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Taxfix vs SteuerGo: Wer macht das Rennen?

Uwe Lätsch
Uwe Lätsch
Finanzexperte bei Finanda · Aktualisiert am 25. August 2026

Taxfix und Wundertax bringen dich beide ohne Steuerwissen durch die Einkommensteuererklärung. Du beantwortest Fragen, lädst Belege hoch, und die App schickt alles direkt ans Finanzamt.

Wundertax setzt auf einen klaren Festpreis von 34,99 Euro und spezialisierte Varianten für Studierende oder Rentner. Taxfix punktet mit einer geführten Frage-Antwort-Strecke und der Option, einen Steuerprofi die Arbeit übernehmen zu lassen. Welche App besser zu dir passt, hängt von deinem Steuerfall und deinem Budget ab.

Wie funktionieren Taxfix und SteuerGo?

Beide Apps folgen demselben Grundprinzip. Statt dich durch amtliche Formulare zu quälen, stellen sie dir einfache Fragen in Alltagssprache. Deine Antworten wandern automatisch in die richtigen Steuerfelder, und am Ende geht alles per ELSTER-Schnittstelle direkt ans Finanzamt. ELSTER ist das offizielle Online-Portal der deutschen Finanzverwaltung für elektronische Steuererklärungen.

Der Unterschied steckt im Detail. Taxfix fühlt sich wie ein Chat an und läuft auf iOS, Android und im Browser. Wundertax läuft komplett im Browser, auch mobil, und gibt an, dass du in rund 17 Minuten fertig bist.

Taxfix

Taxfix führt dich mit rund 70 personalisierten Fragen durch deine Steuererklärung. Du brauchst kein Vorwissen und musst keine Formularnummern kennen. Belege fotografierst du ab und lädst sie direkt hoch. Deine voraussichtliche Erstattung siehst du kostenlos, bevor du irgendetwas zahlst.

Praktisch ist die Expert-Variante. Wenn du keine Lust hast, selbst zu tippen, übernimmt ein Steuerprofi deine Erklärung. Das kostet mehr, nimmt dir aber die komplette Arbeit ab. Für die Basic-Variante zahlst du erst, wenn du die Erklärung wirklich abgibst.

Preis ab 2026ab 39,99 Euro (Basic Abo)
KonzeptFrage-Antwort-App mit rund 70 Fragen
Für wenArbeitnehmer, Familien, Studierende, Rentner, Vermieter
PlattformiOS, Android, Web
Abgabedirekt über ELSTER-Schnittstelle

Wundertax

Wundertax läuft komplett im Browser und setzt auf eine besonders schlanke Bedienung. Du beantwortest gezielte Fragen, und die App rechnet deine Erstattung live mit, während du tippst. So siehst du direkt, wie sich jede Angabe auf deine Rückzahlung auswirkt.

Besonders stark sind die zielgruppenspezifischen Varianten. Es gibt eigene Versionen für Studierende, Rentner, Selbstständige, Expats und Berufsgruppen wie Polizisten oder Soldaten. Ausfüllen und die Erstattung sehen kostet nichts, die Gebühr fällt erst bei der Übermittlung an.

Preis ab 202634,99 Euro Festpreis (Einzel)
KonzeptFrage-Antwort im Browser mit Live-Erstattung
Für wenArbeitnehmer, Studierende, Rentner, Expats, Berufsgruppen
PlattformWeb (auch mobil)
Abgabedirekt über ELSTER-Schnittstelle

Was kosten Taxfix und SteuerGo?

Beim Preis trennen sich die beiden deutlich. Wundertax fährt einen klaren Festpreis, Taxfix arbeitet mit gestaffelten Modellen je nach Veranlagungsart und ob du selbst tippst oder einen Profi ranlässt. Bei Taxfix ist die Einmalzahlung teurer als das Abo, wer regelmäßig abgibt, fährt mit dem Abo günstiger. Wundertax bleibt beim festen Betrag pro Erklärung und wird im Paket noch billiger. Beide lassen dich erst zahlen, wenn du wirklich abgibst.

