Amazon Prime gehört zu den meistgenutzten Abonnements in Deutschland. Millionen Haushalte zahlen jeden Monat dafür und bekommen dafür schnellen Versand, Streaming, Musik und noch einiges mehr. Doch was kostet das Abo genau, wie oft hat Amazon den Preis schon erhöht, und lohnt sich das Ganze überhaupt finanziell?
Auf dieser Seite findest du alle belegten Zahlen rund um Amazon Prime: von den aktuellen Preisen über die historische Preisentwicklung bis hin zu einer ehrlichen Kosten-Nutzen-Rechnung für private Haushalte. Alle Angaben stammen aus offiziellen Quellen und aktuellen Vergleichsartikeln.
Was bekommt man bei Amazon Prime eigentlich alles?
Amazon Prime ist ein kostenpflichtiges Rundum-Abo, das weit mehr als nur schnellen Versand bietet. Wer ein Prime-Konto hat, bekommt Zugang zu einer ganzen Reihe digitaler Dienste, die Amazon unter einem Dach bündelt. Das macht den Vergleich mit anderen Abos schwierig, weil du hier nicht nur für eine Sache zahlst, sondern für ein ganzes Paket.
Besonders relevant für den Alltag sind neben dem Versand vor allem Prime Video und Amazon Music. Prime Music umfasst dabei eine Bibliothek von rund 2 Millionen Songs, die ohne Aufpreis streambar sind. Wer den vollen Musikkatalog will, muss allerdings das separate Zusatzabo Amazon Music Unlimited buchen. (Amazon / Wikipedia) Ein vollständiger Überblick über alle enthaltenen Leistungen:
- Versand: Kostenlose und schnelle Lieferung von Millionen Artikeln, häufig am nächsten Tag, mit priorisierter Lieferung innerhalb von ein bis zwei Werktagen für viele Bestellungen.
- Prime Video: Unbegrenztes Streaming von tausenden Filmen und Serienepisoden, inklusive Amazon Originals. Zusätzliche Pay-TV-Kanäle sind gegen Aufpreis buchbar.
- Amazon Music: Zugriff auf rund 2 Millionen Songs ohne Zusatzkosten. Den vollständigen Katalog gibt es nur mit Amazon Music Unlimited.
- Prime Reading: Eine rotierende Auswahl an Kindle-eBooks, E-Magazinen, Comics und Kindle Singles, kostenlos für Prime-Mitglieder.
- Prime Gaming: Exklusive In-Game-Inhalte, kostenlose Spiele und ein monatliches Twitch-Abonnement.
- Exklusive Angebote: Rabatte und Early-Access-Deals, zum Beispiel beim jährlichen Prime Day.
- Lieferando-Vorteil: Kostenlose Liefergebühr bei Bestellungen ab 15 Euro über Lieferando für Prime-Mitglieder.
- Amazon Photos: Unbegrenzter Foto-Speicher in der Cloud als zusätzlicher Prime-Vorteil.
Das Paket ist damit deutlich breiter aufgestellt als viele andere Streaming- oder Versand-Abos. Ob sich das finanziell lohnt, hängt stark davon ab, wie viele dieser Dienste du tatsächlich nutzt. Wer nur gelegentlich bei Amazon bestellt und weder streamt noch liest, zahlt im Zweifel für Leistungen, die er nie abruft.
Was kostet Amazon Prime aktuell in Deutschland?
Der reguläre Preis für Amazon Prime liegt derzeit bei 8,99 Euro pro Monat oder 89,90 Euro pro Jahr. (Amazon) Das Jahresabo ist günstiger: Wer jährlich zahlt, kommt auf einen effektiven Monatspreis von 7,49 Euro statt 8,99 Euro. Das macht einen Unterschied von rund 18 Euro im Jahr gegenüber dem monatlichen Modell.
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Für junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren gibt es ein vergünstigtes Modell. Amazon bietet dieser Altersgruppe das Abo für die Hälfte des regulären Preises an, also 4,49 Euro pro Monat oder 44,90 Euro pro Jahr. Dazu kommt eine besonders lange Testphase: Statt der üblichen 30 Tage können 18- bis 24-Jährige Prime ganze 6 Monate kostenlos testen. (Home&Smart) Alle Preismodelle im direkten Vergleich:
| Abo-Modell | Monatspreis | Jahrespreis | Testphase |
|---|---|---|---|
| Standard Prime (Erwachsene) | 8,99 € | 89,90 € | 30 Tage kostenlos |
| Vergünstigtes Prime (18-24 Jahre) | 4,49 € | 44,90 € | 6 Monate kostenlos |
| Standard Prime, monatlich vs. jährlich | 8,99 € (monatlich) | 89,90 € (= 7,49 €/Monat) | – |
Wer das Jahresabo wählt, spart gegenüber dem monatlichen Modell rund 18 Euro im Jahr. Für junge Erwachsene ist der Vorteil noch größer: Sie zahlen im Jahresabo nur 44,90 Euro statt 89,90 Euro, also genau die Hälfte. Das ist ein erheblicher Unterschied, gerade weil das Abo denselben Leistungsumfang bietet.
