Finanzguru ist kostenlos, deutsch und liest deine Umsätze automatisch ein. YNAB kostet 14,99 US-Dollar im Monat, läuft komplett auf Englisch und zwingt dich zu strenger Planung nach der Zero-Based-Methode. Zwei Apps, zwei komplett verschiedene Welten.
Welche davon zu dir passt, hängt an einer einzigen Frage: Willst du deine Ausgaben locker im Blick behalten, oder willst du jeden Euro vorab einer Aufgabe zuweisen? Genau daran entscheidet sich alles.
Wer steckt hinter Finanzguru und YNAB?
Finanzguru kommt von der dwins GmbH aus Frankfurt am Main. Der Anbieter ist von der BaFin reguliert, also von der deutschen Finanzaufsicht kontrolliert. Die App gibt es in einer dauerhaft kostenlosen Version und in einem Plus-Abo ab 2,99 Euro pro Monat. Verdient wird das Geld über das Abo und über Provisionen, wenn du über die App Verträge wechselst oder Versicherungen abschließt.
YNAB steht für „You Need A Budget“ und kommt von einer Firma aus den USA. Das ist keine Bank und kein Broker, sondern reine Budgetierungs-Software. Der Kern ist das Zero-Based-Budgeting, also die Idee, jedem Euro vorab eine Aufgabe zu geben. Kostenlos gibt es nur eine Testphase von 34 Tagen, danach zahlst du. Die App ist komplett auf Englisch, eine deutsche Version existiert nicht.
Wer sich vorher einen sauberen Überblick über die eigenen Ausgaben verschaffen will, findet Einsteiger-Hilfe beim Haushaltsbuch führen für Anfänger. Die Grundlagen sind bei jeder Budget-App gleich.
| Finanzguru | YNAB | |
|---|---|---|
| Anbieter | dwins GmbH, Frankfurt | YNAB LLC, USA |
| Art | Multibanking und Budget | reine Budget-Software |
| Sprache | Deutsch | nur Englisch |
| Reguliert | BaFin-reguliert | keine Bankregulierung |
| Kostenlose Version | ja, dauerhaft | nein, nur 34 Tage Test |
Was können Finanzguru und YNAB?
Finanzguru setzt auf Automatik. Du verbindest deine Konten über Multibanking, also alle Banken in einer App, und die Software sortiert deine Umsätze von selbst in Kategorien. Dazu erkennt sie laufende Verträge und Abos, prüft deine Versicherungen und kann Verträge per Fingertipp kündigen. Über 3.000 Banken sind anbindbar, auch Depots und Krypto lassen sich einbinden.
Die Finanda App verbindet Konten, Depot und Versicherungen und zeigt dir Budget, Sparziele und Verträge in Echtzeit.
YNAB tickt anders. Hier planst du aktiv: Jeder Betrag, den du hast, bekommt vorab eine Kategorie zugewiesen, bevor du ihn ausgibst. Dazu kommen unbegrenzte Kategorien und Konten, Sparziele, Berichte zu Ausgaben und Nettovermögen sowie die Kennzahl „Age of Money“, die zeigt, wie alt dein ausgegebenes Geld im Schnitt ist. Ein Abo lässt sich mit bis zu sechs Personen teilen.
| Finanzguru | YNAB | |
|---|---|---|
| Automatische Kategorisierung | ja | ja (bei Import) |
| Zero-Based-Budgeting | nein | ja, das Kernprinzip |
| Vertrags- und Abo-Erkennung | ja | nein |
| Vertragskündigung per App | ja | nein |
| Versicherungscheck | ja | nein |
| Unbegrenzte Budgets | nur mit Plus | ja |
| Berichte und Nettovermögen | Langzeitanalyse mit Plus | ja |
| Teilen mit mehreren Personen | nein | ja, bis 6 Personen |
Ein entscheidender Punkt steckt in der kostenlosen Finanzguru-Version. Sie zeigt dir nur die letzten drei Monate deiner Buchungen und erlaubt genau ein Budget. Das bekommst du erst mit dem Plus-Abo:
- vollständige Buchungshistorie statt nur der letzten drei Monate
- unbegrenzte Budgets statt nur einem einzigen
- Prognose, ob dein Geld bis Monatsende reicht
- Langzeit- und Vermögensanalyse
- Export als Excel oder CSV
- priorisierter Support
Für die meisten Familien reicht die kostenlose Version zum Einstieg völlig aus. Wer tiefer einsteigen will, zahlt mit Plus überschaubare 30 Euro im Jahr.
Was kosten Finanzguru und YNAB im Jahr?
Beim Preis liegen Welten dazwischen. Finanzguru ist in der Basisversion dauerhaft kostenlos. Das Plus-Abo startet ab 2,99 Euro pro Monat, wobei der Preis schwankt, weil der Anbieter laufend testet. Im App Store tauchen auch 3,49, 3,99 oder 4,99 Euro auf, der Jahrespreis liegt bei rund 29,99 Euro. Sieben Tage kannst du kostenlos testen, gekündigt wird monatlich.