TaxfixWundertax
Einzelveranlagung49,99 Euro einmalig oder 39,99 Euro im Abo34,99 Euro Festpreis
Gemeinsame Veranlagung69,99 Euro einmalig oder 59,99 Euro im AboFestpreis pro Erklärung
Profi übernimmtExpert ab 99,99 Euronicht verfügbar
Paketpreisnein3er 89,99 Euro, 4er 119,99 Euro
Zahlungerst bei Abgabe (Basic)erst bei Übermittlung

Taxfix

Taxfix startet für die Basic-Einzelveranlagung bei 39,99 Euro im Abo oder 49,99 Euro als Einmalzahlung. Gibst du gemeinsam mit deinem Partner ab, zahlst du 59,99 Euro im Abo oder 69,99 Euro einmalig. Willst du die Arbeit komplett abgeben, kostet die Expert-Variante ab 99,99 Euro. Ein Steuerprofi übernimmt dann deine Erklärung vollständig. Das ist die teuerste Option im Vergleich, aber die einzige mit echter menschlicher Bearbeitung.

Wundertax

Wundertax kostet 34,99 Euro pro Steuererklärung als fester Preis. Der Preis steht von Anfang an fest, am Ende wartet keine böse Überraschung. Für mehrere Erklärungen gibt es Pakete. Das 3er-Paket kostet 89,99 Euro, das 4er-Paket 119,99 Euro. Damit rutschst du unter 30 Euro pro Erklärung, was Wundertax zur günstigsten Option im Vergleich macht.

Erst testen, dann zahlen

Bei beiden Apps kannst du deine Steuererklärung vollständig ausfüllen und deine voraussichtliche Erstattung sehen, ohne einen Cent zu zahlen. Gezahlt wird erst bei der tatsächlichen Abgabe. Du kannst also beide Apps risikofrei durchspielen und dann entscheiden.

Welche Steuerfälle decken Taxfix und SteuerGo ab?

Beide Apps decken die klassischen Arbeitnehmer-Fälle locker ab. Bei den Randthemen wird es spannender. Taxfix nimmt auch Vermietung und Kapitalerträge mit, Wundertax spielt seine Stärke bei spezialisierten Zielgruppen aus.

Bevor du dich entscheidest, solltest du wissen, wo beide an ihre Grenzen stoßen. Für komplexe Selbstständigkeit, mehrere Wohnsitze oder Auslandseinkünfte ist keine der Apps die richtige Wahl. Da führt am Steuerberater kaum ein Weg vorbei.

Taxfix

Taxfix deckt ein breites Feld an Steuerfällen ab und geht dabei über reine Arbeitnehmer-Themen hinaus. Neben den üblichen Werbungskosten (also Ausgaben, die du beruflich hattest) kommen auch Mieteinnahmen und Kapitalerträge rein. Das macht die App auch für Vermieter interessant.

Das nimmt Taxfix mit:

  • Arbeitnehmereinkünfte inklusive Werbungskosten
  • Vermietung und Verpachtung
  • Kapitalerträge
  • Nebentätigkeit
  • Elterngeld und Arbeitslosengeld
  • vereinfachte Selbstständigkeit (Kleinunternehmer)

Bei komplexer Selbstständigkeit, mehreren Wohnsitzen oder Auslandseinkünften ist Taxfix raus. Wenn dein Steuerfall verschachtelt ist, reicht die Basic-Variante nicht, und selbst die Expert-Option stößt an Grenzen.

Wundertax

Wundertax konzentriert sich auf die typischen Arbeitnehmer-Fälle und rundet das mit spezialisierten Varianten ab. Werbungskosten, Pendlerpauschale, Homeoffice, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen gehören zum Standard. Besonders für Studierende ist die App stark, weil sie den Verlustvortrag mitnimmt. Ein Verlustvortrag bedeutet: Ausgaben aus einem Jahr, in dem du wenig oder nichts verdient hast, werden steuerlich in spätere Jahre übertragen und senken dann deine Steuerlast.

Das deckt Wundertax ab:

  • Werbungskosten und Pendlerpauschale
  • Homeoffice-Pauschale
  • Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen
  • Studierende inklusive Verlustvortrag
  • eigene Variante für Rentner
  • eigene Variante für Selbstständige
  • Berufsgruppen wie Polizisten und Soldaten

Der Fokus liegt auf einfachen bis mittleren Fällen. Eine persönliche Steuerberatung gibt es nicht, Wundertax ist reine Software. Wer einen richtig komplizierten Fall hat, findet hier keinen Profi, der übernimmt.