Wie oft hat Amazon den Prime-Preis in Deutschland erhöht?
Amazon hat den Preis für Prime in Deutschland seit dem Start mindestens dreimal erhöht. (Wikipedia) Wer von Anfang an dabei war, zahlt heute mehr als dreimal so viel wie beim Start. Das ist eine bemerkenswerte Preisentwicklung für ein Abo, das viele Haushalte inzwischen als selbstverständlich betrachten.
Gestartet ist Prime in Deutschland mit einem Jahrespreis von 29 Euro. Seitdem hat Amazon den Preis schrittweise angehoben, zuletzt auf rund 89 bis 89,90 Euro pro Jahr. Jede Erhöhung war prozentual spürbar, auch wenn der absolute Betrag überschaubar wirkte. Wie stark der Preis bei jeder Stufe gestiegen ist, zeigt diese Übersicht:
| Preisstufe | Jahrespreis vorher | Jahrespreis nachher | Steigerung in Prozent |
|---|---|---|---|
| Start in Deutschland | – | 29,00 € | – |
| Erste Erhöhung | 29,00 € | 49,00 € | +69 % |
| Zweite Erhöhung | 49,00 € | 69,00 € | +41 % |
| Dritte Erhöhung (Mitte September) | 69,00 € | 89,00-89,90 € | +29 % |
Insgesamt ist der Jahrespreis von 29 Euro auf knapp 90 Euro gestiegen, also um mehr als 200 Prozent seit dem Start. Die erste Erhöhung war mit fast 69 Prozent die stärkste, die letzte mit rund 29 Prozent die moderateste. Trotzdem summiert sich das über die Jahre zu einem erheblichen Anstieg. Wer das Abo von Anfang an hatte und nie gekündigt hat, zahlt heute fast das Dreifache des ursprünglichen Preises.
Wie viele Prime-Mitglieder gibt es weltweit?
Zuletzt nannte Amazon offiziell über 200 Millionen Prime-Mitglieder weltweit, und zwar in einem Aktionärsbrief. (Amazon) Seitdem veröffentlicht Amazon in seinen Geschäftsberichten keine aktualisierte, konkrete Mitgliederzahl mehr. Prime wird dort als Teil der sogenannten „Subscription Services“ geführt, also der Abo-Dienste, aber ohne genaue Kopfzahl.
Das ist eine bewusste Entscheidung von Amazon. Viele große Plattformen, darunter auch andere Streaming-Dienste, veröffentlichen ihre Nutzerzahlen regelmäßig. Amazon hält sich hier bedeckt. Was man aber indirekt ablesen kann: Die Umsätze aus dem Abo-Segment steigen laut Geschäftsbericht weiter, was auf eine wachsende Mitgliederbasis hindeutet. Für Deutschland gibt Amazon ebenfalls keine länderspezifischen Zahlen heraus. Marktforschungsunternehmen wie Statista arbeiten deshalb mit Schätzungen auf Basis von Umfragen, die jedoch hinter Paywalls liegen und hier nicht direkt zitiert werden können.
Lohnt sich Amazon Prime finanziell für einen Privathaushalt?
Ob sich Prime lohnt, hängt davon ab, wie viele der enthaltenen Leistungen du wirklich nutzt. Das Jahresabo kostet 89,90 Euro, also knapp 7,50 Euro pro Monat. (Amazon) Zum Vergleich: Ein Netflix-Standard-Abo kostet laut aktuellen Vergleichsartikeln 13,99 Euro pro Monat, ein Sky-Abo beginnt ab 9,99 Euro pro Monat. (Home&Smart) Wer Prime Video aktiv nutzt und gleichzeitig vom kostenlosen Versand profitiert, bekommt vergleichsweise viel für sein Geld.
