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Zinseszinsrechner: Zinsen einfach berechnen

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zuletzt aktualisiert: 15. Mai 2026
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Zinseszinsrechner: Zinsen einfach berechnen

Der Zinseszins ist eine der mächtigsten Kräfte in der persönlichen Finanzplanung.

Wer ihn früh versteht und für sich nutzt, baut langfristig ein Vermögen auf, das weit über seine eigenen Einzahlungen hinausgeht.

Unser Zinseszinsrechner zeigt dir genau, wie dein Kapital über die Zeit wächst und wann der Zinseszins anfängt, stärker zu ziehen als du selbst einzahlst.

Startkapital & Sparrate
Startkapital10.000 €
Monatliche Sparrate300 €
Laufzeit20 Jahre
Rendite & Kosten
Jährliche Rendite7 %
Inflation2 %
Zinseszins-Intervall

Monatliche Verzinsung bedeutet, dass Zinsen jeden Monat auf das bereits angewachsene Kapital berechnet werden. Das maximiert den Zinseszinseffekt.

Dein Ergebnis
Endkapital nach Laufzeit
Zinsgewinne gesamt
Eigene Einzahlungen
Reale Rendite p.a.
Kapital verdoppelt in
Kapitalwachstum
Kapital
Einzahlungen
Kapitalverteilung

Wie funktioniert der Zinseszins Rechner?

Der Rechner nimmt deine Angaben und berechnet daraus, wie dein Kapital über die gewählte Laufzeit wächst. Alles passiert in Echtzeit, du siehst also sofort was sich verändert wenn du einen Regler bewegst.

Du gibst drei Dinge ein: dein Startkapital, deine monatliche Sparrate und die Laufzeit in Jahren. Zusätzlich kannst du die jährliche Rendite, die Inflation und das Zinseszins-Intervall anpassen. Als Ergebnis bekommst du das Endkapital, die gesamten Zinsgewinne, deine eigenen Einzahlungen, die reale Rendite nach Inflation und die Verdoppelungszeit deines Kapitals.

Dazu kommen zwei Diagramme. Die Wachstumskurve zeigt dir Jahr für Jahr, wie dein Kapital steigt und ab wann der Zinseszins stärker zieht als deine eigenen Einzahlungen. Das Donut-Diagramm schlüsselt auf, wie viel deines Endkapitals aus dem Startkapital stammt, wie viel du selbst eingezahlt hast und wie viel reiner Zinsgewinn ist.

Bei langen Laufzeiten ist der Zinsanteil am Ende fast immer der größte der drei Teile.

Plane immer mit einem Puffer. Renditen schwanken, Inflation ist unvorhersehbar und niemand weiß wie die Märkte in 20 Jahren stehen. Die Zahlen im Rechner sind ein realistischer Anhaltspunkt, kein Versprechen.

Was ist Zinseszins überhaupt?

Zinseszins bedeutet, dass du Zinsen auf deine Zinsen bekommst. Klingt banal, ist aber der Grund warum Vermögen über lange Zeiträume so stark wächst.

Ein einfaches Beispiel: Du legst 10.000 Euro an mit sieben Prozent Rendite pro Jahr. Im ersten Jahr bekommst du 700 Euro Zinsen. Im zweiten Jahr bekommst du keine 700 Euro mehr, sondern sieben Prozent auf 10.700 Euro, also 749 Euro. Im dritten Jahr auf 11.449 Euro, und so weiter. Das klingt nach wenig, aber nach 30 Jahren sind aus 10.000 Euro ohne eine einzige weitere Einzahlung fast 76.000 Euro geworden.

Wer zusätzlich jeden Monat Geld einzahlt, beschleunigt diesen Effekt noch einmal erheblich. Ab einem bestimmten Punkt wächst das Portfolio schneller als man selbst einzahlt. Ab diesem Moment arbeitet das Kapital eigenständig für dich.

Was ist der Unterschied zwischen einfachem Zins und Zinseszins?

Einfacher Zins bedeutet, du bekommst Zinsen immer nur auf dein ursprüngliches Startkapital. Wenn du 10.000 Euro zu sieben Prozent anlegst, bekommst du jedes Jahr exakt 700 Euro, egal wie lange. Nach 30 Jahren hättest du 21.000 Euro Zinsen bekommen, insgesamt also 31.000 Euro.

Mit Zinseszins bekommst du dagegen Zinsen auf das jeweils angewachsene Kapital. Nach 30 Jahren hättest du aus denselben 10.000 Euro fast 76.000 Euro gemacht. Der Unterschied von 45.000 Euro entsteht einzig durch den Zinseszinseffekt. Das ist der Grund warum er so mächtig ist.

Was bedeutet das Zinseszins-Intervall?

