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Wie hoch ist die Rentenprognose für 2028?

Uwe Lätsch
Uwe Lätsch
Finanzexperte bei Finanda · Aktualisiert am 15. August 2026

Für 2028 wird eine Rentenerhöhung von rund 2,4 Prozent erwartet. Das ist eine Prognose aus dem Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung und noch kein beschlossener Wert. Eine Tendenz zeichnet sich trotzdem klar ab: Ab 2028 fallen die Erhöhungen deutlich moderater aus als in 2026 mit 4,24 Prozent oder in 2027 mit voraussichtlich rund 4,4 Prozent.

Bei einer Bruttorente von 1.500 Euro wären rund 2,4 Prozent etwa 36 Euro mehr im Monat. Der Grund für die schwächere Erhöhung liegt vor allem in der langsameren Lohnentwicklung nach den starken Jahren 2026 und 2027.

Wie hoch fällt die Rentenprognose für 2028 aus?

Für 2028 rechnet der Rentenversicherungsbericht in der mittleren Variante mit rund 2,4 Prozent. Die einzelnen Schätzungen liegen dabei sehr eng beieinander, nämlich zwischen etwa 2,35 und 2,39 Prozent. Das zeigt, dass Fachleute beim Trend recht einig sind, auch wenn der genaue Wert noch offen ist.

Wichtig bleibt der Charakter dieser Zahl. Es handelt sich um eine Modellrechnung, keine feste Zusage. Den endgültigen Prozentsatz legt die Bundesregierung jedes Jahr per Verordnung fest, sobald die aktuellen Lohndaten vorliegen. Verändert sich die Lohnentwicklung, verschiebt sich auch die Erhöhung nach oben oder unten.

Warum steigt die Rente ab 2028 langsamer als in 2026 und 2027?

Der Hauptgrund liegt in der Lohnentwicklung. Deine Rente steigt jedes Jahr zum 1. Juli vor allem so stark, wie die Löhne im Vorjahr gestiegen sind. In 2026 und 2027 wirken sich noch kräftige Lohnzuwächse aus, die auch mit der hohen Inflation der Vorjahre zusammenhängen. Ab 2028 rechnen die Modelle mit ruhigeren Lohnsteigerungen, und deshalb fällt auch das Plus bei der Rente kleiner aus.

Der Sprung ist deutlich sichtbar. Von rund 4,4 Prozent im Prognosejahr 2027 auf rund 2,4 Prozent in 2028 halbiert sich die Erhöhung fast. Das ist der normale Rückweg in ruhigere Zeiten nach mehreren Jahren mit sehr hohen Anpassungen. Wie sich die Renten danach weiterentwickeln, kannst du in der Rentenerhöhung bis 2030 nachvollziehen.

Wie wird die Rentenanpassung berechnet?

Die Rentenanpassung folgt einer festen Logik, auch wenn sie auf den ersten Blick kompliziert wirkt. Der wichtigste Baustein ist die Lohnentwicklung. Steigen die durchschnittlichen Löhne, steigt mit etwas Verzögerung auch deine Rente. Genau deshalb hängt die Prognose für 2028 so stark daran, wie sich die Gehälter in den Jahren davor entwickeln.

Dazu kommen zwei Bremsen und eine Sicherung. Der Nachhaltigkeitsfaktor dämpft die Erhöhung leicht, wenn immer mehr Rentner auf immer weniger Beitragszahler kommen. Eine Schutzklausel sorgt dafür, dass deine Rente niemals sinkt. Zusätzlich ist das Rentenniveau per gesetzlicher Haltelinie bei 48 Prozent abgesichert, damit die Renten mit den Löhnen mithalten. Diese Faktoren wirken beim Rechenweg zusammen:

  • Lohnentwicklung des Vorjahres als wichtigster Treiber
  • Nachhaltigkeitsfaktor als leichte Bremse
  • Schutzklausel gegen sinkende Renten
  • Haltelinie beim Rentenniveau von 48 Prozent

Wie viel mehr Rente bekommst du in 2028 laut Prognose?

Bei rund 2,4 Prozent bekommst du für jede 1.000 Euro Bruttorente etwa 24 Euro mehr im Monat. Der Prozentsatz gilt gleich für alle, egal wie hoch deine Rente ausfällt. Je höher deine bisherige Rente, desto größer ist auch dein Euro-Plus.

Drei typische Rentenhöhen machen die Beträge greifbar. Alle Werte beziehen sich auf die Prognose von rund 2,4 Prozent und sind daher Schätzungen ohne Garantie.

Erhöhung 2,4 ProzentNeue Rente pro MonatPlus pro MonatPlus pro Jahr
1.000 Euro+ 24,00 Eurorund 1.024 Eurorund 24 Eurorund 288 Euro
1.500 Euro+ 36,00 Eurorund 1.536 Eurorund 36 Eurorund 432 Euro
2.000 Euro+ 48,00 Eurorund 2.048 Eurorund 48 Eurorund 576 Euro
Beispielwerte auf Basis der Prognose von rund 2,4 Prozent für 2028.

Wie sieht ein Rechenbeispiel für 2028 aus?

Nimm eine Bruttorente von 1.500 Euro im Monat. Bei rund 2,4 Prozent rechnest du 1.500 Euro mal 2,4 Prozent, das ergibt 36 Euro mehr pro Monat. Deine neue Bruttorente läge damit bei rund 1.536 Euro im Monat, über zwölf Monate gerechnet rund 432 Euro mehr im Jahr.

