Karte, Depot, Zinsen aufs Cash und Krypto in einer App: Revolut, Trade Republic und Scalable Capital wollen genau das sein. Alle drei sind mittlerweile echte Banken mit eigener Lizenz und Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Trotzdem ticken sie völlig unterschiedlich.
Revolut kommt aus der Reise- und Karten-Ecke, Trade Republic vom günstigen Sparplan-Broker mit Girokonto und Scalable Capital von der aktiven Geldanlage mit verzinstem Tagesgeld. Wer nur ein reines Alltagskonto sucht, ist bei keinem davon perfekt aufgehoben.
Wer steckt hinter Revolut, Trade Republic und Scalable Capital?
Alle drei haben eine Vollbanklizenz und sichern dein Guthaben gesetzlich bis 100.000 Euro ab. Der Unterschied liegt im Sitz und in der Herkunft der jeweiligen App.
Revolut gehört zur Revolut Bank UAB mit Sitz in Vilnius, Litauen, und hat eine EU-Vollbanklizenz der Bank of Lithuania. Die deutsche Niederlassung steht zusätzlich unter BaFin-Aufsicht. Deine Einlagen sind über das litauische System bis 100.000 Euro geschützt. Seit Ende 2024 bekommen Neukunden eine deutsche IBAN, ältere Konten laufen teils noch mit litauischer IBAN. Trade Republic sitzt in Berlin und hat seit Dezember 2023 eine deutsche Vollbanklizenz unter BaFin und EZB. Scalable Capital wurde 2014 in München gegründet und betreibt seit 2025 mit einer eigenen EZB-Lizenz die Scalable Capital Bank GmbH. Bei PRIME+ verteilt Scalable dein Cash sogar auf Partnerbanken und schützt so bis zu 500.000 Euro.
| Revolut | Trade Republic | Scalable Capital | |
|---|---|---|---|
| Sitz | Vilnius, Litauen | Berlin | München |
| Lizenz | EU-Vollbank (Litauen) + BaFin | Deutsche Vollbank (BaFin, EZB) | Eigene EZB-Vollbank seit 2025 |
| Einlagensicherung | bis 100.000 Euro (Litauen) | bis 100.000 Euro | bis 100.000 Euro, mit PRIME+ bis 500.000 Euro |
| Deutsche IBAN | seit Ende 2024 für Neukunden | ja | ja |
Was können Revolut, Trade Republic und Scalable Capital?
Revolut ist am breitesten aufgestellt und mischt Alltagskonto, Reise-Funktionen, Trading und Krypto. Trade Republic und Scalable Capital sind dagegen klar auf Investieren und Sparpläne ausgerichtet, mit Karte und Zinsen als Zugabe.
Revolut bringt Unterkonten und Sparziele, eine Ausgaben-Analyse nach Kategorien, ein Multi-Währungs-Konto sowie Handel mit über 6.000 Aktien, ETFs und Anleihen. Krypto gibt es mit über 80 Währungen. Trade Republic setzt auf kostenlose Sparpläne, Zinsen aufs Cash und clevere Extras wie Saveback und Round-up. Scalable Capital punktet mit einem separaten Tagesgeldkonto, einem Robo-Advisor für die automatische Geldanlage und einer großen Auswahl an Handelsplätzen.
Die Finanda App verbindet Konten, Depot und Versicherungen und zeigt dir Budget, Sparziele und Verträge in Echtzeit.
| Revolut | Trade Republic | Scalable Capital | |
|---|---|---|---|
| Girokonto mit IBAN | ja | ja | Tagesgeld mit IBAN, kein klassisches Giro |
| Debitkarte | Visa/Mastercard | Visa Debit | Visa Debit |
| Aktien/ETF-Handel | über 6.000 Werte | Aktien, ETFs, Derivate | Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen, ELTIFs |
| Sparpläne | eingeschränkt | kostenlos | kostenlos ab 1 Euro |
| Krypto | über 80 Währungen | ja | Krypto-ETPs |
| Zinsen aufs Guthaben | verzinste Sparprodukte | 2,25 Prozent p.a. | 2,50 Prozent p.a. (Tagesgeld) |
| Robo-Advisor | nein | nein | ja |
| Fremdwährung reisen | Kernstärke | 0 Prozent Gebühr | Standard |
Ein Punkt fehlt bei allen dreien: klassisches Multibanking, also alle deine Konten von verschiedenen Banken in einer Übersicht. Wer den kompletten Überblick über sein Geld will, braucht dafür eine eigene Lösung. Ein digitales Haushaltsbuch ist dabei der einfachste Einstieg.
Revolut, Trade Republic und Scalable Capital zeigen dir nur die Konten, die du dort selbst führst. Dein Girokonto bei der Sparkasse, dein Tagesgeld bei der DKB oder dein Depot bei der Comdirect tauchen dort nicht auf. Für den echten Gesamtüberblick brauchst du eine separate Multibanking-App.
Was kosten Revolut, Trade Republic und Scalable Capital im Monat?
Bei den Preisen gibt es einen klaren Unterschied. Trade Republic ist komplett kostenlos, du zahlst nur 1 Euro Fremdkostenpauschale pro Wertpapier-Order. Scalable Capital startet ebenfalls kostenlos, verlangt aber 0,99 Euro pro Trade oder bietet ein Abo für Vieltrader. Revolut arbeitet dagegen mit einem klassischen Stufenmodell vom kostenlosen Standard bis zum teuren Ultra-Tarif.
