Altersvorsorge 13 Min. Lesezeit

Altersvorsorgedepot: Wann solltest du umschichten?

Uwe Lätsch
Uwe Lätsch
Finanzexperte bei Finanda · Aktualisiert am 15. August 2026

Wer 30 Jahre lang zu 100 Prozent in Aktien-ETFs anspart, sitzt fünf Jahre vor Rentenbeginn auf einem Depot, dessen Wert um 30 oder 40 Prozent schwanken kann. Das Altersvorsorgedepot ab 2027 erlaubt dir, in Aktien, Fonds und ETFs anzusparen, entweder mit Beitragsgarantie oder renditeorientiert ohne Garantie.

Umschichten bedeutet, dein Kapital innerhalb des Depots von schwankungsreichen Anlagen wie Aktien-ETFs in ruhigere Bausteine zu verlagern, bevor du es brauchst. Der richtige Zeitpunkt hängt an deinem Alter, an der 5-Jahres-Frist für den kostenfreien Anbieterwechsel und daran, wann deine Auszahlphase startet. Ab dem vollendeten 65. Lebensjahr darf sie frühestens beginnen, spätestens mit dem 70. Geburtstag.

Was bedeutet Umschichten beim Altersvorsorgedepot für dein angespartes Kapital?

Umschichten bedeutet, die Zusammensetzung deines angesparten Kapitals zu verändern, ohne den Vertrag zu kündigen oder auszuzahlen. Du verkaufst innerhalb des Vertrags Anteile einer Anlageklasse und kaufst dafür eine andere, etwa raus aus Aktien-ETFs und rein in kurzlaufende Anleihen oder ein Geldmarktprodukt.

Das Ziel ist die Absicherung. Ein Aktiendepot kann in einem schlechten Börsenjahr deutlich einbrechen. Passiert das im Jahr vor deiner ersten Auszahlung, musst du zum Tiefstkurs verkaufen und verlierst Rendite, die du nie wieder aufholst. Wer das Kapital vorher in ruhigere Anlagen verlagert, schützt das, was über Jahrzehnte gewachsen ist.

Zwei Dinge musst du dabei sauber trennen. Umschichten innerhalb des Depots ändert nichts an deiner Förderung, du bleibst im selben Vertrag. Ein Wechsel des Anbieters oder der Depotstrategie ist etwas anderes und an eigene Fristen gebunden.

Diese Situationen führen typischerweise zum Umschichten:

  • Du näherst dich dem Rentenbeginn und willst das Depot vor Kursrückschlägen absichern.
  • Deine Aktienquote ist durch starke Kursgewinne höher geworden, als du sie eigentlich haben willst.
  • Du wechselst von der garantielosen renditeorientierten Variante in eine ruhigere Aufteilung.
  • Dein Anlageziel oder deine Risikotoleranz hat sich geändert, etwa nach einem Jobwechsel oder einer Erbschaft.

Ab wann solltest du im Altersvorsorgedepot mit dem Umschichten beginnen?

Der wichtigste Umschichtungszeitpunkt liegt in den letzten fünf bis zehn Jahren vor deinem geplanten Auszahlungsbeginn. Da die Auszahlphase frühestens ab dem vollendeten 65. Lebensjahr startet, heißt das für die meisten: ab etwa 55 bis 60 anfangen, die Aktienquote schrittweise zu senken.

Der Grund ist die verbleibende Anlagedauer. In der Ansparphase mit 20 oder 30 Jahren Zeit sitzt du Börsenkrisen einfach aus, die Kurse erholen sich fast immer wieder. Fünf Jahre vor der Auszahlung fehlt dir diese Zeit. Ein Crash trifft dich dann voll, weil du das Geld bald brauchst und nicht auf die Erholung warten kannst.

Ein pauschales Alter, an dem jeder umschichten muss, gibt es nicht. Entscheidend ist dein persönlicher Auszahlungsplan. Startest du früh mit 65, beginnst du entsprechend früher mit der Absicherung. Schiebst du den Start bis 70 hinaus, hast du länger Zeit für eine höhere Aktienquote. Leg die Phasen mal direkt nebeneinander:

AlterSinnvoller FokusAktienquote (Orientierung)
Frühe Ansparphasebis ca. 50Maximale Rendite, Schwankungen aussitzenhoch
Späte Ansparphaseca. 50 bis 55Vermögen wachsen lassen, erste Planunghoch bis mittel
Vorbereitung Auszahlungca. 55 bis 60Aktienquote schrittweise senkenmittel
Kurz vor Auszahlungca. 60 bis 65Kapital absichern, Kursrisiko rausnehmenniedrig

Achte darauf, ob du in der Garantie- oder in der garantielosen Variante sparst. Bei einem Depot mit Beitragsgarantie steuert der Anbieter die Sicherung teilweise mit, weil er die eingezahlten Beiträge zum Rentenbeginn zusagen muss. In der renditeorientierten Variante ohne Garantie liegt die Verantwortung fürs Umschichten bei dir.