YNAB kostet 14,99 US-Dollar pro Monat oder 109 US-Dollar im Jahr. Bei Jahreszahlung landest du bei rund 9 Dollar pro Monat. Einen offiziellen Euro-Preis gibt es nicht, du zahlst in Dollar, der Betrag hängt also am Wechselkurs. 109 Dollar sind grob 100 Euro pro Jahr. Studierende mit Nachweis bekommen zwölf Monate gratis, und ein Abo teilst du mit bis zu sechs Personen.
| Tarif | Preis | Testphase |
|---|---|---|
| Finanzguru Free | 0 Euro dauerhaft | entfällt |
| Finanzguru Plus | ab 2,99 Euro/Monat | 7 Tage gratis |
| YNAB monatlich | 14,99 US-Dollar/Monat | 34 Tage gratis |
| YNAB jährlich | 109 US-Dollar/Jahr | 34 Tage gratis |
| finanda | 0 Euro dauerhaft | entfällt |
Auf ein ganzes Jahr gerechnet wird der Abstand richtig deutlich. YNAB im Jahresabo kostet rund 100 Euro, Finanzguru Plus im Jahr etwa 30 Euro. Finanzguru Free und finanda kosten dich null.
| App | Rechnung | pro Jahr |
|---|---|---|
| Finanzguru Free | 0 Euro | 0 Euro |
| Finanzguru Plus | ca. 29,99 Euro Jahrespreis | ca. 30 Euro |
| YNAB jährlich | 109 US-Dollar | ca. 100 Euro |
| finanda | 0 Euro | 0 Euro |
YNAB kostet dich über das Jahr rund dreimal so viel wie Finanzguru Plus und mehr als dreißigmal so viel wie Finanzguru Free oder finanda. Wer nicht aktiv nach der Zero-Based-Methode budgetieren will, zahlt bei YNAB schlicht zu viel für das, was er bekommt.
Wie gut klappt bei Finanzguru und YNAB die Anbindung deutscher Banken?
An diesem Punkt trennt sich für deutsche Nutzer die Spreu vom Weizen. Finanzguru bindet über 3.000 Banken an, dazu Depots und Krypto. Die Verbindung läuft über die regulierte PSD2-Schnittstelle, deine Umsätze landen automatisch in der App, ohne dass du etwas abtippen musst. Für den deutschen Markt ist das ausgereift.
Bei YNAB ist das die große Schwachstelle. Der automatische Import läuft seit Februar 2025 über den Dienstleister Plaid auch in Deutschland, doch die Abdeckung deutscher Banken bleibt lückenhaft und instabil. Viele deutsche Nutzer tippen ihre Ausgaben deshalb von Hand ein oder importieren sie per CSV-Datei. Wer eine App will, die einfach läuft, stößt hier schnell an Grenzen.
Dazu kommt der Serverstandort. Finanzguru speichert die Daten in Deutschland, verschlüsselt mit AES und steht unter BaFin-Aufsicht. YNAB ist ein US-Anbieter ohne diese deutsche Regulierung. Für Familien, denen Datenschutz wichtig ist, ist das ein echter Unterschied.
| Finanzguru | YNAB | |
|---|---|---|
| Deutsche Banken | über 3.000, stabil | lückenhaft, instabil |
| Umsatzabruf | automatisch | oft manuell oder CSV |
| Serverstandort | Deutschland | USA |
| Plattformen | iOS, Android, macOS (M-Chip) | Web, iOS, Android, Apple Watch |
| Web-App im Browser | nein | ja |
Wer seine Sparkasse oder Volksbank automatisch einlesen will, ist bei YNAB schlicht falsch. Das ist kein Nischenfall, das ist der deutsche Alltag.
Uwe Lätsch, finanda
Für wen passt Finanzguru oder YNAB besser?
Finanzguru passt zu dir, wenn du deine Finanzen mit wenig Aufwand im Griff haben willst. Die Automatik nimmt dir die Arbeit ab, Verträge und Abos hast du im Blick, und in der kostenlosen Version zahlst du gar nichts. Wer die volle Historie, mehrere Budgets und die Monatsprognose braucht, greift zu Plus für ein paar Euro im Monat. Für eine junge Familie mit knappem Budget und wenig Zeit ist das der unkomplizierteste Einstieg.
YNAB lohnt sich für disziplinierte Planer, die konsequent nach der Zero-Based-Methode budgetieren wollen. Du musst mit Englisch klarkommen, mit überwiegend manueller Pflege leben und den hohen Dollar-Preis akzeptieren. Für Menschen, die einfach nur sehen wollen, wohin ihr Geld fließt, ist das zu viel Aufwand für zu viel Geld.
Willst du dir kostenlos einen Überblick verschaffen, ist finanda von der Vinlivt GmbH aus München eine dauerhaft kostenlose deutsche App mit Multibanking, digitalem Haushaltsbuch und Servern in Deutschland. Der Zugang läuft meist über einen Einladungscode, öffentlich verfügbar ist der Code 111790.
Schau dir an, welches Profil zu dir passt:
- Finanzguru: automatischer Überblick, deutsche Banken, kostenlose Basis, Vertragsmanagement
- YNAB: strenges Budgetieren nach Methode, Englisch, hoher Preis, viel Handarbeit
- finanda: dauerhaft kostenlos, Haushaltsbuch, Multibanking, Server in Deutschland
Weitere Gegenüberstellungen zu Finanzguru gibt es im direkten Vergleich von Finanzguru und Outbank oder als Überblick möglicher Finanzguru-Alternativen.
Teste Finanzguru sieben Tage kostenlos mit Plus oder starte direkt mit der dauerhaft kostenlosen Version. Wer YNAB ausprobieren will, nutzt die 34-tägige Testphase, bevor er sich für den Dollar-Preis entscheidet.
Häufige Fragen
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.