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Prognose: Wie hoch wird der Zusatzbeitrag in 2027 bei der BKK Faber-Castell & Partner sein?

Uwe Lätsch
Uwe Lätsch
Finanzexperte bei Finanda · Aktualisiert am 10. Oktober 2026
Prognose: Wie hoch wird der Zusatzbeitrag in 2027 bei der BKK Faber-Castell & Partner sein?
Wichtiger Hinweis zur Prognose

Die hier genannten Werte für 2027 sind eine eigene Schätzung von finanda auf Basis der historischen Entwicklung und der aktuellen Marktlage. Es sind keine amtlichen und keine von BKK Faber-Castell & Partner bestätigten Zahlen. Den tatsächlichen Zusatzbeitrag für 2027 legt jede Krankenkasse erst gegen Jahresende selbst fest. Wir übernehmen keine Gewähr für den Eintritt der Prognose.

Die BKK Faber-Castell & Partner verlangt im Jahr 2026 lediglich 2,48 Prozent, und gerade solche Tiefstwerte geraten unter Druck, sobald die steigenden Zusatzbeiträge den gesamten Markt erfassen.

Wie hoch wird der Zusatzbeitrag für die BKK Faber-Castell & Partner in 2027 voraussichtlich sein?

Die BKK Faber-Castell & Partner verlangt im Jahr 2026 einen Zusatzbeitrag von 2,48 Prozent. Der Zusatzbeitrag ist der Teil deines Krankenkassenbeitrags, den jede Kasse selbst festlegt, er kommt zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent hinzu. Zusammen ergibt das einen Gesamtbeitrag von 17,08 Prozent. Mit ihrem Zusatzbeitrag liegt die Kasse 0,42 Prozentpunkte unter dem GKV-Durchschnitt von 2,9 Prozent.

Für das Jahr 2027 erwarten Fachleute einen weiteren Anstieg des durchschnittlichen Zusatzbeitrags auf 3,1 bis 3,7 Prozent, das Bundesgesundheitsministerium rechnet in seiner Mittelfristprognose sogar mit 3,65 bis 3,75 Prozent. Steigt der Durchschnitt, geraten auch günstige Kassen unter Druck. Die BKK Faber-Castell & Partner hat ihren Satz zuletzt zweimal in Folge angehoben, zum 1. Januar 2025 um 1,08 Prozentpunkte und zum 1. Januar 2026 um 0,30 Prozentpunkte. Die folgende Tabelle zeigt dir drei Szenarien und wie viel du als Arbeitnehmer bei 3.500 Euro brutto im Monat jeweils selbst zahlst.

SzenarioGeschätzter Zusatzbeitrag 2027Monatlicher Arbeitnehmer-Anteil bei 3.500 € Brutto
Vorsichtig2,68 %302,40 €
Wahrscheinlich2,88 %305,90 €
Pessimistisch3,28 %312,90 €

Alle drei Werte sind Schätzungen von finanda und keine Angaben der BKK Faber-Castell & Partner. Den amtlichen durchschnittlichen Zusatzbeitrag für 2027 gibt das Bundesgesundheitsministerium erst nach der Sitzung des Schätzerkreises Mitte Oktober 2026 bekannt. Der Schätzerkreis ist ein Gremium aus Fachleuten, das Einnahmen und Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für das kommende Jahr vorausberechnet. Die Fachprognosen reichen bisher von 3,1 bis 3,7 Prozent, und welchen Satz die Kasse selbst festlegt, steht erst danach fest.

Historische Entwicklung des Zusatzbeitrags bei der BKK Faber-Castell & Partner

Im Jahr 2015 verlangte die BKK Faber-Castell & Partner nur 0,35 Prozent Zusatzbeitrag, im Jahr 2016 waren es 0,5 Prozent. Von 2017 bis 2022 blieb der Satz sechs Jahre lang bei 0,65 Prozent. Im Jahr 2023 stieg er auf 1,35 Prozent, im Jahr 2024 senkte die Kasse ihn wieder auf 1,10 Prozent. Danach folgten 2,18 Prozent im Jahr 2025, ein Plus von 1,08 Prozentpunkten, und 2,48 Prozent im Jahr 2026.

