Steuererklärung per App, das klingt nach einer entspannten Sache, und Taxfix sowie CHECK24 machen genau das möglich. Beide führen dich per Frage-Antwort durch deine Einkommensteuererklärung und schicken alles direkt ans Finanzamt. Der größte Unterschied steckt im Preis: CHECK24 ist komplett kostenlos, Taxfix kostet dich je nach Fall zwischen 39,99 und knapp 100 Euro.
Beide Apps richten sich an Arbeitnehmer, Studierende, Rentner, Vermieter und Kapitalanleger. Wer selbstständig ist oder Auslandseinkünfte hat, stößt bei beiden an Grenzen. Welche App für dich die bessere Wahl ist, hängt an ein paar Details, die den Unterschied machen.
Wie funktionieren Taxfix und CHECK24?
Beide Apps folgen dem gleichen Grundprinzip: Du beantwortest einfache Fragen, die App füllt im Hintergrund die richtigen Steuerformulare aus und übermittelt am Ende alles über die ELSTER-Schnittstelle ans Finanzamt. ELSTER ist das offizielle elektronische Übermittlungssystem der deutschen Finanzverwaltung. Kein Fachwissen nötig, keine kryptischen Formularnummern.
Der Unterschied liegt im Detail. Taxfix setzt voll auf das schlanke Frage-Antwort-Prinzip, CHECK24 packt zusätzlich Beleg-Fotoerkennung, automatischen Steuerdatenabruf und einen KI-Steuerberater dazu. Welche Technik dir im Alltag mehr bringt, hängt davon ab, wie du arbeitest.
Taxfix
Taxfix stellt dir rund 70 personalisierte Fragen und baut daraus deine komplette Steuererklärung. Du lädst deine Belege hoch, beantwortest die Fragen in verständlicher Sprache, fertig. Die App läuft auf iOS, Android und im Browser, sodass du zwischen Handy und Laptop wechseln kannst. Deine voraussichtliche Erstattung berechnet Taxfix kostenlos, bevor du überhaupt etwas zahlst. In der Basic-Variante blätterst du erst bei der Abgabe Geld hin. Wer sich das nicht selbst zutraut, wählt Expert, dann übernimmt ein Steuerprofi die ganze Sache.
| Preis ab 2025 | ab 39,99 Euro (Basic Abo), Expert ab 99,99 Euro |
| Konzept | Frage-Antwort mit rund 70 Fragen |
| Für wen | Arbeitnehmer, Familien, Studierende, Rentner, Vermieter |
| Plattform | iOS, Android, Web |
| Abgabe | direkt über ELSTER-Schnittstelle |
CHECK24
CHECK24 Steuer führt dich ebenfalls Schritt für Schritt durch einfache Fragen, geht bei der Technik aber einen Schritt weiter. Du fotografierst deine Belege, und die App erkennt die Daten automatisch. Über den Steuerdatenabruf holt sich CHECK24 die bereits ans Finanzamt gemeldeten Daten direkt rein, das spart dir Tipparbeit. Ein KI-Steuerberater beantwortet Fragen, und eine KI-Risikoanalyse prüft deine Angaben auf Auffälligkeiten. Während du eingibst, siehst du live, wie deine Erstattung wächst. Die App läuft im Browser und als eigene App für iOS und Android.
Die Finanda App verbindet Konten, Depot und Versicherungen und zeigt dir Budget, Sparziele und Verträge in Echtzeit.
| Preis ab 2025 | 0,00 Euro für Einzel- und Zusammenveranlagung |
| Konzept | Frage-Antwort mit KI-Berater und Foto-Erkennung |
| Für wen | Arbeitnehmer, Studierende, Rentner, Kapitalanleger, Vermieter |
| Plattform | iOS, Android, Web |
| Abgabe | direkt über ELSTER-Schnittstelle |
Was kosten Taxfix und CHECK24?
Beim Preis wird der Vergleich ziemlich eindeutig. CHECK24 kostet dich null Euro, egal ob du allein oder gemeinsam mit deinem Partner veranlagst. Taxfix nimmt je nach Fall und Zahlweise zwischen 39,99 Euro und rund 100 Euro. Beide berechnen dir vorab kostenlos, wie viel Erstattung drin ist, sodass du vor einer Zahlung schon weißt, ob sich der Aufwand lohnt.