Auszahlphase: Frühestens mit 65, spätestens mit 70

Die Auszahlphase im Altersvorsorgedepot darf frühestens ab dem vollendeten 65. Lebensjahr beginnen und muss spätestens mit dem 70. Geburtstag starten. Dieser Korridor bestimmt, wie viel Zeit dir für das gleitende Umschichten bleibt.

Warum ist die 5-Jahres-Frist beim Anbieterwechsel so entscheidend für deine Planung?

Die 5-Jahres-Frist entscheidet, ob ein Anbieterwechsel dich Geld kostet. Willst du dein Kapital nicht nur innerhalb des Depots umschichten, sondern zu einem anderen Anbieter mit besseren Konditionen umziehen, ist das nach fünf Jahren Vertragslaufzeit kostenfrei möglich.

Innerhalb dieser Frist darf der neue Anbieter eine Wechselgebühr verlangen, gedeckelt auf höchstens 150 Euro. Ein Wechsel ist außerdem zu Beginn der Auszahlungsphase möglich, also genau dann, wenn du ohnehin über die endgültige Aufteilung nachdenkst. Schau dir an, was rund um Wechsel und Umschichtung gilt:

  • Umschichten innerhalb desselben Depots berührt die 5-Jahres-Frist nicht und ändert nichts an deiner Förderung.
  • Ein Anbieterwechsel nach fünf Jahren Laufzeit ist kostenfrei.
  • Vor Ablauf der fünf Jahre darf der neue Anbieter maximal 150 Euro Wechselgebühr berechnen.
  • Ein Wechsel zu Beginn der Auszahlungsphase ist ausdrücklich erlaubt.
  • Ein bestehender Riester-Vertrag lässt sich in ein Altersvorsorgedepot überführen.

Plane einen Anbieterwechsel deshalb nicht spontan im schlechtesten Moment. Wer die Frist im Blick hat, wechselt kostenfrei und schichtet parallel in eine sicherere Struktur um, statt zweimal Gebühren und Kursverluste zu tragen.

Wie sieht das Umschichten kurz vor dem Rentenbeginn in der Praxis aus?

Kurz vor Rentenbeginn geht es darum, das Kursrisiko planbar zu reduzieren, ohne die letzten Renditejahre komplett zu verschenken. Statt an einem Tag alles zu verkaufen, verlagerst du dein Kapital über mehrere Jahre in mehreren Schritten, ein sogenanntes gleitendes Umschichten.

Ein Beispiel mit runden Zahlen macht das greifbar. Angenommen, dein Depot ist mit 60 Jahren 100.000 Euro wert und deine Auszahlung startet mit 65. Statt am Stichtag zu verkaufen, senkst du die Aktienquote jedes Jahr. Rechne einmal mit, was sich dabei verändert:

AlterAktienquoteSicherer AnteilKapital (Annahme)
6080 %20 %100.000 €
6165 %35 %103.000 €
6250 %50 %105.000 €
6335 %65 %107.000 €
6420 %80 %108.000 €
6510 %90 %110.000 €

Der Vorteil dieser Methode: Bricht die Börse mit 62 ein, ist nur noch die Hälfte deines Kapitals betroffen statt 80 Prozent. Gleichzeitig bleibst du bis zuletzt mit einem Restanteil investiert und nimmst weiter Kursgewinne mit. Der Wert im Beispiel ist eine Annahme, kein garantierter Verlauf.

Denk beim Umschichten kurz vor Rentenbeginn auch an die Teilkapitalauszahlung. Zu Rentenbeginn darfst du bis zu 30 Prozent des angesparten Kapitals einmalig entnehmen. Diesen Teil brauchst du zeitnah, ihn solltest du besonders früh absichern, damit er nicht kurz vor der Auszahlung von einem Kurssturz getroffen wird.

Uwe Lätsch, finanda

Wer das Teilkapital von bis zu 30 Prozent plant, sollte genau diesen Anteil als erstes absichern. Ein Kurssturz kurz vor der Auszahlung trifft sonst genau das Geld, das du am dringendsten brauchst.

