Steuerbot und Taxfix versprechen beide das Gleiche: Steuererklärung per Frage-Antwort-Prinzip, ganz ohne Formular-Chaos. Steuerbot nimmt dich per Chat an die Hand und kostet als Festpreis 39,99 Euro pro Steuerjahr. Taxfix führt dich durch rund 70 Fragen und startet bei 49,99 Euro einmalig oder 39,99 Euro im Abo.
Der große Unterschied steckt im Detail. Steuerbot ist der Spezialist für einfache Arbeitnehmer-Fälle. Taxfix kann mehr, etwa Vermietung und Kapitalerträge, kostet dafür aber schnell mehr. Welche App zu dir passt, hängt komplett davon ab, wie kompliziert deine Steuer wirklich ist.
Wie funktionieren Steuerbot und Taxfix?
Beide Apps werfen dir keine Steuerformulare vor den Latz. Stattdessen stellen sie dir Fragen und bauen im Hintergrund deine Erklärung zusammen. Du brauchst kein Vorwissen, nur deine Unterlagen und etwas Zeit. Der Unterschied liegt im Gefühl beim Ausfüllen.
Steuerbot fühlt sich an wie eine WhatsApp-Unterhaltung, Taxfix eher wie ein sauber gestalteter Fragebogen. Beide gibt es für iOS, Android und im Browser, beide übermitteln deine Erklärung direkt über die ELSTER-Schnittstelle ans Finanzamt. Welcher Stil dir besser liegt, merkst du spätestens nach den ersten fünf Minuten.
Steuerbot
Steuerbot läuft komplett als Chat. Der Bot stellt dir einfache Fragen, du antwortest, fertig. Das Ganze dauert meist 20 bis 30 Minuten. Deine Daten aus dem Vorjahr werden übernommen, und über den Datenabruf beim Finanzamt kommt deine Erklärung schon halb vorausgefüllt bei dir an.
Hinter der App steckt die Steuerbot GmbH aus Fellbach bei Stuttgart. Laut Anbieter nutzen über 400.000 Menschen die App. Wenn du irgendwo hängst, hilft dir ein Experten-Support weiter. Für alle, die Steuer bisher gehasst haben, ist dieser lockere Chat-Ansatz ein echter Gamechanger.
Die Finanda App verbindet Konten, Depot und Versicherungen und zeigt dir Budget, Sparziele und Verträge in Echtzeit.
| Preis | 39,99 € pro Steuerjahr (Testen kostenlos) |
| Konzept | Chat-App, Frage-Antwort |
| Für wen | Arbeitnehmer, einfache Fälle |
| Plattform | iOS, Android, Web |
| Abgabe | direkt per ELSTER |
Taxfix
Taxfix arbeitet mit rund 70 personalisierten Fragen. Die App fragt nur das ab, was auf deine Situation passt, und du musst kein einziges Formular kennen. Belege lädst du direkt hoch. Das Prinzip führt dich sauber durch, auch wenn dein Fall etwas mehr Ecken hat.
Der Anbieter sitzt in Berlin. Taxfix bietet zwei Wege an: In der Basic-Variante füllst du selbst aus, bei Expert übernimmt ein Steuerprofi die ganze Arbeit für dich. Diese Wahlmöglichkeit macht Taxfix flexibler, gerade wenn du dir bei manchen Punkten unsicher bist. Das führt uns direkt zur Frage, was das alles kostet.
| Preis | 49,99 € einmalig / 39,99 € im Abo |
| Konzept | Frage-Antwort-App |
| Für wen | Arbeitnehmer, eingeschränkt Selbstständige |
| Plattform | iOS, Android, Web |
| Abgabe | direkt per ELSTER |
Was kosten Steuerbot und Taxfix?
Beim Preis trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Beide Apps berechnen deine voraussichtliche Erstattung kostenlos, du zahlst erst, wenn du wirklich abgibst. So siehst du vorher, ob sich der Aufwand lohnt.
