Taxfix und Zasta wollen beide deine Steuererklärung erledigen, gehen dabei aber komplett unterschiedliche Wege. Bei Taxfix tippst du dich selbst durch rund 70 Fragen und zahlst einen Festpreis. Bei Zasta übernehmen echte Steuerberater die Arbeit, die Gebühr hängt an deiner Erstattung.
Für Arbeitnehmer sind beide interessant, für Selbstständige eher nicht. Welche App bei dir das Rennen macht, hängt an deinem Fall, deinem Budget und daran, wie viel du selbst machen willst.
Wie funktionieren Taxfix und Zasta?
Beide Apps bringen dich ohne Formular-Kenntnisse zur fertigen Steuererklärung, nur die Rollenverteilung unterscheidet sich stark. Taxfix setzt auf dich als aktiven Ausfüller. Zasta nimmt dir fast alles ab und schiebt die eigentliche Arbeit zu echten Steuerberatern.
Dieser Unterschied entscheidet, wie viel Zeit du investierst und wie viel Kontrolle du behältst. Bei Taxfix hast du jede Antwort selbst in der Hand. Bei Zasta ruft der Service deine Steuerdaten automatisch beim Finanzamt ab, du beantwortest nur noch ein paar Ergänzungsfragen und lehnst dich zurück.
Taxfix
Taxfix ist eine Frage-Antwort-App aus Berlin, die dich durch rund 70 personalisierte Fragen führt. Du beantwortest sie in Alltagssprache, lädst deine Belege hoch und die App baut daraus die Steuererklärung. Über die ELSTER-Schnittstelle geht das Ganze direkt ans Finanzamt.
Deine voraussichtliche Erstattung rechnet dir Taxfix kostenlos aus, bevor du zahlst. In der Variante Basic füllst du selbst aus, mit Expert übernimmt ein Steuerprofi. Die App läuft auf iOS, Android und im Web.
Die Finanda App verbindet Konten, Depot und Versicherungen und zeigt dir Budget, Sparziele und Verträge in Echtzeit.
| Preis im Jahr 2026 | ab 39,99 Euro pro Jahr (Basic-Abo) |
| Konzept | Frage-Antwort, du füllst selbst aus |
| Für wen | Arbeitnehmer, Familien, Studierende, Rentner, Vermieter |
| Plattform | iOS, Android, Web |
| Abgabe | direkt über ELSTER-Schnittstelle |
Zasta
Zasta aus Rostock arbeitet nach dem Prinzip „erledigt für dich“. Echte Steuerberater erstellen und prüfen deine Erklärung, während Zasta deine Steuerdaten automatisch beim Finanzamt abruft. Du meldest dich in wenigen Minuten an und beantwortest nur ein paar Ergänzungsfragen.
Den Rest macht der Steuerberater, der die Erklärung am Ende auch direkt einreicht. Die Bescheidprüfung ist dabei, dein Eigenaufwand bleibt winzig. Eine kostenlose Erstattungsschätzung siehst du, bevor du dich entscheidest.
| Preis im Jahr 2026 | erfolgsabhängig nach StBVV, Mindestgebühr 50 Euro |
| Konzept | Steuerberater erledigt alles für dich |
| Für wen | Arbeitnehmer, Studierende und Rentner mit einfachen Fällen |
| Plattform | iOS, Android, Web |
| Abgabe | Steuerberater übermittelt ans Finanzamt |
Was kosten Taxfix und Zasta?
Beim Preis prallen zwei Welten aufeinander. Taxfix nennt dir einen festen Betrag, egal wie hoch deine Erstattung ausfällt. Zasta rechnet erfolgsabhängig ab, deine Gebühr hängt also direkt an dem Geld, das du zurückbekommst.
Das macht bei kleinen Erstattungen einen großen Unterschied. Bei Zasta zahlst du unter 100 Euro Erstattung gar nichts. Bei einer hohen Rückzahlung wird die prozentuale Gebühr dagegen schnell teurer als der Festpreis von Taxfix. Rechne das für deinen Fall durch, bevor du dich festlegst.
| Taxfix | Zasta | |
| Preismodell | fester Betrag | erfolgsabhängig |
| Einzelveranlagung | 49,99 Euro einmalig oder 39,99 Euro im Abo | keine Fixpreise, StBVV-basiert |
| Gemeinsame Veranlagung | 69,99 Euro einmalig oder 59,99 Euro im Abo | keine Fixpreise, StBVV-basiert |
| Mit Steuerprofi | Expert ab 99,99 Euro | immer inklusive |
| Bei kleiner Erstattung | voller Festpreis fällig | unter 100 Euro komplett kostenlos |
| Erstattungsberechnung | kostenlos | kostenlos, Mindestgebühr 50 Euro |
Taxfix
Bei Taxfix weißt du vorher, was du zahlst. Die Einzelveranlagung Basic kostet 49,99 Euro einmalig oder 39,99 Euro pro Jahr im Abo. Für die gemeinsame Veranlagung als Paar zahlst du 69,99 Euro einmalig oder 59,99 Euro im Abo. Willst du, dass ein Steuerprofi übernimmt, startet Expert bei 99,99 Euro.
Bei Basic zahlst du erst bei der Abgabe. Das Abo lohnt sich, wenn du Taxfix jedes Jahr nutzt. Der beworbene Durchschnitt der Erstattung liegt bei rund 1.240 Euro, bei dem Betrag ist der Festpreis ein fairer Deal.
