N26 und ING sind zwei der bekanntesten Direktbanken in Deutschland. Beide führen dein Girokonto komplett digital, ganz ohne Filiale. Trotzdem ticken sie unterschiedlich: N26 kommt mit Unterkonten und Krypto-Handel in einer App, ING punktet mit Tagesgeld und einem kostenlosen Konto ab 1.000 Euro Geldeingang.
Beide haben eine deutsche Vollbanklizenz der BaFin und sichern dein Geld gesetzlich bis 100.000 Euro ab. Welche der beiden Banken besser zu dir passt, hängt vor allem davon ab, wie du zahlst, sparst und ob du regelmäßig Geld reinbekommst.
Wer steckt hinter den beiden Anbietern?
N26 ist eine reine Smartphone-Bank aus Berlin, betrieben von der N26 Bank SE. Du eröffnest dein Konto in wenigen Minuten per App, bekommst eine Mastercard Debit und steuerst alles vom Handy aus. Das Basiskonto N26 Standard kostet 0 Euro. Wer mehr will, wählt Smart für 4,90 Euro im Monat, Go für 9,90 Euro oder Metal für 16,90 Euro.
ING ist die größte Direktbank Deutschlands, geführt von der ING-DiBa AG mit Sitz in Frankfurt. Das Girokonto ist kostenlos, wenn monatlich mindestens 1.000 Euro eingehen oder du unter 28 Jahre alt bist. Ohne diesen Geldeingang zahlst du 4,90 Euro im Monat. Zum Konto gehört eine kostenlose Visa Card, dazu gibt es Tagesgeld, Depot und Kredite unter einem Dach.
Die Finanda App verbindet Konten, Depot und Versicherungen und zeigt dir Budget, Sparziele und Verträge in Echtzeit.
Beide Banken sichern dein Geld über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken bis 100.000 Euro ab. ING gehört zusätzlich dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes an, der deutlich höhere Summen abdeckt. Das ist ein echter Unterschied, wenn du größere Beträge auf dem Konto parkst.
| N26 | ING | |
|---|---|---|
| Anbieter | N26 Bank SE, Berlin | ING-DiBa AG, Frankfurt |
| Lizenz | Deutsche BaFin-Vollbank | Deutsche BaFin-Vollbank |
| Basiskonto | 0 Euro (Standard) | 0 Euro ab 1.000 Euro Eingang |
| Karte inklusive | Mastercard Debit | Visa Card (Debit) |
| Einlagensicherung | Bis 100.000 Euro (EdB) | 100.000 Euro plus BdB-Fonds |
| Filialen | Keine | Keine |
Was kannst du mit den beiden Anbietern in der App machen?
Bei den Funktionen zeigen sich die größten Unterschiede. N26 setzt auf Unterkonten, sogenannte Spaces. Davon bekommst du bis zu zehn Stück, jedes mit eigener IBAN. So kannst du Miete, Urlaub und Rücklagen sauber trennen, ohne ein zweites Konto zu eröffnen. Dazu gibt es Budgeting, Ausgaben-Statistiken und Echtzeitbenachrichtigungen bei jeder Buchung.
ING verzichtet auf klassische Unterkonten fürs Girokonto. Dafür bekommst du ein Extra-Konto als Tagesgeld direkt dazu, oft mit Aktionszins für Neukunden. Beide Banken haben ein integriertes Depot mit Sparplänen. Bei N26 handelst du zusätzlich Krypto über Bitpanda, das bietet ING nicht. Beim Bezahlen sind beide modern aufgestellt: N26 unterstützt Apple Pay, Google Pay, Samsung Wallet und Garmin Pay, ING bietet Apple Pay, Google Pay und Wero für Handy-zu-Handy-Zahlungen zwischen Freunden.
Weder N26 noch ING bindet fremde Konten ein. Wer Giro-, Spar- und Depotkonto verschiedener Banken in einer Übersicht sehen will, braucht eine separate App wie finanda, die dauerhaft kostenlos ist und alle Konten per Multibanking bündelt.
Schau dir an, wo jede Bank ihre Stärken hat.
- N26: Unterkonten mit eigener IBAN, Krypto-Handel über Bitpanda, viele Bezahldienste, blitzschnelle Kontoeröffnung
- ING: Tagesgeld ab Werk, Kredite und Baufinanzierung, Wero-Zahlungen, breites Automatennetz ohne Abhebungsdeckel
| N26 | ING | |
|---|---|---|
| Unterkonten mit eigener IBAN | Bis zu 10 Spaces | Nein |
| Budgeting und Statistiken | Ja | Basis in der App |
| Tagesgeld integriert | Nein | Ja (Extra-Konto) |
| Depot mit Sparplan | Ja, über 4.000 Aktien/ETFs | Ja (Direkt-Depot) |
| Krypto-Handel | Ja, über 350 Werte (Bitpanda) | Nein |
| Kredit und Baufinanzierung | Nein | Ja |
| Multibanking (fremde Konten) | Nein | Nein |
Was kostet dich N26 oder ING pro Monat?
Beide Banken bieten ein kostenloses Girokonto, aber unter anderen Bedingungen. N26 Standard ist bedingungslos gratis. Bei ING greift der Nulltarif nur bei mindestens 1.000 Euro Geldeingang oder wenn du unter 28 bist, sonst werden 4,90 Euro im Monat fällig, oder du nimmst die Variante Girokonto Future für 1 Euro im Monat.