Bei Revolut kostet Standard 0 Euro, Plus 2,99 Euro, Premium 8,99 Euro, Metal 15,99 Euro und Ultra 65 Euro im Monat. Bei Premium, Metal und Ultra steigen die Preise zwischen Mai und Juli 2026, Standard und Plus bleiben gleich. Scalable bietet FREE Broker kostenlos, PRIME Broker für 2,99 Euro und PRIME+ Broker für 4,99 Euro im Monat mit Trading-Flatrate.
| Revolut | Trade Republic | Scalable Capital | finanda | |
|---|---|---|---|---|
| Kostenloser Tarif | Standard 0 Euro | 0 Euro | FREE 0 Euro | 0 Euro dauerhaft |
| Bezahltarife/Monat | 2,99 bis 65 Euro | keine | 2,99 oder 4,99 Euro | keine für Privatnutzer |
| Kosten pro Order | je Tarif | 1 Euro pauschal | 0,99 Euro (FREE) | kein Handel |
| Depotgebühr | keine | keine | keine | kein Depot |
Ein Rechenbeispiel macht den Unterschied greifbar. Wer bei Revolut den Premium-Tarif wählt, zahlt 8,99 Euro im Monat. Über ein Jahr summiert sich das auf fast 108 Euro, während Trade Republic dich nichts kostet, solange du nicht handelst.
| pro Monat | pro Jahr | |
|---|---|---|
| Revolut Premium | 8,99 Euro | 107,88 Euro |
| Scalable PRIME+ | 4,99 Euro | 59,88 Euro |
| Trade Republic | 0 Euro | 0 Euro |
| finanda | 0 Euro | 0 Euro |
Bringen dir Revolut, Trade Republic oder Scalable Capital die besten Zinsen aufs Guthaben?
Zinsen aufs nicht investierte Geld sind für viele der Knackpunkt. Trade Republic zahlt aktuell 2,25 Prozent pro Jahr auf dein gesamtes Guthaben, ohne Betragsgrenze, täglich berechnet und monatlich ausgezahlt. Scalable Capital bietet ein separates Tagesgeldkonto mit 2,50 Prozent pro Jahr, das für FREE und PRIME+ verfügbar ist.
Beide Zinssätze sind variabel und hängen am EZB-Satz, sie können sich also ändern. Revolut bietet ebenfalls verzinste Sparprodukte mit täglicher Gutschrift, macht aber keine feste allgemeine Rate zum Kernversprechen wie die beiden anderen. Bei einem größeren Cash-Bestand kann der halbe Prozentpunkt Unterschied zwischen Trade Republic und Scalable durchaus ins Gewicht fallen. Ein wichtiger Vorteil bei Scalable PRIME+: Durch die Verteilung auf Partnerbanken ist dein Cash bis zu 500.000 Euro abgesichert statt nur bis 100.000 Euro. Bei größeren Summen ist das ein echtes Argument.
Rechne einmal mit.
- Trade Republic: 2,25 Prozent p.a. auf das komplette Guthaben, ohne Limit, direkt aufs Verrechnungskonto.
- Scalable Capital: 2,50 Prozent p.a. auf einem separaten Tagesgeldkonto mit eigener IBAN.
- Revolut: verzinste Sparprodukte mit täglicher Gutschrift, Rate je nach Tarif und Währung.
- Alle drei Zinssätze sind variabel und an den EZB-Leitzins gekoppelt.
Wer sein Cash nicht anlegt, verliert durch Inflation. Selbst 2,25 Prozent Zinsen sind besser als null auf dem Girokonto.
Uwe Lätsch, finanda
Für wen passen Revolut, Trade Republic und Scalable Capital am besten?
Die Wahl hängt davon ab, was du wirklich brauchst. Wenn du viel reist, mit Fremdwährungen jonglierst und Karte, Krypto und Budgeting in einer App willst, ist Revolut die naheliegende Wahl. Der kostenlose Fremdwährungstausch bis 1.000 Euro pro Monat und die Reise-Funktionen sind hier die Kernstärke.
Willst du günstig und langfristig per Sparplan Vermögen aufbauen und dabei ein kostenloses Girokonto mit Karte haben, führt kaum ein Weg an Trade Republic vorbei. Kostenlose Sparpläne, Saveback und 0 Prozent Fremdwährungsgebühr weltweit machen die App zum günstigen Rundum-Paket fürs Investieren. Bist du dagegen ein aktiver Anleger, der oft handelt, verschiedene Handelsplätze nutzen und sein Cash gut verzinst haben will, spielt Scalable Capital seine Stärken aus.
Darauf kommt es an.
- Reisende und Fremdwährungs-Nutzer: Revolut, dank Multi-Währungs-Konto und günstigem Devisentausch.
- Sparplan-Sparer mit Wunsch nach kostenlosem Girokonto: Trade Republic.
- Aktive Anleger und Vieltrader mit Zins-Fokus: Scalable Capital, vor allem mit PRIME+.
- Alle, die den Überblick über ihr komplettes Geld wollen: eine Multibanking-App wie finanda.
Genau die Multibanking-Lücke schließt finanda. Die App ist für Privatnutzer dauerhaft kostenlos, bindet über PSD2 mehrere Banken ein und packt Giro-, Spar- und Depotkonten in ein digitales Haushaltsbuch in Echtzeit. Dazu erkennt sie Verträge und Abos mit Sparpotenzial, gibt eine Versicherungsübersicht und läuft auf Servern ausschließlich in Deutschland. Der Zugang läuft meist über einen Einladungscode eines Beraters, der öffentliche Code 111790 steht auf finanda.de.
finanda ist für Privatnutzer dauerhaft kostenlos. Du verbindest deine Konten über PSD2, siehst alle Giro-, Spar- und Depotkonten in einer Übersicht und erkennst Verträge mit Sparpotenzial. Der öffentliche Einladungscode lautet 111790.
Häufige Fragen
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.