Zasta
Zasta rechnet erfolgsabhängig auf Basis der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) ab. Das ist die gesetzlich geregelte Gebührenordnung für Steuerberater in Deutschland. Die Erstattungsberechnung ist kostenlos, die Mindestgebühr liegt bei 50 Euro. Fällt deine Erstattung unter 100 Euro, ist der Service komplett kostenlos. Real landest du grob bei 20 bis 30 Prozent der Erstattung.
Bei 1.000 Euro Erstattung sind das ungefähr 200 bis 300 Euro Gebühr. Du zahlst nur, wenn du das Angebot annimmst, und die Gebühr lässt sich direkt mit der Erstattung verrechnen. Die finale Gebühr siehst du allerdings erst, nachdem das Angebot vorliegt. Bei einer hohen Erstattung ist das deutlich teurer als jeder Festpreis.
Bei einer Erstattung von 500 Euro zahlst du bei Zasta rund 100 bis 150 Euro, bei Taxfix Basic im Abo nur 39,99 Euro. Bei einer Erstattung unter 100 Euro ist Zasta dagegen kostenlos, Taxfix kostet immer den vollen Festpreis. Rechne deinen Fall durch, bevor du dich entscheidest.
Welche Steuerfälle decken Taxfix und Zasta ab?
Beide Apps sind auf Arbeitnehmer zugeschnitten, doch Taxfix greift breiter. Vermietung und Kapitalerträge sind bei Taxfix drin, Zasta konzentriert sich fast ausschließlich auf nichtselbstständige Arbeit.
Für Selbstständige mit vollem Programm ist keine der beiden gedacht. Bei Auslandseinkünften oder mehreren Wohnsitzen stoßen beide an ihre Grenzen. Wer einen komplexen Fall hat, braucht am Ende einen klassischen Steuerberater.
Taxfix
Taxfix deckt eine ordentliche Breite an Einkünften ab und passt für die meisten Standardfälle. Auch Vermieter und Leute mit Kapitalerträgen kommen hier klar. Selbstständigkeit geht nur eingeschränkt, etwa bei Kleinunternehmern.
Das deckt Taxfix ab:
- Arbeitnehmereinkünfte
- Vermietung und Verpachtung
- Kapitalerträge
- Nebentätigkeit
- Elterngeld und Arbeitslosengeld
- vereinfachte Selbstständigkeit (Kleinunternehmer)
Nicht ausreichend ist Taxfix bei mehreren Wohnsitzen, Auslandseinkünften und komplexen Konstellationen. Wer voll selbstständig ist oder Einkünfte aus dem Ausland hat, ist hier falsch aufgehoben.
Zasta
Zasta ist ganz auf Arbeitnehmer fokussiert. Der Schwerpunkt liegt auf Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit, dazu kommen die typischen Abzugsposten. Die Bescheidprüfung ist immer dabei, der Steuerberater schaut sich also auch den Bescheid vom Finanzamt an.
Das deckt Zasta ab:
- Werbungskosten
- Pendlerpauschale
- Homeoffice-Pauschale
- Sonderausgaben
- außergewöhnliche Belastungen
- haushaltsnahe Leistungen
- Bescheidprüfung inklusive
Für Selbstständige und Freiberufler ist Zasta nicht gemacht. Bei Vermietung ist es kaum sinnvoll, bei Auslandseinkünften genauso wenig. Zasta spielt seine Stärke bei sauberen Arbeitnehmer-Fällen aus, nicht bei Sonderkonstruktionen.
Wer bei Zasta eine Erstattung von 1.000 Euro bekommt, zahlt dafür bis zu 300 Euro Gebühr. Das ist kein Fehler im System, sondern das Geschäftsmodell.
Uwe Lätsch, finanda
Für wen lohnt sich Taxfix oder Zasta?
Die Wahl hängt daran, wie viel du selbst machen willst und wie hoch deine Erstattung ausfällt. Taxfix belohnt dich mit einem günstigen Festpreis, wenn du bereit bist, selbst zu tippen. Zasta nimmt dir die Arbeit ab, kostet bei hoher Erstattung aber spürbar mehr.
Beide bieten eine kostenlose Erstattungsberechnung. Schau dir beide Varianten an, bevor du dich festlegst. Wer seine Ausgaben das ganze Jahr über im Blick behalten will, kann dafür eine passende Steuer-App nutzen, das erleichtert später auch die Steuererklärung.
Taxfix passt zu dir, wenn du selbst ausfüllen willst, einen kalkulierbaren Festpreis suchst oder Vermietung und Kapitalerträge in deiner Erklärung hast. Zasta passt zu dir, wenn du möglichst wenig selbst machen willst, einen echten Steuerberater bevorzugst oder deine Erstattung gering oder unsicher ist.
So entscheidest du dich richtig:
- Taxfix passt, wenn du selbst ausfüllen willst und einen festen, kalkulierbaren Preis suchst.
- Taxfix ist die bessere Wahl bei hoher Erstattung, weil der Festpreis dann günstiger bleibt.
- Taxfix gewinnt bei Vermietung, Kapitalerträgen oder gemeinsamer Veranlagung als Paar.
- Zasta lohnt sich, wenn du möglichst wenig selbst machen willst und echte Steuerberater bevorzugst.
- Zasta ist top bei kleiner oder unsicherer Erstattung, weil du unter 100 Euro nichts zahlst.
- Zasta passt für reine Arbeitnehmer-Fälle mit Werbungskosten und den üblichen Abzugsposten.
Für Selbstständige mit vollem Umfang, Auslandseinkünfte oder mehrere Wohnsitze taugt keine der beiden. In solchen Fällen führt kein Weg an einem klassischen Steuerberater vorbei. Starte jetzt mit der kostenlosen Erstattungsberechnung bei der App, die besser zu deinem Fall passt, und schau, was für dich drin ist.
Häufige Fragen
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.