Kurz und ehrlich: Die Consorsbank bietet die Frühstart-Rente aktuell nicht an. In ihrer eigenen FAQ beantwortet die Bank die Frage, ob man dort ein Depot für die Frühstart-Rente eröffnen kann, glasklar mit „Nein, das geht aktuell nicht“ (Stand 19.10.2026). Wer also gerade googelt, ob er für sein Kind bei Consors die 10 Euro vom Staat abholen kann, bekommt hier erst mal eine Absage.
Das ist kein Grund zur Panik. Die Frühstart-Rente ist frisch beschlossen, erste Einzahlungen fließen ohnehin erst 2027, und die Consorsbank hat schon signalisiert, in Richtung Altersvorsorgedepot zu gehen.
Bietet die Consorsbank die Frühstart-Rente schon an?
Nein. Stand 19.10.2026 kannst du bei der Consorsbank kein Depot für die Frühstart-Rente eröffnen. Die Bank begründet es damit, dass sie die Frühstart-Rente erst bewertet, sobald die gesetzlichen Grundlagen konkretisiert sind. Übersetzt heißt das: Consors wartet ab, bis alle Details stehen, und entscheidet dann über ein eigenes Produkt.
Das ist durchaus nachvollziehbar, denn der Zeitplan ist eng. Der Bundestag hat das Gesetz am 16.10.2026 beschlossen, die Zustimmung des Bundesrats im zweiten Durchgang steht aber noch aus. Auch die Verkündung im Bundesgesetzblatt fehlt. Solange nicht jedes Komma klar ist, hält sich die Consorsbank bedeckt, statt ein halbfertiges Produkt an den Start zu bringen.
| Stand 19.10.2026 | |
|---|---|
| Depot für Frühstart-Rente eröffnen | Nein, aktuell nicht möglich |
| Altersvorsorgedepot für Erwachsene | Angekündigt ab 2027 |
| Standarddepot für Erwachsene | Angekündigt ab 2027 |
| Konkretes Startdatum | Nicht veröffentlicht |
| Kosten | Nicht veröffentlicht |
Immerhin gibt es ein Signal in Richtung Zukunft: Die Consorsbank will ab 2027 ein Altersvorsorgedepot und ein Standarddepot für Erwachsene anbieten. Ob und wann daraus auch ein Standarddepot speziell für Kinder und damit für die Frühstart-Rente wird, hat die Bank bisher nicht gesagt.
Für dich bedeutet das: Wenn dein Kind im Jahr 2026 oder 2027 sechs Jahre alt wird, musst du dich aktuell bei einem anderen Anbieter umsehen, wenn du die Förderung früh in einem eigenen Depot haben willst. Alternativ wartest du ab, ob Consors doch noch ein passendes Produkt nachlegt.
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Die Consorsbank bietet die Frühstart-Rente am 19.10.2026 nicht an und nennt dafür kein Startdatum. Geplant sind ab 2027 ein Altersvorsorgedepot und ein Standarddepot für Erwachsene, ein eigenes Produkt für Kinder ist bisher nicht bestätigt.
Was ist die Frühstart-Rente mit 10 Euro vom Staat?
Die Frühstart-Rente ist ein staatlich finanziertes Vorsorgedepot für Kinder: Der Staat zahlt 10 Euro pro Monat, also 120 Euro im Jahr, in ein Depot auf den Namen deines Kindes. Das läuft ab dem Monat nach dem sechsten Geburtstag bis zum Monat vor dem 18. Geburtstag, also genau 12 Jahre lang. Macht in Summe 1.440 Euro Staatsgeld pro Kind.
Gefördert werden Kinder ab Geburtsjahrgang 2020, die im Jahr 2026 sechs Jahre alt werden. Ab 2027 kommt jedes Jahr der nächste Jahrgang dazu, also die Kinder von 2021. Wer 2019 oder früher geboren ist, bekommt leider nichts, es gibt keine Nachzahlung und keine Übergangsregel.
Wichtig: Das Geld landet nicht auf irgendeinem Sparbuch, sondern in einem speziellen „Standarddepot-Vertrag Altersvorsorge“. Ein normales Junior- oder Kinderdepot reicht dafür nicht aus. Genau so ein zertifizierter Vertrag ist bei der Consorsbank eben noch nicht zu haben.
Damit du die Förderung einordnen kannst, hier die Eckdaten, die unabhängig vom Anbieter für jedes Kind gelten.
| Regelung | |
|---|---|
| Betrag vom Staat | 10 Euro pro Monat (120 Euro pro Jahr) |
| Laufzeit der Zahlung | 6. bis 18. Lebensjahr, 12 Jahre |
| Gesamtförderung | 1.440 Euro pro Kind |
| Berechtigte Jahrgänge | ab Geburtsjahr 2020 |
| Anlageform | zertifiziertes Standarddepot auf den Namen des Kindes |
| Zugriff | gesperrt bis zur Rente (grundsätzlich ab 65) |
Du siehst: Es ist ein Langläufer. Das Geld ist bis zur Rente gesperrt und darf nur als Altersleistung ausgezahlt werden. Dafür wachsen die Erträge in der Ansparphase steuerfrei, ohne Abgeltungsteuer und ohne Vorabpauschale.