Wichtig bei Taxfix: Die Einmalzahlung ist teurer als das Abo. Für die Einzelveranlagung zahlst du einmalig 49,99 Euro oder 39,99 Euro pro Jahr im Abo. CHECK24 finanziert sich über sein Verbraucherportal und wirft zusätzlich CHECK24-Punkte ab, deshalb die glatte Null.
| Taxfix | CHECK24 | |
|---|---|---|
| Einzelveranlagung | 49,99 Euro einmalig / 39,99 Euro Abo | 0,00 Euro |
| Gemeinsame Veranlagung | 69,99 Euro einmalig / 59,99 Euro Abo | 0,00 Euro |
| Mit Steuerprofi | ab 99,99 Euro (Expert) | nicht verfügbar |
| Vorab-Erstattungsrechner | kostenlos | kostenlos, live |
Bei Taxfix zahlst du für das, was du nutzt. Der große Pluspunkt der Basic-Variante: Du zahlst erst bei der Abgabe. Erst prüfst du kostenlos deine Erstattung, dann entscheidest du, ob du abgibst. Wenn du keine Erstattung erwartest, kostet dich die Rechnerei nichts. Die Expert-Option mit echtem Steuerprofi ab 99,99 Euro ist für alle, die sich die Eingabe komplett abnehmen lassen wollen.
CHECK24 kostet nichts, und das ist keine abgespeckte Gratis-Version, sondern der volle Funktionsumfang für Einzel- und Zusammenveranlagung. Finanztip hat das im Test für das Jahr 2026 als komplett kostenlos bestätigt. CHECK24 wirbt selbst mit „0,00 Euro statt 59,99 Euro bei anderen“, was ziemlich direkt auf Wettbewerber wie Taxfix zielt. Obendrauf gibt es CHECK24-Punkte, die du in ihrem Ökosystem einlösen kannst. Der Haken: Du brauchst ein CHECK24-Konto, deine Steuerdaten hängen also an diesem einen Anbieter.
Bei Taxfix Basic fällt die Gebühr erst an, wenn du deine Erklärung tatsächlich abschickst. Du kannst also kostenlos prüfen, wie viel Erstattung für dich drin ist, und dann entscheiden. CHECK24 zeigt dir deine voraussichtliche Erstattung sogar live während der Eingabe, ebenfalls ohne Kosten.
Welche Steuerfälle decken Taxfix und CHECK24 ab?
Für den klassischen Arbeitnehmer decken beide Apps alles ab, was du brauchst. Lohn, Werbungskosten, Sonderausgaben, Kapitalerträge, Vermietung, das läuft bei Taxfix wie bei CHECK24. Sobald es Richtung Selbstständigkeit oder Ausland geht, trennt sich die Spreu vom Weizen.
CHECK24 unterstützt eine Einnahmenüberschussrechnung (kurz EÜR, die vereinfachte Gewinnermittlung für Selbstständige) für Selbstständige, Taxfix nur vereinfachte Fälle wie Kleinunternehmer. Auslandseinkünfte und mehrere Wohnsitze sind bei Taxfix ausdrücklich ausgeschlossen. Wer eine echte Steuer-Vollausstattung braucht, findet in unserem Vergleich der besten Steuer-Apps weitere Optionen.
Taxfix
Taxfix bedient die typischen Fälle rund um Angestellte und Familien sehr gut. Selbstständige kommen nur in vereinfachten Konstellationen unter, und bei komplexen Setups oder Einkünften aus dem Ausland ist Schluss. Für eine junge Familie mit zwei Gehältern, Kindern und vielleicht einem Nebenjob reicht Taxfix aber vollständig aus.
Das deckt Taxfix ab:
- Arbeitnehmereinkünfte und Werbungskosten
- Vermietung und Verpachtung
- Kapitalerträge
- Nebentätigkeit und Nebenjob
- Elterngeld und Arbeitslosengeld
- vereinfachte Selbstständigkeit (Kleinunternehmer)
Nicht geeignet ist Taxfix, wenn du mehrere Wohnsitze hast, Auslandseinkünfte versteuern musst oder als vollumfänglicher Selbstständiger deine EÜR machen willst. Das sind harte Grenzen, keine Graubereiche.
