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Finanzguru oder Finanzblick: Welche App überzeugt?

Uwe Lätsch
Uwe Lätsch
Finanzexperte bei Finanda · Aktualisiert am 7. August 2026

Finanzguru aus Frankfurt und finanzblick aus Neunkirchen wollen beide deine Konten bündeln und dein Geld sortieren. Beide machen das gut, ticken dabei aber sehr unterschiedlich.

Finanzguru bietet eine dauerhaft kostenlose Basisversion und ein Plus-Abo ab 2,99 Euro pro Monat, finanzblick ist komplett gratis. Und mit finanda gibt es eine dritte Option, die für Privatnutzer dauerhaft nichts kostet.

Was ist Finanzguru?

Finanzguru ist eine Multibanking-App, also eine App, die alle deine Konten an einem Ort zusammenführt. Dahinter steht die dwins GmbH aus Frankfurt am Main, die von der BaFin reguliert wird, also von der deutschen Finanzaufsicht kontrolliert wird.

Die App verbindet über 3.000 Banken, dazu Depots und sogar Krypto-Konten. Sie erkennt automatisch deine Verträge und Abos und schlägt dir vor, wo du sparen kannst. Die Basisversion ist dauerhaft kostenlos. Wer mehr will, zahlt für Finanzguru Plus ab 2,99 Euro pro Monat, wobei der Preis wegen laufender Tests des Anbieters schwankt.

Was ist finanzblick?

finanzblick kommt von der Buhl Data Service GmbH aus Neunkirchen. Buhl kennst du vielleicht schon von der Steuersoftware WISO Steuer. Als Zahlungsdienst ist finanzblick bei der BaFin lizenziert und arbeitet damit unter deutscher Aufsicht.

Die App verbindet über 4.000 deutsche Banken und ist dauerhaft komplett kostenlos, ohne In-App-Käufe. Finanziert wird das Ganze über Werbung für Tagesgeld und über andere Buhl-Produkte. Der Fokus liegt klar auf Deutschland, und wer viel mit Steuern zu tun hat, findet eine direkte Brücke zu WISO Steuer.

Welche Funktionen bieten Finanzguru und finanzblick?

Beide Apps decken die Grundlagen sauber ab: Konten verbinden, Umsätze automatisch in Kategorien sortieren, Ausgaben auswerten. Der Unterschied steckt in den Details und darin, was du kostenlos bekommst und was Geld kostet.

Finanzguru punktet stark bei Verträgen und Versicherungen und kann Prognosen erstellen, allerdings nur im bezahlten Plus-Tarif. finanzblick spielt seine Stärke bei der Steuer aus, weil die Daten direkt an WISO Steuer wandern können.
Schau dir die wichtigsten Funktionen direkt nebeneinander an:

Finanzgurufinanzblick
Multibankingüber 3.000 Banken, Depots, Kryptoüber 4.000 deutsche Banken
Automatische Kategorisierungjaja (KI, eingeschränkt)
Haushaltsbuch/Budgetja (Free nur 1 Budget)ja, mit Push-Warnung
Vertrags- und Abo-Erkennungja, inkl. Kündigung per Fingertippnein
Versicherungscheckjanein
Langzeitprognoseja (nur Plus)nein
Steuer-Vorbereitungneinja, Übergabe an WISO Steuer
Excel-/CSV-Exportja (nur Plus)nein (kein DATEV-Export)

Ein wichtiger Punkt bei Finanzguru ist die Buchungshistorie. In der kostenlosen Version siehst du nur die letzten drei Monate. Wer weiter zurückblicken will, braucht Plus. finanzblick hat solche Grenzen nicht, verzichtet dafür aber komplett auf Vertragskündigung und Versicherungscheck.

Das landet bei Finanzguru hinter der Bezahlschranke:

  • Vollständige Buchungshistorie statt nur drei Monate
  • Unbegrenzte Budgets statt nur ein einziges
  • Prognose, ob dein Geld bis Monatsende reicht
  • Langzeit- und Vermögensanalyse
  • Excel- und CSV-Export deiner Daten
  • Priorisierter Support

Wenn du überlegst, ob sich das Abo lohnt, hilft dir auch ein Blick auf den direkten Vergleich von Free und Plus.

Was kosten Finanzguru und finanzblick?

Beim Preis gehen beide Apps unterschiedliche Wege. finanzblick ist komplett kostenlos, ohne versteckte Zusatzkäufe innerhalb der App. Nur die Dokumentenverwaltung läuft über eine Zusatz-App namens dokublick, die bis 50 Dokumente gratis ist.