Das führt direkt zur nächsten Frage: Wie kommst du überhaupt an die Förderung, wenn Consors noch nicht mitmacht?
Wie beantragst du die Frühstart-Rente wenn Consors noch nicht mitmacht?
Du beantragst nichts bei einer Behörde, sondern schließt für dein Kind einen zertifizierten Standarddepot-Vertrag bei einem Anbieter ab. Mit dem Vertragsschluss gilt der Anbieter als bevollmächtigt, die Frühstart-Rente einmalig bei der Zentralen Zulagenstelle zu beantragen. Die Datenübermittlung des Anbieters ist der Antrag, mehr musst du nicht tun.
Weil die Consorsbank diesen Vertrag aktuell nicht anbietet, kannst du dort auch keinen Antrag auslösen. Du hast dann zwei Wege: Entweder du schließt den Vertrag bei einem anderen Anbieter ab, oder du wartest ab. Wenn du gar nichts tust, legt der Bund die 10 Euro ab 2028 kollektiv am Kapitalmarkt an, in einem Sondervermögen, das die Bundesbank verwaltet.
Diese kollektive Anlage klingt bequem, hat aber einen Haken: Dein Kind hat keinen eigenen Depotauszug, der Bund übernimmt keine Garantie, und wer das angesparte Startkapital später nicht aktiv in einen eigenen Vertrag abruft, verliert den Anspruch mit dem 35. Geburtstag. Einen automatischen Übertrag mit 18 gibt es nicht.
Darauf kommt es an, wenn du die Frühstart-Rente für dein Kind beantragen willst, solange Consors nicht dabei ist.
- Der Vertrag muss auf den Namen des Kindes laufen, nicht auf deinen.
- Unter 7 Jahren schließen die Eltern ab, ab 7 das Kind mit deiner Zustimmung.
- Nötig sind Geburtsdatum, erster Wohnsitz in Deutschland und die Steuer-ID des Kindes.
- Erst der Vertragsschluss löst den Antrag bei der Zulagenstelle aus.
- Ohne eigenen Vertrag läuft das Geld ab 2028 in die kollektive Anlage des Bundes.
Ein spät geschlossener Vertrag ist übrigens kein Totalverlust: Fängst du erst später an, fließen die laufenden 10 Euro ab dem Folgequartal, und das bisher kollektiv angesparte Startkapital wird zusätzlich eingezahlt. Trotzdem ist ein früher eigener Vertrag der sauberere Weg, weil du die Kontrolle behältst.
Was kostet die Frühstart-Rente?
Die konkreten Kosten hat die Consorsbank nicht veröffentlicht, weil es schlicht noch kein Produkt gibt. Was aber feststeht, sind die gesetzlichen Leitplanken, an die sich jeder Anbieter halten muss. Diese Regeln sind für Eltern erfreulich streng.
Für den Standarddepot-Vertrag gilt ein Kostendeckel: Laut Verbraucherzentrale und Ausschussangaben liegen die Effektivkosten (also alle Kosten zusammengerechnet auf ein Jahr) bei höchstens 1 Prozent pro Jahr. Speziell für die Frühstart-Rente gilt zusätzlich, dass auf den Teil aus Staatsgeld, Startkapital und deren Erträgen keine Abschluss- und Vertriebskosten erhoben werden dürfen. Auch ein Anbieterwechsel ist kostenfrei.
| Was gilt | |
|---|---|
| Effektivkosten-Deckel Standarddepot | höchstens 1 Prozent pro Jahr |
| Abschluss- und Vertriebskosten auf Staatsgeld | verboten bis zur Auszahlungsphase |
| Kosten bei Anbieterwechsel | weder alter noch neuer Anbieter darf berechnen |
| Kosten auf freiwillige Eigenbeiträge | normale Regeln, Kosten möglich |
| Kosten bei der Consorsbank | nicht veröffentlicht (kein Produkt) |
Warum ist das so wichtig? Weil Kosten über Jahrzehnte brutal reinhauen. In einer Beispielrechnung der Verbraucherzentrale mit 7,5 Prozent Rendite vor Kosten kommen bei 0,2 Prozent Kosten rund 76.400 Euro heraus, bei 1 Prozent Kosten nur noch rund 48.600 Euro. Das ist derselbe Einzahlungsplan, nur der Kostensatz unterscheidet sich.
Für dich heißt das: Wenn die Consorsbank irgendwann ein Produkt vorstellt, schau nicht nur auf die Werbung, sondern auf die Effektivkosten. Genau dort entscheidet sich, ob am Ende viel oder wenig für dein Kind übrig bleibt.
