Finanzguru und Finanzfluss Copilot wollen beide dein Geld an einem Ort bündeln, gehen dabei aber komplett andere Wege. Finanzguru bringt dir Multibanking, Vertragserkennung und Kündigung per Fingertipp. Finanzfluss Copilot ist ein Vermögens- und Depottracker für Anleger, der dein Portfolio in Echtzeit auswertet.
Welche App besser zu dir passt, hängt davon ab, ob du deine Alltagsfinanzen im Griff haben willst oder deine Investments verfolgst. Beide starten kostenlos, verstecken die spannenden Funktionen aber hinter einem Abo. Die dwins GmbH aus Frankfurt steckt hinter Finanzguru, die Finflow GmbH aus Berlin hinter dem Copilot.
Wer steckt hinter den beiden Anbietern?
Finanzguru ist eine Multibanking-App, die alle deine Konten zusammenführt und dabei automatisch Verträge und Abos erkennt. Anbieter ist die dwins GmbH aus Frankfurt am Main, die von der BaFin reguliert wird. Die Basisversion ist dauerhaft kostenlos, der Plus-Tarif startet ab 2,99 Euro pro Monat. Verdient wird zusätzlich an Vermittlungsprovisionen, etwa wenn du über die App eine Versicherung oder einen Vertrag wechselst.
Finanzfluss Copilot kommt aus dem Umfeld des bekannten Finanzbildungsportals Finanzfluss und wird von der Finflow GmbH aus Berlin betrieben. Der Copilot ist ein Portfolio- und Vermögenstracker mit Multibanking, aber weder Bank noch Broker. Er liest deine Daten nur, Transaktionen sind nicht möglich. Die Basisversion ist kostenlos, Copilot PLUS kostet 8,99 Euro pro Monat oder 69,99 Euro pro Jahr. Der Datenimport läuft über wealthAPI, einen BaFin-regulierten Kontoinformationsdienst. Beide Apps setzen auf deutsche Server und regulierte Anbieter, verfolgen aber unterschiedliche Ziele.
Die Finanda App verbindet Konten, Depot und Versicherungen und zeigt dir Budget, Sparziele und Verträge in Echtzeit.
| Finanzguru | Finanzfluss Copilot | |
|---|---|---|
| Anbieter | dwins GmbH, Frankfurt | Finflow GmbH, Berlin |
| Typ | Multibanking mit Vertragsservice | Vermögens- und Depottracker |
| Kostenlos nutzbar | ja, Basisversion | ja, Basisversion |
| Bezahltarif | Plus ab 2,99 Euro/Monat | PLUS 8,99 Euro/Monat |
| Reguliert | BaFin | Import über wealthAPI (BaFin) |
| Serverstandort | Deutschland | Deutschland |
Was können die beiden Anbieter im direkten Vergleich?
Finanzguru ist stark, wenn es um Verträge, Abos und deinen Zahlungsverkehr geht. Du siehst deine Kontobewegungen, bekommst wiederkehrende Zahlungen automatisch erkannt und kannst Verträge direkt per Fingertipp kündigen. Dazu gibt es einen Versicherungscheck, der Lücken und teure Policen aufspürt. Über 3.000 Banken lassen sich anbinden, was im deutschen Markt kaum ein Anbieter schlägt.
Finanzfluss Copilot glänzt beim Thema Vermögen. Die App trackt dein Depot in Echtzeit, egal ob Aktien, ETFs, Fonds, Krypto, Immobilien oder Rohstoffe. Ein Dividenden-Dashboard mit Kalender zeigt dir, wann welche Ausschüttung kommt. Girokonten, Kreditkarten und Kryptobörsen lassen sich verknüpfen, und wo eine automatische Anbindung fehlt, hilfst du mit manueller Eingabe oder PDF-Import nach. Ein digitales Haushaltsbuch für den Überblick über Einnahmen und Ausgaben findest du in beiden Apps, wobei der Copilot beim Haushaltsbuch führen weniger Tiefe bietet als beim Depottracking.