In jedem Jahr seit 2015 lag die Kasse unter dem GKV-Durchschnitt. Am größten war der Abstand in den Jahren 2021 und 2022, als sie mit 0,65 Prozent genau 0,65 Prozentpunkte unter dem Schnitt von 1,3 Prozent blieb. Nach der Senkung im Jahr 2024 waren es 0,6 Prozentpunkte unter dem Schnitt von 1,7 Prozent, im Jahr 2025 noch 0,32 Prozentpunkte. Im Jahr 2026 liegt sie 0,42 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt von 2,9 Prozent. In der folgenden Tabelle siehst du für jedes Jahr den Satz zum 1. Januar, die Veränderung zum Vorjahr und den GKV-Durchschnitt.

JahrZusatzbeitrag BKK Faber-Castell & PartnerVeränderung zum VorjahrDurchschnitt GKV
20150,35 %k. A.0,9 %
20160,5 %+0,15 Pp.1,1 %
20170,65 %+0,15 Pp.1,1 %
20180,65 %0,00 Pp.1,0 %
20190,65 %0,00 Pp.0,9 %
20200,65 %0,00 Pp.1,1 %
20210,65 %0,00 Pp.1,3 %
20220,65 %0,00 Pp.1,3 %
20231,35 %+0,70 Pp.1,6 %
20241,1 %-0,25 Pp.1,7 %
20252,18 %+1,08 Pp.2,5 %
20262,48 %+0,30 Pp.2,9 %
2027Prognose 2,88 %+0,40 Pp.noch nicht festgelegt

In der Tabelle siehst du den Zusatzbeitrag der BKK Faber-Castell & Partner direkt neben dem GKV-weiten Durchschnitt über denselben Zeitraum. Die Veränderung ist in Prozentpunkten (Pp.) angegeben. „k. A.“ steht für Jahre, in denen kein öffentlich belegter Einzelwert der Kasse vorliegt. Der Wert für 2027 ist unsere Prognose und kein amtlicher Wert.

Fallbeispiel: Wie hoch ist der GKV-Beitrag bei der BKK Faber-Castell & Partner ab 2027?

Dein Krankenkassenbeitrag setzt sich aus dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem Zusatzbeitrag deiner Kasse zusammen. Berechnet wird er nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze (BBG), also bis zu dem Monatseinkommen, ab dem jeder weitere Euro beitragsfrei bleibt. Im Jahr 2026 liegt diese Grenze bei 5.812,50 Euro im Monat, ab 2027 steigt sie auf 6.375 Euro. Darin steckt eine Sonderanhebung um 300 Euro im Monat durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Unser Fallbeispiel nutzt das wahrscheinliche Szenario mit einem Zusatzbeitrag von 2,88 Prozent und vergleicht eine angestellte und eine selbständige Person mit jeweils 4.000 Euro im Monat.

FallBrutto bzw. Gewinn pro MonatMonatlicher KV-Beitrag 2027 gesamtDein Eigenanteil pro MonatDein Eigenanteil pro Jahr
Angestellte(r)4.000,00 €699,20 €349,60 €4.195,20 €
Selbständige(r) (freiwillig versichert)4.000,00 €699,20 €699,20 €8.390,40 €

Bei 4.000 Euro im Monat und einem Gesamtsatz von 17,48 Prozent fallen insgesamt 699,20 Euro Beitrag im Monat an. Als angestellte Person zahlst du davon die Hälfte, also 349,60 Euro im Monat oder 4.195,20 Euro im Jahr, weil dein Arbeitgeber die andere Hälfte übernimmt. Als selbständige Person trägst du den vollen Beitrag von 699,20 Euro im Monat allein, das sind 8.390,40 Euro im Jahr.