CHECK24
CHECK24 geht bei den Steuerfällen einen Tick weiter, weil hier die EÜR für Selbstständige mit an Bord ist. Auch die doppelte Haushaltsführung und Studienkosten laufen sauber durch. Bei Umsatzsteuer und komplexem Gewerbe ist aber auch hier die Grenze erreicht.
Das deckt CHECK24 ab:
- Lohnsteuer und Werbungskosten
- Kapitalanlagen
- Vermietung
- doppelte Haushaltsführung
- Studienkosten
- Nebeneinnahmen
- EÜR für Selbstständige
Eine Umsatzsteuererklärung erstellst du mit CHECK24 nicht, und bei Gewerbe sowie komplexen Selbstständigen wird es eng. Für diese Fälle brauchst du eine spezialisierte Lösung, die tiefer in die Materie geht.
CHECK24 unterstützt die EÜR für Selbstständige, Taxfix nur vereinfachte Fälle wie Kleinunternehmer. Beide Apps machen keine Umsatzsteuererklärung. Wer Gewerbe angemeldet hat oder mehrere Einkunftsarten kombiniert, braucht eine spezialisierte Steuer-Software.
Für wen lohnt sich Taxfix oder CHECK24?
Wenn Geld die Hauptrolle spielt, ist die Sache klar. CHECK24 kostet nichts und schneidet im Finanztip-Test für das Jahr 2026 mit rund 9,49 von 10 Punkten hervorragend ab, praktisch gleichauf mit WISO. Taxfix punktet vor allem, wenn du dir die komplette Arbeit von einem Steuerprofi abnehmen lassen willst oder dich nicht ans CHECK24-Ökosystem binden möchtest.
Stell dir vor, du bist Angestellter mit zwei Kindern, deine Partnerin ist in Elternzeit, und ihr habt zusammen rund 2.000 Euro Werbungskosten im Jahr. Mit CHECK24 gebt ihr eure Erklärung kostenlos ab und holt euch im Schnitt über 1.000 Euro zurück. Mit Taxfix zahlt ihr 59,99 Euro im Abo, bekommt aber denselben Betrag erstattet. Das Ergebnis ist identisch, der Preis nicht.
Wer CHECK24 Steuer nicht nutzt, zahlt für dasselbe Ergebnis bis zu 70 Euro extra. Das ist Geld, das du besser in deinen Notgroschen steckst.
Uwe Lätsch, finanda
So findest du deine App:
- Du willst nichts zahlen und trotzdem Top-Qualität: CHECK24, komplett kostenlos und im Test top bewertet.
- Du hast Belege lieber schnell abfotografiert und magst KI-Unterstützung: CHECK24 mit Foto-Erkennung und KI-Berater.
- Du bist einfacher Selbstständiger mit EÜR: CHECK24, weil die EÜR unterstützt wird.
- Du willst deine Steuer komplett an einen Profi abgeben: Taxfix Expert ab 99,99 Euro.
- Du willst dich nicht ans CHECK24-Konto binden: Taxfix als unabhängige Alternative.
- Du erwartest vielleicht keine Erstattung und willst kein Risiko: Taxfix Basic, weil du erst bei der Abgabe zahlst.
Für den durchschnittlichen Arbeitnehmer ohne Sonderfälle ist CHECK24 schwer zu schlagen, schlicht weil gute Qualität hier gratis kommt. Ruf am besten beide Apps kurz auf, gib deine Situation ein und schau, was die Erstattungsvorschau zeigt. Dann weißt du in zehn Minuten, welche App zu dir passt.
Taxfix wirbt mit einer durchschnittlichen Steuererstattung von rund 1.240 Euro. Dein konkreter Betrag hängt von deinen Werbungskosten, Sonderausgaben und deiner persönlichen Situation ab. Beide Apps zeigen dir vorab kostenlos, was für dich drin ist.
Häufige Fragen
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.