Die hier genannten Werte für 2027 sind eine eigene Schätzung von finanda auf Basis der historischen Entwicklung und der aktuellen Marktlage. Es sind keine amtlichen und keine von EY BKK (Ernst & Young BKK) bestätigten Zahlen. Den tatsächlichen Zusatzbeitrag für 2027 legt jede Krankenkasse erst gegen Jahresende selbst fest. Wir übernehmen keine Gewähr für den Eintritt der Prognose.
Beschäftigte der EY-Gruppe zahlen bei der EY BKK im Jahr 2026 einen Satz von 2,75 Prozent, und auch eine kleine Betriebskasse kann sich den Zusatzbeiträgen für 2027 kaum entziehen.
Wie hoch wird der Zusatzbeitrag für die EY BKK (Ernst & Young BKK) in 2027 voraussichtlich sein?
Im Jahr 2026 liegt der Zusatzbeitrag der EY BKK bei 2,75 Prozent. Zusammen mit dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent ergibt das einen Gesamtbeitragssatz von 17,35 Prozent. Damit liegt die EY BKK bereits über dem GKV-weiten Durchschnittszusatzbeitrag von 2,9 Prozent für 2026, was bei einer kleinen Versichertenbasis von rund 17.000 Personen strukturell erklärbar ist.
Für 2027 haben wir drei Szenarien berechnet. Grundlage sind die historische Beitragsentwicklung der EY BKK und die allgemeine Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung. Der amtliche GKV-Durchschnittswert für 2027 steht noch nicht fest; Fachprognosen rechnen mit einem Wert zwischen 3,1 und 3,7 Prozent. Die folgende Tabelle zeigt, was die drei Szenarien für einen Arbeitnehmer mit 3.500 Euro Bruttolohn im Monat bedeuten würden.
| Szenario | Geschätzter Zusatzbeitrag 2027 | Monatlicher Arbeitnehmer-Anteil bei 3.500 € Brutto |
|---|---|---|
| Vorsichtig | 2,95 % | 307,13 € |
| Wahrscheinlich | 3,15 % | 310,63 € |
| Pessimistisch | 3,55 % | 317,63 € |
Alle drei Werte sind reine Schätzungen von finanda und keine amtlichen Zahlen. Der GKV-Schätzerkreis, ein Gremium aus Vertretern des Bundesgesundheitsministeriums, des GKV-Spitzenverbands und des Bundesamts für Soziale Sicherung, tagt wie üblich Mitte Oktober und legt dann den Orientierungswert für den Durchschnittszusatzbeitrag 2027 fest. Die amtliche Bekanntmachung im Bundesanzeiger erfolgt spätestens bis zum 1. November 2026. Erst danach entscheiden die einzelnen Kassen über ihren eigenen Zusatzbeitrag für das Folgejahr.
Historische Entwicklung des Zusatzbeitrags bei der EY BKK (Ernst & Young BKK)
Die EY BKK hat ihren Zusatzbeitrag in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst, zuletzt mit einem deutlichen Sprung nach oben. Besonders auffällig ist das Jahr 2025: Zum Jahresanfang wurde der Beitrag zunächst auf 1,04 Prozent gesenkt, dann aber unterjährig auf 2,29 Prozent angehoben. Solche unterjährigen Anpassungen sind selten und zeigen, wie stark die Finanzlage der Kasse unter Druck geraten war.
Die folgende Tabelle listet alle Jahre auf, für die öffentlich belegte Werte der EY BKK vorliegen. Für die Jahre 2015, 2017 und 2018 sind keine Einzelwerte dieser Kasse öffentlich dokumentiert; wir nennen dort deshalb keine Zahl.
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| Jahr | Zusatzbeitrag EY BKK (Ernst & Young BKK) | Durchschnitt GKV |
|---|---|---|
| 2015 | k. A. | 0,9 % |
| 2016 | 0,99 % | 1,1 % |
| 2017 | k. A. | 1,1 % |
| 2018 | k. A. | 1,0 % |
| 2019 | 0,94 % | 0,9 % |
| 2020 | 0,94 % | 1,1 % |
| 2021 | 1,29 % | 1,3 % |
| 2022 | 1,29 % | 1,3 % |
| 2023 | 1,54 % | 1,6 % |
| 2024 | 1,54 % | 1,7 % |
| 2025 | 2,29 % | 2,5 % |
| 2026 | 2,75 % | 2,9 % |
| 2027 | Prognose 3,15 % | noch nicht festgelegt |
In der Tabelle siehst du den Zusatzbeitrag der EY BKK (Ernst & Young BKK) direkt neben dem GKV-weiten Durchschnitt über denselben Zeitraum. „k. A.“ steht für Jahre, in denen kein öffentlich belegter Einzelwert der Kasse vorliegt. Der Wert für 2027 ist unsere Prognose und kein amtlicher Wert.