Bei N26 gibt es die kostenpflichtigen Modelle Smart, Go und Metal mit mehr Gratis-Abhebungen und Extras. Die physische Karte kostet bei N26 Standard einmalig 10 Euro, ab Smart ist sie dabei. Bei ING ist die Visa Card gratis, eine Girocard gibt es nur gegen 1,49 Euro im Monat. Über ein Jahr gerechnet summieren sich die Monatspreise deutlich, deshalb lohnt sich der Blick auf die Jahreskosten.
| Konto | Preis pro Monat | Bedingung |
|---|---|---|
| N26 Standard | 0 Euro | Keine |
| N26 Smart | 4,90 Euro | Keine |
| N26 Go | 9,90 Euro | Keine |
| N26 Metal | 16,90 Euro | Keine |
| ING Girokonto | 0 Euro | 1.000 Euro Eingang oder unter 28 |
| ING Girokonto Future | 1 Euro | Keine |
| ING Girokonto ohne Eingang | 4,90 Euro | Ab 28 ohne Geldeingang |
Rechne einmal mit, was dich ein kostenpflichtiges Modell übers Jahr kostet.
| Konto | Rechnung | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|
| N26 Standard | 0 × 12 | 0 Euro |
| N26 Smart | 4,90 × 12 | 58,80 Euro |
| N26 Metal | 16,90 × 12 | 202,80 Euro |
| ING Girokonto (Bedingung erfüllt) | 0 × 12 | 0 Euro |
| ING Girokonto Future | 1 × 12 | 12 Euro |
| ING ohne Geldeingang | 4,90 × 12 | 58,80 Euro |
Bis zum 1. September 2026 ist der Wertpapierhandel bei N26 kostenlos. Ab dem 2. September 2026 sollen laut Berichten 0,90 Euro pro Order fällig werden. Final bestätigt ist das noch nicht, aber wer regelmäßig Sparpläne ausführt, sollte das im Blick behalten.
Wie gut sind die beiden Anbieter beim Bargeld und auf Reisen?
Beim Bargeld trennen sich die Wege deutlich. N26 deckelt die kostenlosen Euro-Abhebungen pro Monat je nach Modell: zwei bei Standard, drei bei Smart, fünf bei Go und acht bei Metal. Wer häufig Bargeld zieht, stößt beim Gratis-Konto schnell an die Grenze und zahlt danach drauf.
ING geht hier großzügiger vor. Mit der Visa Card hebst du ab 50 Euro an rund 97 Prozent der Automaten in Deutschland und in der gesamten Eurozone kostenlos ab, ganz ohne Deckelung. Außerhalb der Eurozone berechnet ING 2,20 Prozent Auslandseinsatzentgelt. Bei N26 kostet die Fremdwährungsabhebung 1,7 Prozent bei Standard und Smart, bei Go und Metal ist sie gratis. Kartenzahlungen in Fremdwährung sind bei N26 grundsätzlich ohne Aufschlag, was für Fernreisen ein echter Vorteil ist.
| N26 Standard | ING Girokonto | |
|---|---|---|
| Gratis-Abhebungen Euro pro Monat | 2 | Unbegrenzt ab 50 Euro |
| Fremdwährungsabhebung | 1,7 Prozent | 2,20 Prozent (außerhalb Eurozone) |
| Kartenzahlung Fremdwährung | Kein Aufschlag | 2,20 Prozent (außerhalb Eurozone) |
| Bargeld einzahlen | Eingeschränkt (CASH26, teils Gebühr) | ING-Automat/Einzelhandel, 1,5 Prozent |
Für Vielreisende außerhalb der Eurozone spielt N26 seine Stärke aus, wer dagegen viel Bargeld in Euro braucht, fährt mit ING besser. Das führt direkt zur Frage, für wen welche Bank am Ende wirklich passt.
Für wen passt N26?
N26 passt zu dir, wenn du alles vom Handy aus regeln willst und Wert auf Unterkonten, Budgeting und einen strukturierten Überblick über deine Ausgaben legst. Auch für Reisen außerhalb der Eurozone ist N26 stark, weil Kartenzahlungen keinen Aufschlag kosten. Das Standard-Konto bleibt dauerhaft gratis, egal wie viel Geld reinkommt.
ING passt zu dir, wenn du ein Allround-Konto suchst und regelmäßig mindestens 1.000 Euro reinbekommst oder unter 28 bist. Du bekommst Tagesgeld, Depot und Kredite unter einem Dach, hebst unbegrenzt Euro kostenlos ab und profitierst von der zusätzlichen Einlagensicherung des Bankenverbandes. Für eine junge Familie mit festem Gehaltseingang ist das oft die unkompliziertere Wahl.
Sortier dich kurz ein.
- Nimm N26, wenn du Unterkonten, Krypto und aufschlagfreie Kartenzahlungen auf Fernreisen willst
- Nimm ING, wenn du 1.000 Euro Eingang hast, viel Bargeld ziehst und Tagesgeld plus Kredite unter einem Dach brauchst
- Bist du unter 28, ist ING ohne Bedingungen kostenlos
- Willst du ohne jede Bedingung ein Gratis-Konto, ist N26 Standard die einfachere Wahl
Egal für welche Bank du dich entscheidest, ein Problem bleibt: Weder N26 noch ING bindet fremde Konten ein. Genau hier springt finanda ein, die App der Vinlivt GmbH aus München. Sie ist dauerhaft kostenlos, läuft auf iOS und Android, bündelt per Multibanking dein Giro-, Spar- und Depotkonto in einer Übersicht und kategorisiert deine Ausgaben automatisch. Dazu gibt es ein digitales Haushaltsbuch in Echtzeit, eine Vertrags- und Versicherungsübersicht mit Lückencheck sowie einen persönlichen Ansprechpartner per In-App-Messenger. Die Server stehen ausschließlich in Deutschland, Nutzerdaten werden nicht verkauft.
Das beste Konto nützt dir wenig, wenn du nicht weißt, wohin dein Geld jeden Monat fließt.
Uwe Lätsch, finanda
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Häufige Fragen
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.