Steuerbot fährt einen simplen Festpreis, Taxfix staffelt nach Variante und Veranlagungsart. Wer zusammen mit Partnerin oder Partner abgibt, zahlt bei Taxfix deutlich mehr. Ein direkter Blick auf die Zahlen für das Steuerjahr 2026.
| Steuerbot | Taxfix | |
|---|---|---|
| Einzelveranlagung | 39,99 Euro Festpreis | 49,99 Euro einmalig oder 39,99 Euro im Abo |
| Gemeinsame Veranlagung | 39,99 Euro Festpreis | 69,99 Euro einmalig oder 59,99 Euro im Abo |
| Mit Steuerprofi | nicht verfügbar | Expert ab 99,99 Euro |
| Vorab-Erstattung | kostenlos | kostenlos |
| Zahlung | erst bei Abgabe, nur Bankeinzug | bei Basic erst bei Abgabe |
Steuerbot
Steuerbot kostet 39,99 Euro pro Steuerjahr, egal ob du allein oder gemeinsam abgibst. Bezahlt wird erst bei der tatsächlichen Abgabe, und zwar nur per Bankeinzug. Liegt deine erwartete Erstattung unter 50 Euro und besteht keine Abgabepflicht, ist die Abgabe sogar kostenlos.
Es gibt noch die Option „Später zahlen“ für 35 Euro plus 10 Prozent der Erstattung. Bei 1.000 Euro Erstattung zahlst du so rund 135 Euro statt der 39,99 Euro. Diese Variante lohnt sich nur, wenn du gerade wirklich keinen Cent übrig hast, sonst ist sie schlicht zu teuer.
Taxfix
Taxfix Basic kostet für die Einzelveranlagung 49,99 Euro einmalig oder 39,99 Euro pro Jahr im Abo. Bei der gemeinsamen Veranlagung sind es 69,99 Euro einmalig oder 59,99 Euro im Abo. Das Abo ist günstiger, bindet dich aber. Rechne durch, ob du auch nächstes Jahr wieder abgibst.
Willst du dir alles abnehmen lassen, greift die Expert-Variante ab 99,99 Euro. Dann macht ein Steuerprofi deine Erklärung. Das ist mehr als das Doppelte des Basic-Preises, aber für komplizierte Fälle oder pure Bequemlichkeit ein faires Angebot. Ob dein Fall überhaupt in eine der Apps passt, zeigt der nächste Abschnitt.
Das Taxfix-Abo spart dir 10 Euro im Jahr, verlängert sich aber automatisch. Wenn du nur einmalig abgibst oder noch nicht weißt, ob du nächstes Jahr wieder dabei bist, nimm lieber die Einmalzahlung. Kündigen musst du sonst aktiv vor dem nächsten Abrechnungsdatum.
Welche Steuerfälle decken Steuerbot und Taxfix ab?
Hier zeigt sich der eigentliche Unterschied. Steuerbot deckt einfache Arbeitnehmer-Situationen ab, Taxfix greift ein Stück weiter und packt auch Vermietung und Kapitalerträge. Bevor du dich entscheidest, solltest du ehrlich prüfen, wie dein Steuerfall aussieht.
Beide Apps stoßen an Grenzen. Auslandseinkünfte oder mehrere Wohnsitze sind bei beiden außen vor. Wer selbstständig ist, muss besonders genau hinschauen, denn hier machen die Apps deutliche Unterschiede.
| Steuerbot | Taxfix | |
|---|---|---|
| Arbeitnehmer | ja | ja |
| Vermietung | nein | ja |
| Kapitalerträge | nein | ja |
| Nebenjob | eingeschränkt | ja |
| Selbstständigkeit | nein | nur vereinfacht (Kleinunternehmer) |
| Auslandseinkünfte | nein | nein |
Steuerbot
Steuerbot ist der Spezialist für den klassischen Arbeitnehmer-Fall. Wenn du Lohn beziehst und deine üblichen Ausgaben absetzen willst, passt das perfekt. Für Auszubildende, Studierende, Rentner und Familien mit Kindern ist die App wie gemacht.
