- oder Premium-Tarif.
Welche Banking-App eignet sich am besten fürs Reisen und Ausland?
Beim Reisen zeigt sich, wer sein Geld wert ist. Zwei Gebühren entscheiden alles. Die Fremdwährungsgebühr fällt beim Bezahlen und Abheben in fremder Währung an, und das kostenlose Abhebe-Limit sagt, wie oft du gratis Bargeld ziehst.
C24 ist hier besonders stark, denn dort zahlst du null Prozent Fremdwährungsgebühr, egal in welchem Tarif. Revolut tauscht bei Standard bis 1.000 Euro im Monat zum echten Interbank-Kurs, am Wochenende kommt aber ein Aufschlag von rund einem Prozent dazu. Die DKB hebt mit Aktivstatus weltweit gratis ab, ohne diesen Status werden außerhalb des Euroraums 2,20 Prozent fällig. Genau derselbe Satz gilt bei der ING und bei N26 in den Basis-Modellen.
| Fremdwährungsgebühr | gratis Abheben (Inland) | weltweit gratis? | |
|---|---|---|---|
| N26 Standard | 1,7 % | 2x/Monat | nein |
| DKB (mit Aktivstatus) | 0 % | Visa-Automaten | ja |
| ING | 2,20 % | ab 50 Euro, 97 % der Automaten | nein |
| C24 Smart | 0 % | 4x/Monat | eingeschränkt |
| Revolut Standard | 0 % bis 1.000 Euro | bis 200 Euro/5x | eingeschränkt |
Für Vielreisende ohne Aktivstatus sind C24 und Revolut die günstigste Wahl. Wer regelmäßig 700 Euro auf sein DKB-Konto bekommt, reist mit der DKB Visa weltweit gratis und hat zusätzlich eine etablierte Bank im Rücken.
Wer im Urlaub zweimal am Automaten steht und 2,20 Prozent Gebühr zahlt, hat am Ende der Reise locker 20 bis 30 Euro verschenkt. Das ist Geld, das du besser in die Eiskugeln der Kinder steckst.
Uwe Lätsch, finanda
Welche Banking-App passt zu welchem Nutzertyp?
Es gibt nicht die eine beste App, sondern die beste für deine Situation. Der entscheidende Faktor ist dein Geldeingang. Ab 1.000 Euro im Monat spielst du bei allen mit, darunter musst du genauer hinschauen. Der zweite Faktor ist dein Reiseverhalten, der dritte, ob du nebenbei anlegen willst.
Stell dir vor, du bist 30, hast ein Kind, ein Gehalt von 2.200 Euro netto und willst nicht mehr als nötig für dein Konto ausgeben. Dann bist du bei der ING oder DKB gut aufgehoben, weil du die Eingangs-Hürde locker schaffst und gleichzeitig ein Depot für deine ersten ETF-Sparpläne bekommst. Bist du dagegen selbstständig mit schwankendem Einkommen, fährst dreimal im Jahr in den Urlaub und willst keine Bedingungen, dann ist C24 oder Revolut die bessere Wahl.
Schau, welcher Typ du bist:- Regelmäßiges Gehalt ab 1.000 Euro und alles aus einer Hand: ING oder DKB, weil Girokonto, Tagesgeld und Depot bei einer etablierten deutschen Bank liegen.
- Vielreisender ohne festen Geldeingang: C24 oder Revolut, weil null Prozent Fremdwährungsgebühr und kein Mindesteingang.
- Zinsen aufs Giroguthaben wichtig: C24 mit 0,75 Prozent p.a. auf Giro und Tagesgeld-Pocket.
- Aktien und Krypto in einer App: N26 oder Revolut mit eingebautem Depot und Krypto-Handel.
- Unter 28 Jahren: DKB oder ING, beide dauerhaft kostenlos ohne Bedingung.
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Häufige Fragen
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.