Uwe Lätsch, finanda

Wer seinen Steuerfall kennt, spart bares Geld. Studierende fahren mit Wundertax besser, Vermieter mit Taxfix.

Uwe Lätsch, finanda

Für wen lohnt sich Taxfix oder SteuerGo?

Die Wahl hängt weniger vom Preis als von deinem Steuerfall ab. Willst du maximal wenig zahlen und hast einen normalen Arbeitnehmer-Fall, führt kaum ein Weg an Wundertax vorbei. Brauchst du mehr Steuerfälle oder sogar einen Profi, ist Taxfix die passendere Adresse.

Wer noch mehr Optionen vergleichen möchte, findet bei den besten Steuer-Apps einen breiten Überblick über weitere Anbieter. Schau dir an, welches Profil am besten zu dir passt:

  • Studierende: Wundertax mit der eigenen Studenten-Variante und Verlustvortrag ist ideal und günstig.
  • Sparfüchse mit normalem Fall: Wundertax für 34,99 Euro Festpreis schlägt fast jeden.
  • Vermieter: Taxfix, weil Mieteinnahmen und Kapitalerträge sauber abgedeckt sind.
  • Keine Lust auf Selbermachen: Taxfix Expert, ein Steuerprofi übernimmt ab 99,99 Euro.
  • Familien mit gemeinsamer Veranlagung: Taxfix mit Abo für 59,99 Euro oder Wundertax im Festpreis.
  • Rentner und Berufsgruppen: Wundertax mit spezialisierten Varianten für Polizisten, Soldaten und Rentner.
  • Mehrere Erklärungen pro Jahr: Wundertax-Pakete drücken den Preis unter 30 Euro pro Stück.

Wenn du dich noch unsicher fühlst, teste beide vorab. Du kannst risikofrei vergleichen, welche App dir mehr Rückzahlung ausrechnet und sich besser bedienen lässt.

Tipp für Familien

Bei gemeinsamer Veranlagung mit Partner lohnt sich ein kurzer Preisvergleich. Taxfix kostet im Abo 59,99 Euro für beide, Wundertax berechnet den Festpreis pro Erklärung. Je nach Situation kann das einen Unterschied von 25 Euro und mehr machen.

Wer den direkten Zweikampf mit einer weiteren beliebten Alternative sucht, findet beim Vergleich Steuerbot vs Taxfix weitere Entscheidungshilfe.

Häufige Fragen

Ist Wundertax günstiger als Taxfix?+
Ja. Wundertax kostet 34,99 Euro Festpreis pro Erklärung. Taxfix startet bei 39,99 Euro im Abo für die Einzelveranlagung und wird bei gemeinsamer Veranlagung oder der Expert-Variante deutlich teurer.
Kann ich beide Apps kostenlos testen?+
Ja. Bei Taxfix und Wundertax füllst du deine Erklärung kostenlos aus und siehst deine voraussichtliche Erstattung vorab. Gezahlt wird erst bei der Abgabe beziehungsweise Übermittlung.
Welche App eignet sich für Studierende?+
Wundertax hat eine eigene Studenten-Variante, die den Verlustvortrag mitnimmt. Das ist für Studierende ohne oder mit wenig Einkommen bares Geld wert und macht Wundertax hier zur besseren Wahl.
Gibt es bei Taxfix oder Wundertax einen echten Steuerberater?+
Nur bei Taxfix. Mit der Expert-Variante ab 99,99 Euro übernimmt ein Steuerprofi deine Erklärung. Wundertax ist reine Software ohne persönliche Steuerberatung.
Kann ich als Vermieter Taxfix oder Wundertax nutzen?+
Für Mieteinnahmen ist Taxfix die passendere App, weil Vermietung und Kapitalerträge abgedeckt sind. Wundertax konzentriert sich auf Arbeitnehmer-Fälle und spezialisierte Zielgruppen.
Geht die Steuererklärung direkt ans Finanzamt?+
Ja. Beide Apps übermitteln deine Erklärung direkt über die ELSTER-Schnittstelle ans Finanzamt. Du musst nichts ausdrucken oder per Post schicken.
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Uwe Lätsch
GESCHRIEBEN VON
Uwe Lätsch

Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.

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