Finanzguru bietet dir daneben Finanzguru Plus. Der Einstiegspreis liegt bei 2,99 Euro pro Monat. Im App Store tauchen wegen der laufenden Preistests auch höhere Beträge auf.
Alle Tarife auf einen Blick:

TarifPreisBesonderheit
Finanzguru Free0 Eurodauerhaft kostenlos, Historie nur 3 Monate
Finanzguru Plusab 2,99 Euro pro MonatPreis variiert, 7 Tage gratis testen, monatlich kündbar
finanzblick0 Eurokomplett kostenlos, keine In-App-Käufe

Weil bei Abos die Monatsbeträge schnell unterschätzt werden, hier Finanzguru Plus einmal aufs Jahr hochgerechnet. Laut App Store liegt der Jahrespreis bei rund 29,99 Euro, was gegenüber der monatlichen Zahlung Geld spart.
Rechne einmal nach, was das übers Jahr macht:

ZahlweiseRechnungKosten pro Jahr
Finanzguru Plus monatlich2,99 Euro x 1235,88 Euro
Finanzguru Plus jährlichlaut App Storerund 29,99 Euro
finanzblick0 Euro x 120 Euro

Auf welchen Plattformen laufen die Apps?

Ob eine App zu dir passt, hängt auch davon ab, auf welchen Geräten sie läuft. Wer gern am Rechner sitzt, hat andere Wünsche als jemand, der alles vom Handy aus erledigt.

Finanzguru läuft auf iOS und Android, dazu auf dem Mac, aber nur auf Modellen mit Apple-M-Chip. Eine reine Web-App im Browser gibt es nicht. finanzblick ist breiter aufgestellt und deckt auch Windows und den Browser ab.
So verteilt sich die Unterstützung auf die Geräte:

PlattformFinanzgurufinanzblick
iOSjaja
Androidjaja
Web (Browser)neinja
Windowsneinja
macOSja (nur M-Chip)nicht sicher belegt
LänderDeutschland und Österreichnur Deutschland

Wie steht es um Bankanbindung und Datenschutz?

Beim Verbinden der Konten nutzen die beiden Apps unterschiedliche Technik. finanzblick setzt auf FinTS/HBCI, das ist der klassische Standard vieler deutscher Banken. Ob auch der neuere PSD2-Zugang genutzt wird, ist nicht ausdrücklich belegt. Finanzguru deckt mit über 3.000 Banken plus Depots und Krypto eine breite Palette ab.

Beim Datenschutz liegen beide gleichauf. Server in Deutschland und Verschlüsselung gehören bei beiden dazu.
Hier stehen die Eckdaten Seite an Seite:

Finanzgurufinanzblick
Anbieterdwins GmbH, FrankfurtBuhl Data Service GmbH, Neunkirchen
ServerstandortDeutschlandDeutschland
VerschlüsselungAESAlways Encrypted
AufsichtBaFin-reguliertBaFin-lizenziert als Zahlungsdienst
Bankanbindungüber 3.000 Banken, Depots, Kryptoüber 4.000 Banken via FinTS/HBCI

Ein Wort zum Geschäftsmodell, denn kostenlos ist selten wirklich gratis. Finanzguru verdient am Plus-Abo und an Provisionen für vermittelte Versicherungen und Vertragswechsel. finanzblick finanziert sich über Werbung für Tagesgeld und Festgeld sowie über den Verkauf anderer Buhl-Produkte.

Für wen eignet sich welche App?

Die Wahl hängt davon ab, was du wirklich brauchst. Wenn du Verträge und Versicherungen im Griff haben und mit einem Fingertipp kündigen willst, ist Finanzguru die stärkere App. Für die Prognosen und die volle Historie musst du allerdings Plus bezahlen.

finanzblick lohnt sich vor allem, wenn du am Rechner arbeitest und deine Steuer damit vorbereiten willst. Die direkte Übergabe an WISO Steuer nimmt dir Arbeit ab. Bist du unsicher, welche der beiden zu dir passt, hilft dir der ausführliche Direktvergleich weiter.

Finde dich in einem dieser Nutzertypen wieder:

  • Du willst Abos und Verträge kündigen und Versicherungen prüfen: Finanzguru
  • Du bereitest deine Steuer vor und nutzt WISO Steuer: finanzblick
  • Du arbeitest lieber am PC oder im Browser: finanzblick
  • Du willst Prognosen und Langzeitanalysen: Finanzguru Plus
  • Du willst dauerhaft ohne Abo auskommen: finanzblick

Beide Apps haben klare Schwächen. Bei finanzblick stört die Werbung im Programm, und Push-Nachrichten sowie die Fotoüberweisung laufen nicht immer zuverlässig. Bei Finanzguru stoßen viele im Free-Tarif schnell an Grenzen und werden zum Plus-Abo gedrängt. Wer weitere Optionen sucht, findet in der Übersicht zur Finanzguru Alternative mehr Namen.

