Die hier genannten Werte für 2027 sind eine eigene Schätzung von finanda auf Basis der historischen Entwicklung und der aktuellen Marktlage. Es sind keine amtlichen und keine von mkk bestätigten Zahlen. Den tatsächlichen Zusatzbeitrag für 2027 legt jede Krankenkasse erst gegen Jahresende selbst fest. Wir übernehmen keine Gewähr für den Eintritt der Prognose.
Mit 3,5 Prozent verlangt die mkk im Jahr 2026 gut einen halben Punkt mehr als der Durchschnitt, und bei steigenden Kassenbeiträgen lohnt sich ein genauer Blick auf ihre nächste Entscheidung.
Wie hoch wird der Zusatzbeitrag für die mkk in 2027 voraussichtlich sein?
Bei der mkk beträgt der Zusatzbeitrag im Jahr 2026 genau 3,5 Prozent. Den Zusatzbeitrag legt jede Kasse selbst fest, er kommt zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent hinzu. Zusammen ergibt das einen Gesamtbeitrag von 18,1 Prozent. Damit liegt die Kasse 0,6 Prozentpunkte über dem GKV-Durchschnitt von 2,9 Prozent.
Für das Jahr 2027 erwarten Fachleute einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 3,1 bis 3,7 Prozent, das Bundesgesundheitsministerium rechnet in seiner Mittelfristprognose mit 3,65 bis 3,75 Prozent. Die mkk hat ihren Satz seit dem 1. Januar 2025 nicht mehr verändert, liegt damit aber schon heute deutlich über dem Schnitt. Zum 1. Januar 2027 soll außerdem die BKK Pfalz in der mkk aufgehen, was sich ebenfalls auf die Finanzen der Kasse auswirken kann. Die folgende Tabelle zeigt dir drei Szenarien und wie viel du als Arbeitnehmer bei 3.500 Euro brutto im Monat jeweils selbst zahlst.
| Szenario | Geschätzter Zusatzbeitrag 2027 | Monatlicher Arbeitnehmer-Anteil bei 3.500 € Brutto |
|---|---|---|
| Vorsichtig | 3,7 % | 320,25 € |
| Wahrscheinlich | 3,9 % | 323,75 € |
| Pessimistisch | 4,3 % | 330,75 € |
Alle drei Werte sind Schätzungen von finanda und keine Angaben der mkk. Den amtlichen durchschnittlichen Zusatzbeitrag für 2027 gibt das Bundesgesundheitsministerium erst nach der Sitzung des Schätzerkreises Mitte Oktober 2026 bekannt. Der Schätzerkreis ist ein Gremium aus Fachleuten, das Einnahmen und Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für das kommende Jahr vorausberechnet. Die Fachprognosen reichen bisher von 3,1 bis 3,7 Prozent, welchen Satz die mkk für 2027 beschließt, steht erst danach fest.
Historische Entwicklung des Zusatzbeitrags bei der mkk
Von 2015 bis 2017 verlangte die Kasse, damals noch als BKK Verkehrsbau Union (BKK VBU), einen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent. Ab 2018 lag er bei 1,3 Prozent, zum 1. Juli 2021 erhöhte die Kasse mitten im Jahr auf 1,6 Prozent, die auch im Jahr 2022 galten. Im Jahr 2023 folgten 1,8 Prozent, zum 1. August 2024 dann unterjährig 2,5 Prozent. Zum 1. Januar 2025 stieg der Satz um 1,00 Prozentpunkt auf 3,5 Prozent, im Jahr 2026 blieb er unverändert.