Dass die Consorsbank erst mal abwartet, ist kein schlechtes Zeichen. Ein durchdachtes Produkt mit niedrigen Kosten ist mir lieber als ein überhasteter Start zum Stichtag.
Uwe Lätsch, finanda
Was kann aus 10 Euro Frühstart-Rente im Monat über Jahrzehnte werden?
Aus 10 Euro im Monat über 12 Jahre kann über die lange Laufzeit ein ordentlicher Betrag werden, weil das Geld danach jahrzehntelang weiter wächst. Alle Zahlen sind Annahmen, nominal, vor Kosten und Steuern und nicht garantiert. Die Börse schwankt, und niemand kennt die Rendite der nächsten 60 Jahre.
Die Bundesregierung rechnet mit 7 Prozent pro Jahr: Aus den 1.440 Euro Förderung werden bis zur Volljährigkeit rund 2.200 Euro, bis zum Renteneintritt ohne weitere Einzahlungen rund 53.000 Euro. Eine eigene Nachrechnung liegt in derselben Größenordnung, je nach angenommener Rendite.
| Annahme Rendite | Wert mit 18 | Wert mit 65 | Wert mit 67 |
|---|---|---|---|
| 5 Prozent | rund 1.980 Euro | rund 19.600 Euro | rund 21.600 Euro |
| 6 Prozent | rund 2.110 Euro | rund 32.700 Euro | rund 36.700 Euro |
| 7 Prozent | rund 2.260 Euro | rund 54.300 Euro | rund 62.200 Euro |
Ein Dämpfer gehört aber dazu: Das sind Nominalwerte. Rechnet man 2 Prozent Inflation pro Jahr ein, entsprechen 54.300 Euro im Jahr 2085 nur noch rund 17.000 Euro heutiger Kaufkraft. Die 10 Euro vom Staat sind also ein netter Starthelfer, aber keine fertige Altersvorsorge. Wer mehr will, zahlt freiwillig dazu.
So ordnet es auch Finanztip ein: Das Staatsgeld ist Startkapital, das allein keine Rentenlücke schließt. Mit zusätzlich 50 Euro im Monat von den Eltern sind laut Regierungsrechnung über 300.000 Euro drin, allerdings ebenfalls nominal und vor Kosten. Wie sich verschiedene Beträge entwickeln, kannst du mit einem Altersvorsorgedepot-Rechner selbst durchspielen.
Welche Alternativen zur Consorsbank gibt es für die Frühstart-Rente?
Du musst nicht untätig sein, nur weil die Consorsbank noch kein Produkt hat. Weil erste Einzahlungen ohnehin erst 2027 fließen und Anbieter Antragsdaten der ersten drei Quartale 2027 bis Ende 2027 nachreichen dürfen, hast du etwas Zeit zum Vergleichen und Entscheiden.
Sinnvoll ist, den Markt im Blick zu behalten und die Anbieter zu vergleichen, die bereits konkreter sind. Scalable Capital hat die Frühstart-Rente bereits offiziell angekündigt, bei Trade Republic gibt es noch keine Ankündigung. Lohnend ist der Vergleich der Frühstart-Rente bei Trade Republic mit der Frühstart-Rente bei Scalable Capital. Auch die Frühstart-Rente bei comdirect ist einen Blick wert, wenn du bereits Kunde bei einem dieser Häuser bist.
Rechne einmal mit, was du jetzt schon erledigen kannst.
- Prüfe das Geburtsdatum deines Kindes: Ab Jahrgang 2020 gibt es Förderung, davor nicht.
- Besorge die steuerliche Identifikationsnummer deines Kindes, die brauchst du später für den Antrag.
- Vergleiche Anbieter vor allem nach Effektivkosten, nicht nach Werbeversprechen.
- Warte in Ruhe ab, ob Consors im Jahr 2027 ein passendes Standarddepot nachlegt.
- Behalte im Blick, dass ein Anbieterwechsel kostenfrei ist, du legst dich also nicht für immer fest.
Gerade der letzte Punkt nimmt Druck raus: Weil ein Wechsel das Gesetz kostenfrei stellt, musst du dich nicht sofort auf einen Anbieter festlegen. Du könntest im Jahr 2027 bei einem anderen Haus starten und später zu Consors wechseln, falls deren Produkt überzeugt, oder umgekehrt.
Bei einem Wechsel des Standarddepots dürfen weder der alte noch der neue Anbieter Kosten berechnen. Du bindest dich mit der ersten Entscheidung also nicht auf Jahrzehnte, das gesamte Kapital wandert gebührenfrei mit.
Wenn du bei all den Depots, Sparplänen und Verträgen den Überblick behalten willst, hilft dir eine kostenlose App wie finanda, deine Konten und Verträge an einem Ort zu sammeln. finanda ist selbst kein Anbieter der Frühstart-Rente, sondern nur dein Überblick darüber, was wo liegt.
Häufige Fragen zur Frühstart-Rente bei der Consorsbank
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und auf den Punkt.