Taxfix stellt dir rund 70 Fragen und baut daraus deine Steuererklärung. Elster ist das amtliche Portal des Finanzamts, komplett kostenlos, aber ohne jede Hilfestellung. Zwei völlig verschiedene Welten, und beide führen am Ende zum selben Finanzamt.
Wie viel du selbst über Steuern weißt und wie viel Komfort du dir kosten lässt, das entscheidet hier. Taxfix nimmt dich an die Hand und kostet Geld. Elster kostet nichts und lässt dich allein. Was zu dir passt, hängt komplett von deinem Steuerfall ab.
Wie funktionieren Taxfix und Elster?
Beide bringen deine Steuererklärung zum Finanzamt, gehen dabei aber grundverschieden vor. Taxfix ist eine geführte App, die dir Fragen stellt. Elster ist das Original-System der Steuerverwaltung mit amtlichen Formularen. Der eine Weg fühlt sich an wie ein Chat, der andere wie das Ausfüllen von Papierformularen am Bildschirm.
Schon dieser Unterschied sagt viel darüber aus, für wen welches Tool gemacht ist. Wer zum ersten Mal eine Steuererklärung macht, wird mit Elster schnell überfordert sein. Wer sich auskennt, braucht die Führung von Taxfix schlicht nicht.
Taxfix
Taxfix funktioniert nach dem Frage-Antwort-Prinzip. Du beantwortest rund 70 personalisierte Fragen, lädst deine Belege hoch und die App baut daraus deine Steuererklärung. Formular-Kenntnisse brauchst du keine. Die App führt dich Schritt für Schritt, ganz ohne dass du wissen musst, in welche Anlage welche Angabe gehört.
Hinter der App steckt die Taxfix GmbH aus Berlin. Du kannst sie für iOS, Android und im Browser nutzen. Deine voraussichtliche Erstattung berechnet Taxfix kostenlos, bevor du irgendetwas zahlst. Am Ende übermittelt die App deine Erklärung über die ELSTER-Schnittstelle direkt ans Finanzamt. Elster steckt also auch bei Taxfix im Hintergrund, du bekommst nur eine deutlich freundlichere Oberfläche. Neben der Standard-Variante Basic gibt es Expert, bei der ein Steuerprofi deine Erklärung komplett übernimmt.
Die Finanda App verbindet Konten, Depot und Versicherungen und zeigt dir Budget, Sparziele und Verträge in Echtzeit.
| Preis | ab 39,99 Euro im Abo, Expert ab 99,99 Euro |
| Konzept | Frage-Antwort-App, rund 70 Fragen |
| Für wen | Arbeitnehmer, Familien, Studierende, Rentner |
| Plattform | iOS, Android, Web |
| Abgabe | über die ELSTER-Schnittstelle |
Elster
Elster ist das offizielle Online-Finanzamt der Steuerverwaltung von Bund und Ländern, kein kommerzielles Produkt, sondern das amtliche System selbst. Du meldest dich bei Mein ELSTER im Web an, zur Anmeldung gibt es die ElsterSecure-App, dazu die MeinELSTER+-App fürs Handy. Kosten fallen keine an, auch die Registrierung ist gratis.
Die Bedienung folgt der amtlichen Formularlogik. Du füllst die Anlagen selbst aus, ganz ohne geführte Fragen, und musst wissen, was wohin gehört. Praktisch ist der Belegabruf für eine vorausgefüllte Steuererklärung, da holt sich Elster Daten wie deine Lohnsteuerbescheinigung direkt vom Finanzamt. Steuertipps oder Optimierungshinweise gibt es nicht, das System rechnet nur, was du eingibst. Für einfache Fälle gibt es abgespeckte Varianten: einfachELSTER für Rentner und einfachELSTERplus für simple Arbeitnehmer-Fälle. Seit Juli 2026 gibt es in der MeinELSTER+-App zusätzlich eine Ein-Klick-Steuererklärung, zunächst nur für ledige, kinderlose Arbeitnehmer und Rentner ohne weitere Einkünfte. Einen Haken hat der Start: Die einmalige Registrierung dauert einige Tage, weil der Aktivierungscode per Post kommt.
| Preis | komplett kostenlos |
| Konzept | amtliche Formulare, keine Führung |
| Für wen | alle Steuerpflichtigen, auch Selbstständige |
| Plattform | Web plus ElsterSecure- und MeinELSTER+-App |
| Abgabe | direkte amtliche Übermittlung |
Was kosten Taxfix und Elster?