Im Jahr 2015 lag die Kasse genau auf dem GKV-Durchschnitt von 0,9 Prozent, in den Jahren 2016 und 2017 sogar 0,2 Prozentpunkte unter dem Schnitt von 1,1 Prozent. Von 2018 bis 2020 war sie mit 1,3 Prozent teurer als der Durchschnitt, im Jahr 2019 um 0,4 Prozentpunkte. In den Jahren 2023 und 2024 lag sie zum Jahresbeginn nur 0,2 und 0,1 Prozentpunkte darüber, seit 2025 ist der Abstand mit 1,0 und zuletzt 0,6 Prozentpunkten deutlich größer. Die folgende Tabelle zeigt den Satz zum 1. Januar jedes Jahres, für 2024 also 1,8 Prozent, deshalb weist sie für 2025 ein Plus von 1,7 Prozentpunkten aus.
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| Jahr | Zusatzbeitrag mkk | Veränderung zum Vorjahr | Durchschnitt GKV |
|---|---|---|---|
| 2015 | 0,9 % | k. A. | 0,9 % |
| 2016 | 0,9 % | 0,00 Pp. | 1,1 % |
| 2017 | 0,9 % | 0,00 Pp. | 1,1 % |
| 2018 | 1,3 % | +0,40 Pp. | 1,0 % |
| 2019 | 1,3 % | 0,00 Pp. | 0,9 % |
| 2020 | 1,3 % | 0,00 Pp. | 1,1 % |
| 2021 | 1,3 % | 0,00 Pp. | 1,3 % |
| 2022 | 1,6 % | +0,30 Pp. | 1,3 % |
| 2023 | 1,8 % | +0,20 Pp. | 1,6 % |
| 2024 | 1,8 % | 0,00 Pp. | 1,7 % |
| 2025 | 3,5 % | +1,70 Pp. | 2,5 % |
| 2026 | 3,5 % | 0,00 Pp. | 2,9 % |
| 2027 | Prognose 3,9 % | +0,40 Pp. | noch nicht festgelegt |
In der Tabelle siehst du den Zusatzbeitrag der mkk direkt neben dem GKV-weiten Durchschnitt über denselben Zeitraum. Die Veränderung ist in Prozentpunkten (Pp.) angegeben. „k. A.“ steht für Jahre, in denen kein öffentlich belegter Einzelwert der Kasse vorliegt. Der Wert für 2027 ist unsere Prognose und kein amtlicher Wert.
Fallbeispiel: Wie hoch ist der GKV-Beitrag bei der mkk ab 2027?
Dein Krankenkassenbeitrag setzt sich aus dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem Zusatzbeitrag deiner Kasse zusammen. Berechnet wird er nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze (BBG), also bis zu dem Monatseinkommen, ab dem jeder weitere Euro beitragsfrei bleibt. Im Jahr 2026 liegt diese Grenze bei 5.812,50 Euro im Monat, ab 2027 steigt sie auf 6.375 Euro. Darin steckt eine Sonderanhebung um 300 Euro im Monat durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Unser Fallbeispiel nutzt das wahrscheinliche Szenario mit einem Zusatzbeitrag von 3,9 Prozent und vergleicht eine angestellte und eine selbständige Person mit jeweils 4.000 Euro im Monat.
| Fall | Brutto bzw. Gewinn pro Monat | Monatlicher KV-Beitrag 2027 gesamt | Dein Eigenanteil pro Monat | Dein Eigenanteil pro Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Angestellte(r) | 4.000,00 € | 740,00 € | 370,00 € | 4.440,00 € |
| Selbständige(r) (freiwillig versichert) | 4.000,00 € | 740,00 € | 740,00 € | 8.880,00 € |
Bei 4.000 Euro im Monat und einem Gesamtsatz von 18,5 Prozent fallen insgesamt 740,00 Euro Beitrag im Monat an. Als angestellte Person zahlst du davon die Hälfte, also 370,00 Euro im Monat oder 4.440,00 Euro im Jahr, weil dein Arbeitgeber die andere Hälfte übernimmt. Als selbständige Person trägst du den vollen Beitrag von 740,00 Euro im Monat allein, das sind 8.880,00 Euro im Jahr.