Zum Vergleich: In 2026 hätten dieselben 1.500 Euro bei 4,24 Prozent rund 63,60 Euro mehr im Monat gebracht. Du siehst direkt, wie viel moderater die Prognose für 2028 ausfällt. Wer den Überblick über solche Veränderungen behalten will, kann mit der kostenlosen finanda-App die eigenen Finanzen an einer Stelle bündeln.

Wie ordnet sich die Prognose für 2028 in die letzten Jahre ein?

Ein Blick auf die vergangenen Jahre macht die Einordnung leicht. Nach mehreren kräftigen Erhöhungen zwischen 2022 und 2027 markiert 2028 den Wendepunkt hin zu ruhigeren Anpassungen. Die Werte für 2027 bis 2030 sind dabei Prognosen, die Werte bis einschließlich 2026 stehen fest.

Der Trend wird beim direkten Vergleich der bundeseinheitlichen Erhöhungen mit den aktuellen Schätzungen sofort sichtbar.

Rentenerhöhung zum 1. JuliStatus
20234,39 Prozent West / 5,86 Prozent Ostfeststehend
20244,57 Prozent (erstmals bundeseinheitlich)feststehend
20253,74 Prozentfeststehend
20264,24 Prozentfeststehend
2027rund 4,4 ProzentPrognose
2028rund 2,4 ProzentPrognose
2029rund 2,8 ProzentPrognose
2030rund 2,8 ProzentPrognose
Historie und Prognosen der Rentenerhöhungen laut Deutscher Rentenversicherung und Rentenversicherungsbericht.

Über die gesamte Strecke bleibt die Botschaft positiv. Nach dem Bericht steigt eine Bruttorente zwischen 2024 und 2030 kumuliert um rund 20 Prozent. Die einzelnen Jahre wie die Rentenerhöhung in 2026 und die Rentenerhöhung in 2027 tragen dabei den größten Teil bei.

Wie sicher ist die Prognose von rund 2,4 Prozent für 2028?

Die Prognose ist gut begründet, aber nicht in Stein gemeißelt. Sie basiert auf der mittleren Variante des Rentenversicherungsberichts und auf Annahmen über die Lohnentwicklung. Weichen die tatsächlichen Löhne von dieser Annahme ab, verschiebt sich auch die Erhöhung.

Die enge Spanne von etwa 2,35 bis 2,39 Prozent zeigt, dass Fachleute den Wert für 2028 recht stabil einschätzen. Den verbindlichen Prozentsatz erfährst du erst kurz vor dem 1. Juli 2028, wenn die aktuellen Zahlen vorliegen und die Verordnung beschlossen wird. Bis dahin bleibt es eine sinnvolle Orientierung, mehr aber nicht.

Für 2028 zeichnet sich eine Rentenerhöhung von rund 2,4 Prozent ab. Bei 1.500 Euro Bruttorente sind das etwa 36 Euro mehr im Monat und rund 432 Euro mehr im Jahr. Der Wert ist eine Prognose und noch nicht beschlossen.

Ab 2028 fallen die Erhöhungen deutlich moderater aus als in 2026 und 2027, weil die Löhne langsamer steigen. Deine Rente wächst also weiter, nur nicht mehr so stark wie in den Jahren zuvor.

FAQ zur Rentenprognose für 2028

Wie hoch ist die Rentenerhöhung in 2028?

Für 2028 wird eine Erhöhung von rund 2,4 Prozent erwartet. Die Schätzungen liegen zwischen etwa 2,35 und 2,39 Prozent. Es handelt sich um eine Prognose aus dem Rentenversicherungsbericht, nicht um einen beschlossenen Wert.

Wie viel mehr Rente bekommst du in 2028 bei 1.500 Euro?

Bei einer Bruttorente von 1.500 Euro und rund 2,4 Prozent bekommst du etwa 36 Euro mehr im Monat. Über das Jahr gerechnet sind das rund 432 Euro. Deine neue Rente läge dann bei etwa 1.536 Euro im Monat.

Warum fällt die Erhöhung in 2028 kleiner aus als in 2027?

Die Rente steigt vor allem mit den Löhnen des Vorjahres. In 2028 rechnen die Modelle mit ruhigeren Lohnsteigerungen als in den Jahren davor. Deshalb fällt das Plus mit rund 2,4 Prozent deutlich moderater aus als die rund 4,4 Prozent, die für 2027 erwartet werden.

Kann deine Rente in 2028 auch sinken?

Nein. Eine gesetzliche Schutzklausel sorgt dafür, dass deine Rente nicht sinken kann. Selbst bei schwacher Lohnentwicklung bleibt sie mindestens gleich hoch. Für 2028 wird ohnehin ein Plus von rund 2,4 Prozent erwartet.

Wann steht der endgültige Wert für 2028 fest?

Den verbindlichen Prozentsatz legt die Bundesregierung kurz vor dem 1. Juli 2028 per Verordnung fest, sobald die aktuellen Lohndaten vorliegen. Bis dahin bleiben rund 2,4 Prozent eine Prognose zur Orientierung.

Wie entwickelt sich die Rente nach 2028?

Nach den aktuellen Prognosen liegt die Erhöhung in 2029 bei rund 2,8 Prozent und in 2030 ebenfalls bei rund 2,8 Prozent. Kumuliert steigt eine Bruttorente zwischen 2024 und 2030 nach dem Bericht um rund 20 Prozent.

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Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.

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