Gibt es eine dauerhaft kostenlose Alternative mit finanda?

finanda ist für dich als Privatnutzer dauerhaft kostenlos. Dahinter steht die Vinlivt GmbH aus München, im Store heißt die App teils noch Vinlivt. Einen Bezahltarif für Privatnutzer gibt es nicht, finanziert wird das Ganze über das Geschäft mit Beratern und Maklern.

finanda bündelt deine Konten per Multibanking, sortiert deine Ausgaben automatisch und führt ein digitales Haushaltsbuch in Echtzeit. Brauchst du beim Sortieren deiner Ausgaben Starthilfe, findest du im Ratgeber zum Haushaltsbuch führen für Anfänger die Grundlagen. Dazu erkennt finanda Verträge und Abos, zeigt Sparpotenzial und bietet eine Versicherungsübersicht mit Lückencheck. Besonders ist der persönliche Ansprechpartner per Messenger direkt in der App.

Das bringt finanda mit:

  • Dauerhaft kostenlos für Privatnutzer, kein Bezahltarif
  • Multibanking für Giro, Spar und Depot über PSD2/Open-Banking
  • Automatische Kategorisierung und Haushaltsbuch in Echtzeit
  • Vertrags- und Abo-Erkennung mit Sparpotenzial
  • Versicherungsübersicht mit Lückencheck
  • Server nur in Deutschland, kein Datenverkauf
  • Persönlicher Ansprechpartner per In-App-Messenger

Ehrlich bleiben gehört dazu. Der Zugang läuft meist über einen Einladungscode eines Beraters, öffentlich ist der Code 111790 auf finanda.de. Sparziele und Spartöpfe sind noch in Arbeit und als coming soon angekündigt. Eine rechtssichere Kündigung mit einem Klick und ein Datenexport sind nicht belegt, und die App gibt es nur auf Deutsch für Deutschland.

Stell die drei Apps direkt gegenüber und sieh, wo finanda steht:

Finanzgurufinanzblickfinanda
PreisFree plus Plus ab 2,99 Eurokostenloskostenlos
Multibankingjajaja
Vertrags-/Abo-Erkennungjaneinja
Versicherungsübersichtjaneinja, mit Lückencheck
Persönlicher Ansprechpartnerneinneinja, per Messenger
ServerstandortDeutschlandDeutschlandDeutschland (Frankfurt)
PlattformeniOS, Android, macOS (M)iOS, Android, Web, WindowsiOS, Android

Einen klaren Sieger für alle gibt es nicht, weil die Apps unterschiedliche Stärken haben. Finanzguru ist stark, wenn du Verträge und Versicherungen managen willst, kostet für den vollen Umfang aber Geld. finanzblick überzeugt beim Preis und bei der Steuer, verzichtet dafür auf Vertragskündigung und Prognosen.

Wenn dir Multibanking, ein Haushaltsbuch und eine Versicherungsübersicht reichen und du dauerhaft nichts zahlen willst, ist finanda einen Blick wert. Vor allem der persönliche Ansprechpartner und die Server in Deutschland heben die App ab. Probiere im Zweifel zwei Apps parallel aus und behalte die, die dir am besten liegt.

FAQ

Was kostet Finanzguru?

Die Free-Version ist gratis, Plus beginnt bei 2,99 Euro monatlich mit schwankenden Preisen. Vor dem Abschluss stehen dir sieben Testtage zur Verfügung, gekündigt wird monatlich.

Ist finanzblick kostenlos?

Ja, ohne In-App-Käufe. Getragen wird das Angebot durch Werbeeinnahmen für Zinsprodukte und durch weitere Buhl-Software. Für Dokumente gibt es die separate App dokublick.

Welche App ist besser für Multibanking?

Beide sind stark aufgestellt. finanzblick verbindet über 4.000 deutsche Banken, Finanzguru über 3.000 Banken plus Depots und Krypto. Wenn du Wertpapiere oder Krypto einbinden willst, hat Finanzguru die Nase vorn.

Kannst du mit den Apps deine Steuer vorbereiten?

Nur finanzblick liefert die Daten direkt an WISO Steuer. Bei Finanzguru fehlt eine Steuerfunktion, im Plus-Tarif lassen sich die Zahlen aber als Excel oder CSV exportieren.

Gibt es eine kostenlose Alternative zu beiden Apps?

finanda kostet Privatnutzer nichts und deckt Kontenbündelung, Haushaltsbuch, Abo-Erkennung sowie eine Versicherungsübersicht ab. Als Extra bekommst du einen persönlichen Ansprechpartner im Chat.

Sind deine Daten bei diesen Apps sicher?

Ja, alle drei setzen auf deutsche Serverstandorte und Verschlüsselung. Finanzguru und finanzblick unterliegen der BaFin, finanda verkauft laut eigener Aussage keine Nutzerdaten.

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Uwe Lätsch
GESCHRIEBEN VON
Uwe Lätsch

Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.

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