Ab 2027 steigt dein Beitrag aus zwei Gründen gleichzeitig. Der Zusatzbeitrag dürfte nach unserer Schätzung zulegen, und die BBG klettert von 5.812,50 Euro auf 6.375 Euro im Monat. Mit 4.000 Euro im Monat spürst du vor allem den höheren Zusatzbeitrag, wer mehr als 5.812,50 Euro verdient, zahlt zusätzlich Beiträge auf den Einkommensteil bis 6.375 Euro.
Unsere Meinung zum Zusatzbeitrag und den Leistungen der mkk
Mit 3,5 Prozent gehört die mkk im Jahr 2026 zu den teureren Kassen, sie liegt 0,6 Prozentpunkte über dem Durchschnitt. Die Betriebskrankenkasse mit Sitz in Berlin ist bundesweit geöffnet und hieß bis Ende 2023 BKK Verkehrsbau Union. Laut krankenkasseninfo.de sind rund 508.989 Menschen bei ihr versichert, davon 406.282 Mitglieder (Stand 1. Juli 2026). Zum 1. Januar 2027 soll die BKK Pfalz in der mkk aufgehen, der Name mkk bleibt, die Genehmigung durch das Bundesamt für Soziale Sicherung steht noch aus.
Für ihren Beitrag bietet dir die mkk einige Extras über die gesetzlichen Pflichtleistungen hinaus.
- Professionelle Zahnreinigung mit zweimal 40 Euro pro Jahr beim Wunschzahnarzt
- Osteopathie mit bis zu 240 Euro
- Präventionskurse über Active+ mit bis zu 400 Euro pro Jahr für zertifizierte Kurse
- Gesundheitskonto Baby+ mit 600 Euro pro Jahr und zusätzlich bis zu 190 Euro Babybonus
- Übernahme ärztlich empfohlener Reiseschutzimpfungen
Die mkk punktet mit hohen Zuschüssen für Kurse und Familien, ist beim Zusatzbeitrag aber klar teurer als der Schnitt. Sobald der Satz für 2027 und die Folgen des Zusammenschlusses mit der BKK Pfalz feststehen, solltest du die Kassen vergleichen, denn bei einer Erhöhung hast du ein Sonderkündigungsrecht.
Bei der mkk zahlst du schon heute mehr als im Durchschnitt, bekommst dafür aber starke Familienleistungen. Prüfe nach dem Jahreswechsel, ob dir diese Extras den Aufpreis wert sind.
Uwe Lätsch, finanda
Häufige Fragen zum Zusatzbeitrag der mkk
Ist die mkk eine teure Krankenkasse?
Mit einem Zusatzbeitrag von 3,5 Prozent liegt die mkk im Jahr 2026 0,6 Prozentpunkte über dem GKV-Durchschnitt von 2,9 Prozent und zählt damit zu den teureren Kassen. Ihr Gesamtbeitrag beträgt 18,1 Prozent, als angestellte Person zahlst du davon die Hälfte.
Wie hieß die mkk Krankenkasse vorher?
Bis zum 31. Dezember 2023 hieß die Kasse BKK Verkehrsbau Union, kurz BKK VBU. Seit dem 1. Januar 2024 tritt sie als mkk auf, ihr Sitz ist Berlin.
Ist die mkk Krankenkasse gut?
Das hängt davon ab, was dir wichtig ist. Die mkk ist bundesweit wählbar, mit rund 508.989 Versicherten eine große Betriebskrankenkasse und bietet hohe Zuschüsse etwa für Präventionskurse. Dafür verlangt sie einen Zusatzbeitrag über dem Durchschnitt.
Welche Leistungen bietet die mkk Krankenkasse an?
Neben den gesetzlichen Pflichtleistungen zahlt dir die mkk zweimal 40 Euro pro Jahr für die professionelle Zahnreinigung und bis zu 240 Euro für Osteopathie. Für Familien gibt es das Gesundheitskonto Baby+ mit 600 Euro pro Jahr, im Bonusprogramm meinBonus erhältst du ab 100 Euro pro Jahr.
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und auf den Punkt.