Beim Preis ist der Fall eindeutig. Elster kostet dich keinen Cent, Taxfix verlangt Geld für den Komfort. Interessant wird es bei Taxfix im Detail, weil der Preis von deiner Veranlagung und deinem Zahlmodell abhängt. Bei Taxfix zahlst du erst bei der Abgabe, die Berechnung deiner voraussichtlichen Erstattung ist vorher gratis. Du siehst also, was rauskommt, bevor du dich zur Zahlung entscheidest.
Das nimmt einiges an Risiko raus, weil du nicht blind zahlst. Trotzdem bleibt der Preisunterschied zu Elster erheblich, und den solltest du bewusst abwägen.
| Taxfix | Elster | |
| Einzelveranlagung Basic | 49,99 Euro einmalig oder 39,99 Euro im Abo | kostenlos |
| Gemeinsame Veranlagung | 69,99 Euro einmalig oder 59,99 Euro im Abo | kostenlos |
| Mit Steuerprofi | Expert ab 99,99 Euro | nicht möglich |
| Erstattung vorab berechnen | kostenlos | nur nach Eingabe |
Taxfix
Für die Einzelveranlagung mit Basic zahlst du 49,99 Euro einmalig oder 39,99 Euro pro Jahr im Abo. Bei gemeinsamer Veranlagung sind es 69,99 Euro einmalig oder 59,99 Euro im Abo. Das Abo ist günstiger als die Einmalzahlung, wenn du Taxfix jedes Jahr nutzt. Wer nur einmal reinschnuppert, fährt mit der Einmalzahlung besser, zahlt dafür aber mehr pro Erklärung.
Willst du die Arbeit komplett abgeben, kostet Expert ab 99,99 Euro. Dann übernimmt ein Steuerprofi deine Erklärung. Gemessen am beworbenen Erstattungsdurchschnitt von rund 1.240 Euro rechnet sich die Gebühr für viele Nutzer, weil die App Posten findet, die man selbst gern übersieht.
Elster
Elster ist komplett kostenlos, inklusive Registrierung. Es fallen keine Gebühren an, egal wie kompliziert dein Fall ist oder wie viele Anlagen du ausfüllst. Für Selbstständige mit mehreren Anlagen ist das ein großer Vorteil, weil kommerzielle Tools da oft teurer werden.
Den Preis von null zahlst du allerdings mit deiner Zeit und deinem Wissen. Elster gibt dir keine Steuertipps und keine Hinweise, wo du noch etwas absetzen könntest. Was du nicht weißt, holst du dir auch nicht zurück. Wer sich auskennt, spart mit Elster bares Geld. Wer nicht, verschenkt womöglich mehr, als eine Taxfix-Gebühr gekostet hätte.
Taxfix berechnet deine voraussichtliche Erstattung kostenlos, bevor du zahlst. Erst wenn du abgibst, wird die Gebühr fällig. Das lohnt sich als schneller Selbsttest, auch wenn du am Ende bei Elster bleibst.
Welche Steuerfälle decken Taxfix und Elster ab?
Beim Umfang dreht sich das Bild komplett. Elster kann alles, weil es das amtliche System mit sämtlichen Formularen ist. Taxfix deckt die häufigsten Fälle sauber ab, stößt bei komplexen Konstellationen aber an Grenzen. Das ist kein Fehler der App, sondern eine bewusste Entscheidung für die Zielgruppe.
Für die meisten Familien, Arbeitnehmer und Studierenden reicht Taxfix vollständig aus. Sobald dein Fall aber mehrere Einkunftsarten, Auslandsbezüge oder ein Gewerbe umfasst, musst du genauer hinschauen.