| Finanzguru | Finanzfluss Copilot | |
|---|---|---|
| Multibanking | über 3.000 Banken | über 350 Banken und Anbieter |
| Depot- und Wertpapiertracking | vorhanden | Echtzeit, sehr detailliert |
| Automatische Kategorisierung | ja | ja |
| Vertrags- und Abo-Erkennung | ja | nein |
| Vertragskündigung per Fingertipp | ja, kostenlos | nein |
| Versicherungscheck | ja | nein |
| Dividenden-Dashboard | nein | ja, mit Kalender |
| Index-Vergleich | nein | ja (PLUS) |
| Krypto | ja | ja, inkl. Börsen |
Das Muster ist eindeutig: Finanzguru hilft dir, im Alltag Geld zu sparen und Verträge loszuwerden. Der Copilot zeigt dir, wie sich dein Vermögen entwickelt und was deine Anlagen abwerfen. Wer beides braucht, muss abwägen oder beide Apps kombinieren.
Finanzguru dreht sich um deinen Alltag: Ausgaben, Abos, Verträge. Finanzfluss Copilot dreht sich um dein Vermögen: Depot, Dividenden, Rendite. Beide Apps lösen echte Probleme, aber für unterschiedliche Menschen.
Was kosten die beiden Anbieter im Vergleich?
Beide Apps starten kostenlos, doch die spannenden Funktionen kosten Geld. Bei Finanzguru bekommst du in der Free-Version schon Multibanking, Kategorisierung, Vertragserkennung und die Kündigung per Fingertipp. Deckel gibt es bei der Historie, du siehst nur die letzten drei Monate, und du hast nur ein einziges Budget. Der Plus-Tarif startet ab 2,99 Euro pro Monat, wobei der Preis durch laufende A/B-Tests des Anbieters schwankt. Im App Store tauchen auch höhere Preise auf, der Jahrespreis liegt laut App Store bei rund 29,99 Euro.
Finanzfluss Copilot ist im Bezahltarif deutlich teurer. Copilot PLUS kostet 8,99 Euro pro Monat, im Jahresabo zahlst du 69,99 Euro, was auf 5,83 Euro pro Monat hinausläuft. Sieben Tage kannst du gratis testen. Der Preisunterschied fällt vor allem im Jahresvergleich auf.
| Finanzguru | Finanzfluss Copilot | |
|---|---|---|
| Basisversion | dauerhaft kostenlos | kostenlos |
| Bezahltarif monatlich | ab 2,99 Euro (variiert) | 8,99 Euro |
| Bezahltarif jährlich | rund 29,99 Euro (variiert) | 69,99 Euro |
| Kostenlos testen | 7 Tage | 7 Tage |
| Kündbar | monatlich | monatlich |
Beim Copilot lässt sich mit dem Jahresabo ordentlich sparen. Rechnest du die Zahlen durch, wird der Vorteil schnell sichtbar.
| Zahlweise | Rechnung | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|
| Monatlich Copilot PLUS | 8,99 Euro x 12 | 107,88 Euro |
| Jährlich Copilot PLUS | 69,99 Euro | 69,99 Euro |
| Ersparnis | 107,88 minus 69,99 | 37,89 Euro |
Rechnest du Finanzguru Plus mit rund 29,99 Euro im Jahr dagegen, ist die Alltags-App klar günstiger als der Copilot. Dafür bekommst du beim Copilot ein Werkzeug, das voll auf Investments ausgelegt ist. Ob dir das den Aufpreis wert ist, hängt an deinem Depot.
Wer sein Depot ernsthaft verfolgt, zahlt für den Copilot gerne 70 Euro im Jahr. Wer nur Abos loswerden will, braucht das nicht.
Uwe Lätsch, finanda
Wie sicher sind deine Daten bei den beiden Anbietern?
Beim Datenschutz nehmen sich beide Apps wenig. Finanzguru speichert deine Daten auf Servern in Deutschland, verschlüsselt sie mit AES und untersteht als Anbieter der BaFin-Regulierung. Damit gelten strenge deutsche und europäische Standards. Dein Kontozugriff läuft über die geregelte PSD2-Schnittstelle, also die europäische Vorgabe für sicheres Open Banking, bei dem Banken verpflichtet sind, Drittanbietern kontrollierten Zugang zu gewähren.