Uwe Lätsch, finanda

Was kostet dich das Umschichten im Altersvorsorgedepot?

Umschichten innerhalb des Depots kostet keine gesonderte Gebühr, solange dein Anbieter Käufe und Verkäufe im Rahmen der laufenden Depotkosten abwickelt. Beim staatlich anerkannten Standard-Altersvorsorgedepot sind die Effektivkosten ohnehin auf höchstens 1,0 Prozent pro Jahr gedeckelt.

Trotzdem gibt es Posten, die du kennen solltest. Verkaufst und kaufst du Anteile, können bei manchen Anbietern Ausführungsentgelte anfallen, oft aber sind Sparplan- und Umschichtungsvorgänge kostenlos oder liegen bei bis zu rund 1,50 Euro je Ausführung. Günstige ETFs haben laufende Kosten von etwa 0,1 bis 0,3 Prozent pro Jahr. Schau dir an, wie stark sich die einzelnen Blöcke unterscheiden:

KostenblockTypische HöheFällt beim Umschichten an?
Depotgebühroft 0 €laufend, unabhängig vom Umschichten
Ausführung Kauf/Verkauf0 € bis ca. 1,50 €ja, je Transaktion
Laufende ETF-Kosten (TER)ca. 0,1 bis 0,3 % pro Jahrlaufend auf das investierte Kapital
Effektivkosten Standarddepotmax. 1,0 % pro Jahrgedeckelt, laufend
Anbieterwechsel vor 5 Jahrenmax. 150 €nur bei Wechsel, nicht bei internem Umschichten

Über lange Laufzeiten schmälert schon ein Kostenunterschied von wenigen Zehntel Prozent das Endkapital spürbar. Wer bei einem teuren Anbieter sitzt, für den kann sich ein kostenfreier Wechsel nach fünf Jahren mehr lohnen als jede clevere Umschichtung. Ein genauer Blick auf die Kosten deines Altersvorsorgedepots gehört deshalb zu jeder Umschichtungsentscheidung dazu.

Effektivkosten: Deckel bei 1,0 Prozent pro Jahr

Beim staatlich anerkannten Standard-Altersvorsorgedepot sind die Effektivkosten gesetzlich auf maximal 1,0 Prozent pro Jahr begrenzt. Dieser Wert umfasst alle laufenden Kosten des Depots und der enthaltenen Produkte zusammen.

Was musst du beim Umschichten mit mehreren Altersvorsorgedepots beachten?

Führst du mehr als ein Altersvorsorgedepot, musst du jedes Depot einzeln steuern, denn eine automatische Abstimmung zwischen den Verträgen gibt es nicht. Neben einem bestehenden Altvertrag sind bis zu zwei weitere neue Altersvorsorgeverträge zulässig, du kannst also parallel mehrere Depots halten.

Mit parallelen Depots verdoppelt sich der insgesamt einzahlbare Jahresbetrag auf bis zu 13.680 Euro. Die Zulagenförderung bleibt aber pro Person auf den geförderten Höchstbeitrag begrenzt. Die Grundzulage gibt es nur einmal pro Person auf 1.800 Euro Eigenbeitrag. Beim Umschichten mit mehreren Depots solltest du diese Punkte im Blick haben:

  • Betrachte die Aktienquote über alle Depots zusammen, nicht je Depot einzeln.
  • Sichere zuerst das Depot ab, aus dem du zuerst auszahlen willst.
  • Nutze die Aufteilung, um Kosten zu senken, etwa das teurere Depot beim Führen von zwei Depots gezielt zu wechseln.
  • Achte darauf, dass jedes Depot seine eigene 5-Jahres-Frist für den kostenfreien Wechsel hat.

Bei Ehepaaren gilt das doppelt. Jeder Partner braucht ein eigenes Depot auf seinen Namen, ein Gemeinschaftsdepot für die geförderte Variante gibt es nicht. Wer beim Altersvorsorgedepot mit dem Ehepartner plant, stimmt die Umschichtung idealerweise auf beide Rentenbeginne ab.

Für wen lohnt sich frühes Umschichten im Altersvorsorgedepot?

Frühes Umschichten lohnt sich für alle, die planbar auf einen festen Rentenbeginn zusteuern und ihr angespartes Kapital nicht durch einen Crash im falschen Moment verlieren wollen. Wer mit 65 in die Auszahlphase startet, sollte spätestens Anfang 60 mit dem gleitenden Absichern beginnen.