Taxfix
Taxfix ist auf die typischen Steuererklärungen ausgelegt. Für den Großteil der Arbeitnehmer und Familien passt das prima. Selbstständige bedient die App nur in vereinfachten Fällen, etwa als Kleinunternehmer.
Das deckt Taxfix ab:
- Arbeitnehmereinkünfte
- Vermietung und Verpachtung
- Kapitalerträge
- Nebentätigkeit
- Elterngeld und Arbeitslosengeld
- vereinfachte Selbstständigkeit als Kleinunternehmer
Mehrere Wohnsitze, Auslandseinkünfte oder komplexe Selbstständigkeit deckt die App nicht ab. Wenn dein Fall verschachtelt ist, kommst du mit Taxfix nicht weit. Einen Überblick über weitere Optionen bieten dir die besten Steuer-Apps im Vergleich.
Elster
Elster kennt keine Grenzen beim Steuerfall. Alle amtlichen Formulare und Anlagen stehen dir offen, ohne Beschränkung. Selbstständige, Gewerbetreibende, Vermieter mit mehreren Objekten, Auslandseinkünfte, alles lässt sich abbilden, weil es das offizielle System ist.
Das spricht bei Elster für den vollen Umfang:
- alle amtlichen Formulare und Anlagen
- Selbstständige und Gewerbe ohne Einschränkung
- Vermieter mit beliebig vielen Objekten
- vereinfachte Varianten einfachELSTER für Rentner
- vorausgefüllte Steuererklärung über Belegabruf
Der Haken ist die Kehrseite der Vollständigkeit. Du bekommst leere Formulare und musst selbst wissen, was hineingehört. Für Laien ohne Steuerwissen ist das zäh, weil dir niemand sagt, dass du bestimmte Kosten überhaupt absetzen darfst. Wer das nicht weiß, gibt schlicht zu viel Steuern ab.
Wer Elster nutzt und sich nicht auskennt, verschenkt oft mehr Geld, als Taxfix je gekostet hätte.
Uwe Lätsch, finanda
Für wen lohnt sich Taxfix oder Elster?
Die Entscheidung hängt an zwei Dingen: wie viel du über Steuern weißt und wie kompliziert dein Fall ist. Wer wenig Ahnung hat und einen Standardfall, fährt mit Taxfix entspannter. Wer sich auskennt oder einen komplexen Fall hat, greift zu Elster.
Schau dir deinen Alltag an. Bist du Angestellter mit einem Arbeitgeber, vielleicht noch mit Kindern und Homeoffice-Tagen? Dann ist Taxfix gemacht für dich. Hast du ein Gewerbe, mehrere Mietobjekte oder Einkünfte aus dem Ausland? Dann führt kein Weg an Elster vorbei.
So findest du deinen Typ:
- Taxfix Basic ist deins, wenn du Arbeitnehmer, Student, Rentner oder in einer Familie bist und keine Lust auf Formulare hast. Die Führung nimmt dir das Rätselraten ab und die Gebühr holst du oft über die Erstattung wieder rein.
- Taxfix Expert passt, wenn du gar nichts selbst machen willst und ein Steuerprofi ab 99,99 Euro die Arbeit übernimmt.
- Elster lohnt sich, wenn du dich mit Steuern auskennst und keinen Cent ausgeben willst. Auch für Selbstständige, Gewerbe und komplizierte Fälle ist es die einzige der beiden Optionen, die alles abbildet.
- einfachELSTER oder die Ein-Klick-Steuererklärung reichen für simple Fälle wie ledige Arbeitnehmer ohne Kinder oder Rentner ohne weitere Einkünfte, komplett gratis.
Starte am besten noch heute mit der kostenlosen Erstattungsberechnung bei Taxfix oder registriere dich bei Elster, bevor deine Abgabefrist näher rückt. Der Aktivierungscode kommt per Post, also plane ein paar Tage ein.
Taxfix bewirbt einen Erstattungsdurchschnitt von rund 1.240 Euro. Bei diesem Betrag amortisiert sich die Gebühr von 39,99 Euro im Abo schnell, sofern die App Posten findet, die du selbst übersehen hättest.
Häufige Fragen
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.