Finanzfluss Copilot speichert deine Daten ebenfalls verschlüsselt auf deutschen Servern. Der entscheidende Punkt: Der Copilot hat nur Lesezugriff. Er kann keine Transaktionen auslösen, keine Überweisungen und keine Wertpapierorders. Der Datenimport läuft über wealthAPI, einen BaFin-regulierten Kontoinformationsdienst. Dein Multibanking hängt damit an diesem Drittanbieter, was ein offener Punkt bleibt, wenn dort mal eine Bank nicht sauber angebunden ist.
Finanzfluss Copilot hat ausschließlich Lesezugriff auf deine Konten. Das bedeutet: Die App kann nichts an deinem Geld bewegen, egal was passiert. Finanzguru hat als regulierter Anbieter mehr Zugriffstiefe, ist dafür aber selbst BaFin-beaufsichtigt.
Für die meisten Nutzer ist der reine Lesezugriff des Copilot ein Plus. Finanzguru bietet mehr Funktionen und dadurch mehr Angriffsfläche, ist aber selbst reguliert und in Deutschland gehostet. Sicherheitstechnisch fahren beide Apps auf einem soliden Niveau, das für den Alltag ausreicht.
Für wen eignet sich Finanzguru?
Finanzguru passt zu dir, wenn dein Alltag im Mittelpunkt steht. Du willst deine Ausgaben im Griff haben, teure Abos loswerden und Verträge bequem kündigen. Die kostenlose Version reicht dafür oft schon aus, weil Multibanking, Kategorisierung und die Kündigung ohne Aufpreis dabei sind. Stell dir vor, du zahlst seit zwei Jahren für ein Streaming-Abo, das du kaum nutzt: Finanzguru zeigt dir das auf einen Blick und lässt dich direkt kündigen.
Finanzfluss Copilot ist die richtige App für Anleger und Sparer. Wenn du ein Depot hast, ETFs besparst oder Krypto hältst und alles an einem Ort verfolgen willst, spielt der Copilot seine Stärke aus. Das Depot- und Wertpapiertracking in Echtzeit, das Dividenden-Dashboard und die Index-Vergleiche sind auf dich zugeschnitten. Für reine Alltagsfinanzen ist der Copilot dagegen überdimensioniert und zu teuer. Wer schlicht einen dauerhaft kostenlosen Überblick über alle Konten sucht, ohne Abo und ohne Funktionen hinter der Paywall, findet mit finanda aus München eine echte Alternative zu Finanzguru. Die App bietet Multibanking, ein digitales Haushaltsbuch in Echtzeit, automatische Kategorisierung sowie eine Vertrags- und Versicherungsübersicht und ist für Endnutzer dauerhaft kostenlos, mit Servern ausschließlich in Deutschland.
Bei finanda läuft der Zugang meist über einen Einladungscode eines Beraters. Öffentlich verfügbar ist der Code 111790 auf finanda.de. Sparziele sind noch in Arbeit, eine rechtssichere Kündigung wie bei Finanzguru ist nicht belegt. Für den reinen Überblick ohne laufende Kosten ist die App aber stark aufgestellt.
Sortiert nach Nutzertyp ergibt sich ein klares Bild.
- Alltag, Ausgaben und Vertragswust im Griff behalten: Finanzguru.
- Depot, Vermögen und Dividenden auswerten: Finanzfluss Copilot.
- Nur einen kostenlosen Überblick über alle Konten wollen: finanda.
- Beides brauchen: Alltags-App mit Trackingfokus kombinieren.
Lade dir die App, die zu deiner Situation passt, kostenlos herunter und teste sie sieben Tage lang. Beide bieten eine Probezeit ohne Risiko, und du merkst schnell, ob die Funktionen deinen Alltag wirklich erleichtern.
Häufige Fragen
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.