Ab 2027 steigt dein Beitrag aus zwei Gründen gleichzeitig. Der Zusatzbeitrag dürfte nach unserer Schätzung zulegen, und die BBG klettert von 5.812,50 Euro auf 6.375 Euro im Monat. Mit 4.000 Euro im Monat spürst du vor allem den höheren Zusatzbeitrag, wer mehr als 5.812,50 Euro verdient, zahlt zusätzlich Beiträge auf den Einkommensteil bis 6.375 Euro.

Unsere Meinung zum Zusatzbeitrag und den Leistungen der BKK Faber-Castell & Partner

Mit 2,48 Prozent Zusatzbeitrag gehört die BKK Faber-Castell & Partner im Jahr 2026 zu den günstigeren Kassen, denn sie liegt 0,42 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt. Die Betriebskrankenkasse ist regional für Bayern geöffnet, wählen kannst du sie also, wenn du in Bayern wohnst oder arbeitest. Sie versichert rund 113.000 Menschen, eine Fusion ist nicht angekündigt.

Trotz des niedrigen Beitrags bekommst du einige Extras, die über die gesetzlichen Pflichtleistungen hinausgehen.

  • Osteopathie mit 80 Prozent der Rechnung, höchstens 60 Euro je Sitzung und bis zu 360 Euro pro Jahr
  • Professionelle Zahnreinigung mit bis zu 150 Euro pro Jahr
  • Budget von 150 Euro pro Jahr für rezeptfreie Arzneimittel
  • Zuschuss von 150 Euro für Brillen und Sehhilfen
  • Hebammenrufbereitschaft mit bis zu 250 Euro je Schwangerschaft und Babybonus von 75 Euro

Die BKK Faber-Castell & Partner verbindet einen Zusatzbeitrag unter dem Durchschnitt mit soliden Extras, für Menschen in Bayern ist sie damit eine interessante Wahl. Trotzdem lohnt sich ein Kassenvergleich, sobald der Satz für 2027 feststeht, denn bei einer Erhöhung des Zusatzbeitrags hast du ein Sonderkündigungsrecht.

Uwe Lätsch, finanda

Wenn du in Bayern lebst, gehört diese Kasse auf deine Vergleichsliste, weil sie seit Jahren unter dem Schnitt liegt. Prüf trotzdem den Satz für 2027, denn auch günstige Kassen haben zuletzt deutlich erhöht.

Uwe Lätsch, finanda

Häufige Fragen zum Zusatzbeitrag der BKK Faber-Castell & Partner

Ist die BKK Faber-Castell & Partner privat oder gesetzlich?

Die BKK Faber-Castell & Partner ist eine gesetzliche Krankenkasse aus der Gruppe der Betriebskrankenkassen. Sie erbringt die gesetzlichen Pflichtleistungen und ist für alle wählbar, die in Bayern wohnen oder arbeiten.

Wie hoch ist der Beitragssatz der BKK Faber-Castell & Partner im Jahr 2026?

Im Jahr 2026 beträgt der Gesamtbeitrag 17,08 Prozent, bestehend aus dem allgemeinen Satz von 14,6 Prozent und dem Zusatzbeitrag von 2,48 Prozent. Als angestellte Person zahlst du die Hälfte, die andere Hälfte übernimmt dein Arbeitgeber.

Übernimmt die BKK Faber-Castell & Partner die Kosten für eine Zahnreinigung?

Ja, die Kasse zahlt dir für die professionelle Zahnreinigung bis zu 150 Euro pro Jahr. Die Leistung gehört zu ihren Extras, die über die gesetzlichen Pflichtleistungen hinausgehen.

Übernimmt die BKK Faber-Castell & Partner die Kosten für Osteopathie?

Ja, die Kasse erstattet dir 80 Prozent der Rechnung, höchstens 60 Euro je Sitzung. Bezuschusst werden bis zu 6 Sitzungen, also bis zu 360 Euro pro Jahr.

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Uwe Lätsch
GESCHRIEBEN VON
Uwe Lätsch

Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und auf den Punkt.

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