Das deckt Steuerbot ab:
- Werbungskosten (zum Beispiel Arbeitsmittel, Fachliteratur)
- Pendlerpauschale
- Sonderausgaben
- außergewöhnliche Belastungen
- Kinder und Familie
Sobald es komplizierter wird, ist Schluss. Selbstständige, Freiberufler, Gewerbetreibende, Vermieter und alle mit Auslandseinkünften finden bei Steuerbot keine Lösung. Für diese Fälle brauchst du eine andere Software oder gleich einen Steuerberater.
Taxfix
Taxfix kann alles, was Steuerbot kann, und noch ein Stück mehr. Neben den klassischen Arbeitnehmer-Themen deckt die App auch Einnahmen aus Vermietung und Kapitalerträge ab. Das macht sie zur besseren Wahl, wenn dein Leben finanziell etwas bunter ist.
Das deckt Taxfix ab:
- Arbeitnehmereinkünfte
- Vermietung und Verpachtung
- Kapitalerträge
- Nebentätigkeit
- Elterngeld und Arbeitslosengeld
- vereinfachte Selbstständigkeit für Kleinunternehmer
Auch Taxfix hat Grenzen. Komplexe Selbstständigkeit wird nur eingeschränkt abgebildet, richtig knifflige Konstellationen bleiben außen vor. Mehrere Wohnsitze und Auslandseinkünfte gehen ebenfalls nicht. In solchen Fällen führt kein Weg an klassischer Steuersoftware oder Beratung vorbei.
Wer eine Wohnung vermietet oder Dividenden kassiert, ist bei Steuerbot schlicht falsch. Taxfix ist dann die ehrlichere Wahl, auch wenn sie mehr kostet.
Uwe Lätsch, finanda
Für wen lohnt sich Steuerbot oder Taxfix?
Am Ende zählt dein persönlicher Steuerfall. Steuerbot punktet mit dem festen Preis und der lockeren Chat-Bedienung, Taxfix mit der größeren Reichweite bei den Steuerarten. Beide sparen dir den Gang durch die ELSTER-Formularwüste, aber nur wenn dein Fall in die jeweilige App passt.
Schau dir deine Situation ehrlich an. Hast du nur Lohn, Kinder und vielleicht eine Fortbildung abzusetzen? Oder kommen Mieteinnahmen, ein Depot oder ein Nebenjob dazu? Genau das entscheidet.
Steuerbot (39,99 Euro Festpreis): Du bist Arbeitnehmer, Azubi, Student oder Rentner mit einem einfachen Fall. Auch für Paare mit gemeinsamer Veranlagung ohne Sondereinkünfte günstiger als Taxfix.
Taxfix Basic (ab 39,99 Euro im Abo): Du hast Mieteinnahmen, Kapitalerträge, einen Nebenjob oder bist Kleinunternehmer. Auch wenn du dir bei manchen Punkten unsicher bist und lieber mehr Fragen beantwortest.
Taxfix Expert (ab 99,99 Euro): Du willst dir alles abnehmen lassen und ein Steuerprofi soll deine Erklärung machen.
Keine der beiden Apps: Du bist richtig selbstständig, hast Auslandseinkünfte oder mehrere Wohnsitze. Hier brauchst du eine Vollsoftware oder einen Steuerberater.
Einen breiteren Überblick über den Markt bekommst du bei den besten Steuer-Apps im Vergleich. Dort findest du auch Alternativen, falls weder Steuerbot noch Taxfix zu deiner Situation passt. Probiere beide Apps ruhig aus, denn die Erstattungsberechnung ist bei beiden kostenlos, du zahlst erst bei der Abgabe.
Häufige Fragen
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.