Ein konkretes Rechenbeispiel macht deutlich, ab wann sich das Abo rechnet. Angenommen, du bestellst regelmäßig bei Amazon und würdest ohne Prime jeweils Versandkosten zahlen, und du nutzt außerdem Prime Video statt eines separaten Streaming-Abos. Dann sieht die Rechnung so aus:
| Posten | Ohne Prime (pro Jahr) | Mit Prime (pro Jahr) |
|---|---|---|
| Streaming (z. B. Netflix Standard) | 167,88 € (13,99 €/Monat) | enthalten in Prime |
| Prime-Jahresabo | – | 89,90 € |
| Versandkosten (z. B. 12 × 3,99 €) | 47,88 € | 0 € |
| Gesamtkosten pro Jahr | 215,76 € | 89,90 € |
| Ersparnis mit Prime | – | 125,86 € |
In diesem Beispiel spart ein Haushalt, der Prime Video als Ersatz für ein separates Streaming-Abo nutzt und monatlich mindestens eine Bestellung aufgibt, über 125 Euro im Jahr. Das ist ein vereinfachtes Modell, das von deinem tatsächlichen Nutzungsverhalten abhängt. Wer Prime Video kaum schaut und selten bei Amazon bestellt, kommt auf ein anderes Ergebnis.
Laut Vergleichsartikeln lohnt sich Prime besonders für diese Gruppen:
- Vielbesteller: Wer häufig bei Amazon einkauft, spart durch den kostenlosen Premiumversand schnell mehr als den Abopreis ein.
- Streaming-Nutzer: Wer Prime Video aktiv schaut, bekommt ein vollwertiges Streaming-Angebot deutlich günstiger als bei separaten Anbietern.
- Musikhörer: Wer mit den rund 2 Millionen Songs in Prime Music auskommt, spart sich ein separates Musik-Abo.
- Leser: Wer regelmäßig Kindle-eBooks oder E-Magazine liest, profitiert von Prime Reading ohne Zusatzkosten.
- Gamer: Wer Twitch nutzt oder kostenlose Spiele über Prime Gaming mitnimmt, bekommt zusätzlichen Mehrwert.
- 18- bis 24-Jährige: Für diese Gruppe ist das Abo mit 44,90 Euro pro Jahr besonders günstig, dazu gibt es 6 Monate kostenlose Testphase.
Weniger lohnenswert ist Prime dagegen für Gelegenheitskäufer, die nur ein- oder zweimal im Jahr bei Amazon bestellen und weder streamen noch andere digitale Dienste nutzen. Für sie übersteigt der Abopreis schnell den tatsächlichen Nutzen. Wer sich unsicher ist, kann das Abo zunächst 30 Tage kostenlos testen und dann entscheiden. (Amazon)
Wie hat sich der Prime-Preis im Vergleich zur Inflation entwickelt?
Der Jahrespreis für Amazon Prime ist von 29 Euro beim Start auf knapp 90 Euro gestiegen, also um mehr als 200 Prozent. (Wikipedia) Das liegt deutlich über der allgemeinen Preissteigerung in Deutschland im gleichen Zeitraum. Selbst wenn man berücksichtigt, dass Amazon den Leistungsumfang von Prime über die Jahre erheblich ausgebaut hat, ist der Preisanstieg bemerkenswert.
Gleichzeitig hat Amazon das Paket um Prime Video, Prime Gaming, Prime Reading und weitere Dienste erweitert, die beim Start noch nicht enthalten waren. Ob der Mehrwert die Preissteigerung rechtfertigt, ist eine individuelle Frage, die jeder Haushalt für sich beantworten muss. Wer sich mit dem Thema private Finanzen beschäftigt, sollte regelmäßig prüfen, welche Abos tatsächlich genutzt werden und welche nur still im Hintergrund laufen.
Die drei Preiserhöhungen im direkten Vergleich zeigen, wie sich das Tempo der Steigerungen verändert hat:
- Erste Erhöhung: Von 29 auf 49 Euro pro Jahr, ein Sprung von fast 69 Prozent. Das war die stärkste Erhöhung in absoluten und relativen Zahlen.
- Zweite Erhöhung: Von 49 auf 69 Euro pro Jahr, ein Anstieg von rund 41 Prozent. Zeitlich fiel das mit dem Ausbau von Prime Video zusammen.
- Dritte Erhöhung: Von 69 auf rund 89 Euro pro Jahr, ein Plus von knapp 29 Prozent. Die prozentuale Steigerung war die geringste, der absolute Betrag mit 20 Euro aber spürbar.
Die Tendenz ist klar: Die prozentualen Sprünge werden kleiner, aber der absolute Preis steigt weiter. Ob Amazon in Zukunft weitere Erhöhungen vornimmt, lässt sich aus den öffentlichen Unterlagen nicht ableiten. Wer seinen Nettolohn im Blick hat und Abos regelmäßig auf den Prüfstand stellt, ist gut beraten, auch Prime nicht einfach laufen zu lassen.
Was zahlt man über mehrere Jahre insgesamt für Amazon Prime?