Zurückhalten solltest du dich mit dem Umschichten, wenn bis zur Auszahlung noch 15 oder 20 Jahre liegen. Dann kostet dich zu frühes Absichern Rendite, weil du die schwankungsreichen, aber langfristig ertragreichen Aktien-ETFs zu lange meidest. In dieser Phase ist Aussitzen die bessere Strategie. Leg die Situationen mal direkt gegeneinander:

SituationEmpfehlung
Über 15 Jahre bis zur AuszahlungAktienquote hoch lassen, nicht umschichten
5 bis 10 Jahre bis zur AuszahlungGleitend Aktienquote senken
Weniger als 5 Jahre bis zur AuszahlungSicheren Anteil deutlich erhöhen
Teilkapital von bis zu 30 % geplantDiesen Teil besonders früh absichern
Teurer Anbieter und über 5 Jahre LaufzeitKostenfreien Wechsel prüfen

Umschichten ist kein Automatismus, den du blind mit 60 startest. Es hängt an deinem konkreten Auszahlungsplan, an der Depotvariante und daran, ob du die Teilkapitalauszahlung nutzt. Ob sich das ganze Modell für dich rechnet, klärst du sinnvollerweise vorab bei der Frage, für wen sich das Altersvorsorgedepot lohnt. Deine Sparraten und Verträge behältst du dabei kostenlos mit der finanda-App an einem Ort im Überblick.