Fallbeispiel: Wie hoch ist der GKV-Beitrag bei der EY BKK (Ernst & Young BKK) ab 2027?
Der GKV-Beitrag setzt sich aus zwei Teilen zusammen: dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent, den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte teilen, und dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag, der ebenfalls hälftig aufgeteilt wird. Berechnet wird der Beitrag nur auf das Einkommen bis zur sogenannten Beitragsbemessungsgrenze (BBG). Das ist die Einkommensgrenze, bis zu der Beiträge anfallen. Wer mehr verdient, zahlt trotzdem nur auf diesen Höchstbetrag. Für 2027 liegt die BBG bei 6.375 Euro im Monat. Das folgende Fallbeispiel basiert auf dem wahrscheinlichen Szenario mit einem Gesamtbeitragssatz von 17,75 Prozent (14,6 % plus 3,15 % Zusatzbeitrag).
| Fall | Brutto bzw. Gewinn pro Monat | Monatlicher KV-Beitrag 2027 gesamt | Dein Eigenanteil pro Monat | Dein Eigenanteil pro Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Angestellte(r) | 4.000 € | 710,00 € | 355,00 € | 4.260,00 € |
| Selbständige(r) (freiwillig versichert) | 4.000 € | 710,00 € | 710,00 € | 8.520,00 € |
Der entscheidende Unterschied zwischen beiden Fällen liegt beim Arbeitgeberanteil. Angestellte zahlen nur die Hälfte des Gesamtbeitrags selbst, weil der Arbeitgeber die andere Hälfte übernimmt. Selbständige, die freiwillig in der GKV versichert sind, tragen den kompletten Beitrag allein. Bei gleichem Einkommen zahlen sie also doppelt so viel aus eigener Tasche. Jede Erhöhung des Zusatzbeitrags trifft Selbständige deshalb besonders hart.
2027 steigen die Beiträge aus zwei Gründen gleichzeitig. Erstens wird der Zusatzbeitrag voraussichtlich weiter angehoben. Zweitens steigt die Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 Euro im Monat (2026) auf 6.375 Euro im Monat (2027). Diese außerplanmäßige Sonderanhebung um 300 Euro im Monat ist Teil des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes und soll die Einnahmebasis der Kassen stärken. Wer also mehr als 5.812,50 Euro im Monat verdient, zahlt 2027 allein durch die höhere BBG schon mehr, selbst wenn der Zusatzbeitrag gleich bliebe.
Unsere Meinung zum Zusatzbeitrag und den Leistungen der EY BKK (Ernst & Young BKK)
Die EY BKK ist eine geschlossene Betriebskrankenkasse, die faktisch nur EY-Beschäftigten und deren Familienangehörigen offensteht. Mit einem Zusatzbeitrag von 2,75 Prozent im Jahr 2026 liegt sie über dem GKV-Durchschnitt von 2,9 Prozent, was bei einer so kleinen Versichertenbasis von rund 17.000 Personen strukturell erklärbar ist. Kleine Kassen haben weniger Spielraum, Risiken zu streuen, und reagieren auf Kostensteigerungen schneller mit Beitragserhöhungen. Der sprunghafte Anstieg seit 2024 ist ein klares Signal, dass die Finanzlage der Kasse angespannt ist.
Auf der Leistungsseite bietet die EY BKK einige Extras, die für EY-Beschäftigte durchaus attraktiv sein können. Die wichtigsten Highlights:
- Erweiterte telefonische Erreichbarkeit von ca. 7 bis 23 Uhr
- Beteiligung an den Kosten einer privaten Reiseversicherung
- Regelmäßige Gesundheitstage an den EY-Standorten
- Bonusprogramm für gesundheitsbewusstes Verhalten
Wer als EY-Beschäftigter die Wahl hat, sollte die Leistungen der EY BKK ehrlich gegen den Beitrag abwägen. Betriebsnahe Angebote wie Gesundheitstage und die gute Erreichbarkeit sind echte Pluspunkte. Den steigenden Zusatzbeitrag solltest du dabei nicht ignorieren, denn der Trend zeigt klar nach oben.
Die EY BKK hat ihren Zusatzbeitrag in kurzer Zeit fast verdreifacht. Wenn du als EY-Beschäftigter die Möglichkeit hast, andere Kassen zu wählen, lohnt sich ein genauer Vergleich, denn günstigere Kassen mit ähnlichen Leistungen gibt es durchaus.
Uwe Lätsch, finanda
Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und auf den Punkt.