Viele Haushalte unterschätzen, wie viel ein Abo über mehrere Jahre kostet. Bei 89,90 Euro pro Jahr summiert sich das schnell zu einem erheblichen Betrag. Wer Prime seit dem Start hatte und immer den jeweils aktuellen Preis gezahlt hat, hat insgesamt deutlich mehr ausgegeben, als der aktuelle Jahrespreis vermuten lässt.
Ein einfaches Rechenbeispiel zeigt, wie viel ein Haushalt bei verschiedenen Laufzeiten zum aktuellen Preis von 89,90 Euro pro Jahr insgesamt ausgibt. Das ist besonders relevant, wenn du überlegst, ob du das Abo langfristig behalten oder kündigen möchtest:
| Laufzeit | Jahrespreis | Gesamtkosten |
|---|---|---|
| 1 Jahr | 89,90 € | 89,90 € |
| 2 Jahre | 89,90 € | 179,80 € |
| 3 Jahre | 89,90 € | 269,70 € |
| 5 Jahre | 89,90 € | 449,50 € |
| 10 Jahre | 89,90 € | 899,00 € |
Über zehn Jahre kommt man beim aktuellen Preis auf knapp 900 Euro, und das ohne weitere Preiserhöhungen einzurechnen. Wer das Abo seit dem Start zu den damaligen Preisen genutzt hat, hat in der Summe weniger gezahlt, aber die Preisentwicklung zeigt, dass künftige Erhöhungen nicht ausgeschlossen sind. Es lohnt sich also, das Abo regelmäßig zu hinterfragen und zu prüfen, ob der Nutzen den Preis noch rechtfertigt. Wer früh mit dem Vermögensaufbau beginnt, weiß: Auch kleine, regelmäßige Ausgaben summieren sich über die Zeit zu großen Beträgen.
FAQ
Kann man Amazon Prime kostenlos testen?
Ja. Neue Mitglieder können Amazon Prime 30 Tage lang kostenlos testen. Wer zwischen 18 und 24 Jahre alt ist, bekommt sogar 6 Monate kostenlose Testphase. Nach Ablauf der Testphase beginnt das kostenpflichtige Abo automatisch, sofern du nicht vorher kündigst. (Amazon / Home&Smart)
Wie viel günstiger ist das Jahresabo gegenüber dem Monatsabo?
Wer das Jahresabo für 89,90 Euro wählt, zahlt effektiv 7,49 Euro pro Monat. Das Monatsabo kostet 8,99 Euro. Der Unterschied beträgt 1,50 Euro pro Monat, also rund 18 Euro im Jahr. Über mehrere Jahre summiert sich das zu einem spürbaren Betrag. (Amazon)
Wie viele Prime-Mitglieder gibt es weltweit?
Die letzte offiziell von Amazon genannte Zahl lag bei über 200 Millionen Prime-Mitgliedern weltweit. Diese Zahl stammt aus einem Aktionärsbrief. Seitdem veröffentlicht Amazon keine aktualisierte Mitgliederzahl mehr in seinen Geschäftsberichten. (Amazon)
Wie oft hat Amazon den Prime-Preis in Deutschland erhöht?
Amazon hat den Preis für Prime in Deutschland mindestens dreimal erhöht: von 29 Euro auf 49 Euro, dann auf 69 Euro und zuletzt auf rund 89 bis 89,90 Euro pro Jahr. Das entspricht einem Gesamtanstieg von über 200 Prozent seit dem Start. (Wikipedia)
Lohnt sich Amazon Prime für Gelegenheitskäufer?
Für Haushalte, die selten bei Amazon bestellen und weder Prime Video noch andere digitale Dienste nutzen, lohnt sich das Abo finanziell meist nicht. Der Jahrespreis von 89,90 Euro übersteigt in solchen Fällen schnell den tatsächlichen Nutzen. Wer nur gelegentlich bestellt, fährt mit dem Einzelkauf von Versandoptionen oft günstiger. (Home&Smart)
Gibt es Amazon Prime günstiger für bestimmte Gruppen?
Ja. Für 18- bis 24-Jährige bietet Amazon das Abo zum halben Preis an: 4,49 Euro pro Monat oder 44,90 Euro pro Jahr. Dazu gibt es eine verlängerte Testphase von 6 Monaten statt der üblichen 30 Tage. Der Leistungsumfang ist identisch mit dem regulären Prime-Abo. (Amazon / Home&Smart)
Über den Autor
Uwe Lätsch ist Geschäftsführer von finanda. Er bringt komplizierte Finanzthemen auf den Punkt und erklärt dir Zahlen, Statistiken und Vorsorge so einfach, dass du direkt etwas damit anfangen kannst.
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.