Häufige Fragen

Verlierst du beim Umschichten deine staatliche Förderung?+
Nein. Umschichtungen innerhalb deines Altersvorsorgedepots ändern nichts an den Zulagen. Die Förderung ist an den Vertrag und an deine Eigenbeiträge gebunden, nicht daran, ob du innerhalb des Depots Aktien-ETFs gegen ruhigere Anlagen tauschst. Zulagen musst du nur zurückzahlen, wenn Vermögen an andere Personen als den Ehepartner vererbt wird.
Ab welchem Alter solltest du mit dem Umschichten anfangen?+
Das hängt an deinem geplanten Auszahlungsbeginn, nicht an einem festen Alter. Da die Auszahlphase frühestens mit dem vollendeten 65. Lebensjahr startet, beginnen die meisten etwa mit 55 bis 60, die Aktienquote schrittweise zu senken. Startest du erst mit 70 in die Auszahlung, kannst du entsprechend länger höher investiert bleiben.
Ist Umschichten dasselbe wie ein Anbieterwechsel?+
Nein. Beim Umschichten änderst du die Aufteilung innerhalb desselben Depots, das kostet keine gesonderte Gebühr. Ein Anbieterwechsel bringt dein Kapital zu einem anderen Anbieter, das ist nach fünf Jahren Laufzeit kostenfrei und vorher mit maximal 150 Euro Wechselgebühr möglich.
Musst du das Teilkapital besonders behandeln?+
Ja. Zu Rentenbeginn darfst du bis zu 30 Prozent des angesparten Kapitals einmalig entnehmen. Weil du diesen Betrag zeitnah brauchst, solltest du den entsprechenden Anteil deines Depots besonders früh absichern, damit ihn kein Kurssturz kurz vor der Auszahlung trifft.
Solltest du auf einmal oder in Schritten umschichten?+
In Schritten. Gleitendes Umschichten über mehrere Jahre verteilt das Risiko, zum falschen Zeitpunkt zu verkaufen. Bricht die Börse ein, ist nur ein Teil deines Kapitals betroffen, während der Rest weiter Kursgewinne mitnehmen kann.
Kannst du in der Auszahlphase noch umschichten?+
Zu Beginn der Auszahlungsphase ist sogar ein Anbieterwechsel ausdrücklich erlaubt. Wählst du einen befristeten Auszahlplan, der mindestens bis zum vollendeten 85. Lebensjahr laufen muss, bleibt ein Teil deines Kapitals über Jahre investiert und lässt sich weiter anpassen.
Verlierst du beim Umschichten deine staatliche Förderung?+
Nein. Umschichtungen innerhalb deines Altersvorsorgedepots ändern nichts an den Zulagen. Die Förderung ist an den Vertrag und an deine Eigenbeiträge gebunden, nicht daran, ob du innerhalb des Depots Aktien-ETFs gegen ruhigere Anlagen tauschst. Zulagen musst du nur zurückzahlen, wenn Vermögen an andere Personen als den Ehepartner vererbt wird.
Ab welchem Alter solltest du mit dem Umschichten anfangen?+
Das hängt an deinem geplanten Auszahlungsbeginn, nicht an einem festen Alter. Da die Auszahlphase frühestens mit dem vollendeten 65. Lebensjahr startet, beginnen die meisten etwa mit 55 bis 60, die Aktienquote schrittweise zu senken. Startest du erst mit 70 in die Auszahlung, kannst du entsprechend länger höher investiert bleiben.
Ist Umschichten dasselbe wie ein Anbieterwechsel?+
Nein. Beim Umschichten änderst du die Aufteilung innerhalb desselben Depots, das kostet keine gesonderte Gebühr. Ein Anbieterwechsel bringt dein Kapital zu einem anderen Anbieter, das ist nach fünf Jahren Laufzeit kostenfrei und vorher mit maximal 150 Euro Wechselgebühr möglich.
Musst du das Teilkapital besonders behandeln?+
Ja. Zu Rentenbeginn darfst du bis zu 30 Prozent des angesparten Kapitals einmalig entnehmen. Weil du diesen Betrag zeitnah brauchst, solltest du den entsprechenden Anteil deines Depots besonders früh absichern, damit ihn kein Kurssturz kurz vor der Auszahlung trifft.
Solltest du auf einmal oder in Schritten umschichten?+
In Schritten. Gleitendes Umschichten über mehrere Jahre verteilt das Risiko, zum falschen Zeitpunkt zu verkaufen. Bricht die Börse ein, ist nur ein Teil deines Kapitals betroffen, während der Rest weiter Kursgewinne mitnehmen kann.
Kannst du in der Auszahlphase noch umschichten?+
Zu Beginn der Auszahlungsphase ist sogar ein Anbieterwechsel ausdrücklich erlaubt. Wählst du einen befristeten Auszahlplan, der mindestens bis zum vollendeten 85. Lebensjahr laufen muss, bleibt ein Teil deines Kapitals über Jahre investiert und lässt sich weiter anpassen.
Verlierst du beim Umschichten deine staatliche Förderung?+
Nein. Umschichtungen innerhalb deines Altersvorsorgedepots ändern nichts an den Zulagen. Die Förderung ist an den Vertrag und an deine Eigenbeiträge gebunden, nicht daran, ob du innerhalb des Depots Aktien-ETFs gegen ruhigere Anlagen tauschst. Zulagen musst du nur zurückzahlen, wenn Vermögen an andere Personen als den Ehepartner vererbt wird.
Ab welchem Alter solltest du mit dem Umschichten anfangen?+
Das hängt an deinem geplanten Auszahlungsbeginn, nicht an einem festen Alter. Da die Auszahlphase frühestens mit dem vollendeten 65. Lebensjahr startet, beginnen die meisten etwa mit 55 bis 60, die Aktienquote schrittweise zu senken. Startest du erst mit 70 in die Auszahlung, kannst du entsprechend länger höher investiert bleiben.
Ist Umschichten dasselbe wie ein Anbieterwechsel?+
Nein. Beim Umschichten änderst du die Aufteilung innerhalb desselben Depots, das kostet keine gesonderte Gebühr. Ein Anbieterwechsel bringt dein Kapital zu einem anderen Anbieter, das ist nach fünf Jahren Laufzeit kostenfrei und vorher mit maximal 150 Euro Wechselgebühr möglich.
Musst du das Teilkapital besonders behandeln?+
Ja. Zu Rentenbeginn darfst du bis zu 30 Prozent des angesparten Kapitals einmalig entnehmen. Weil du diesen Betrag zeitnah brauchst, solltest du den entsprechenden Anteil deines Depots besonders früh absichern, damit ihn kein Kurssturz kurz vor der Auszahlung trifft.
Solltest du auf einmal oder in Schritten umschichten?+
In Schritten. Gleitendes Umschichten über mehrere Jahre verteilt das Risiko, zum falschen Zeitpunkt zu verkaufen. Bricht die Börse ein, ist nur ein Teil deines Kapitals betroffen, während der Rest weiter Kursgewinne mitnehmen kann.
Kannst du in der Auszahlphase noch umschichten?+
Zu Beginn der Auszahlungsphase ist sogar ein Anbieterwechsel ausdrücklich erlaubt. Wählst du einen befristeten Auszahlplan, der mindestens bis zum vollendeten 85. Lebensjahr laufen muss, bleibt ein Teil deines Kapitals über Jahre investiert und lässt sich weiter anpassen.
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Uwe Lätsch
GESCHRIEBEN VON
Uwe Lätsch

Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.

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