Das Intervall bestimmt, wie oft im Jahr deine Zinsen auf das Kapital aufgeschlagen werden. Der Rechner bietet drei Optionen:

  • Monatlich bedeutet, dass die Zinsen jeden Monat berechnet und dem Kapital hinzugefügt werden. Das ist die häufigste Variante bei ETFs und Investmentfonds und maximiert den Zinseszinseffekt.
  • Quartalsweise bedeutet Verzinsung viermal im Jahr. Der Unterschied zu monatlich ist bei langen Laufzeiten messbar aber überschaubar.
  • Jährlich ist die klassische Variante. Zinsen werden einmal pro Jahr gutgeschrieben. Bei kurzen Laufzeiten kaum ein Unterschied, bei sehr langen Laufzeiten verlierst du etwas gegenüber monatlicher Verzinsung.

Was ist die Regel 72 und wie hilft sie beim Rechnen?

Die Regel 72 ist eine einfache Faustformel um herauszufinden, wie lange es dauert bis sich dein Kapital verdoppelt. Du teilst einfach 72 durch deinen jährlichen Zinssatz.

Bei sieben Prozent Rendite dauert die Verdopplung ungefähr 72 geteilt durch 7, also gut zehn Jahre. Bei vier Prozent Rendite dauert es 18 Jahre, bei zwölf Prozent nur sechs Jahre.

Der Rechner zeigt dir die Verdoppelungszeit direkt an, aber die Regel 72 hilft dir das Ergebnis intuitiv einzuordnen. Wenn du weißt dass sich dein Kapital alle zehn Jahre verdoppelt, kannst du schnell im Kopf überschlagen was in 20 oder 30 Jahren drin ist.

Ein paar wichtige Hinweise zur Regel 72:

  • Sie ist eine Näherungsformel und wird bei sehr hohen oder sehr niedrigen Zinssätzen ungenauer.
  • Sie gilt für die nominale Rendite vor Inflation. Die echte Kaufkraft wächst langsamer.
  • Steuern auf Kapitalerträge verlangsamen die Verdopplung ebenfalls. In Deutschland greift die Abgeltungssteuer auf Gewinne und Dividenden.

Mit 10.000 Euro Startkapital und 300 Euro Sparrate: Wie viel ist nach 20 Jahren drin?

Nehmen wir jemanden der 10.000 Euro Startkapital hat, jeden Monat 300 Euro investiert und eine jährliche Rendite von sieben Prozent annimmt. Inflation liegt bei zwei Prozent, die reale Rendite also bei etwa fünf Prozent.

Nach 20 Jahren ergibt das ein Endkapital von rund 163.000 Euro. Selbst eingezahlt hat diese Person 10.000 Euro Startkapital plus 300 Euro mal 240 Monate, also insgesamt 82.000 Euro. Der Rest von gut 81.000 Euro kommt ausschließlich vom Zinseszins.

Ab etwa Jahr zwölf dreht sich das Bild. Ab diesem Punkt wächst das Portfolio schneller durch Zinsen als durch eigene Einzahlungen. In den letzten fünf Jahren der Laufzeit entstehen mehr Zinsgewinne als in den ersten zehn Jahren zusammen. Das ist der Zinseszins in seiner reinsten Form.

Was passiert wenn diese Person die Sparrate auf 500 Euro erhöht? Das Endkapital steigt auf rund 218.000 Euro. Nur durch 200 Euro mehr pro Monat entstehen über 20 Jahre 55.000 Euro mehr Endkapital.

Was solltest du bei deiner Planung immer bedenken?

  • Plane immer konservativ. Statt sieben Prozent lieber mit fünf oder sechs rechnen und sich über das Ergebnis freuen wenn es mehr wird.
  • Steuern auf Kapitalerträge sind real. In Deutschland greift die Abgeltungssteuer auf Gewinne und Dividenden, was die effektive Rendite reduziert.
  • Renditen schwanken stark. In manchen Jahren liegt das Portfolio zweistellig im Plus, in anderen im Minus. Langfristig gleicht sich das historisch aus, aber kurzfristig braucht es Geduld.
  • Fang lieber heute mit wenig an als morgen mit viel. Der Zinseszins braucht vor allem Zeit und die läuft jeden Tag weiter.
  • Überprüfe deinen Plan einmal im Jahr. Gehaltserhöhungen oder gesunkene Ausgaben können die Sparrate erhöhen und das Endkapital erheblich verbessern.
  • Halte immer drei bis sechs Monatsausgaben als liquiden Notgroschen außerhalb deines Investments, sofort verfügbar für echte Notfälle.

Was ist der beste Weg den Zinseszins zu nutzen?

Der einfachste und bewährteste Weg für die meisten Menschen ist ein breit gestreutes ETF-Portfolio.

ETFs auf den MSCI World oder den FTSE All World haben historisch langfristige Renditen zwischen sieben und neun Prozent pro Jahr erzielt.

Das ist keine Garantie für die Zukunft, aber ein realistischer Ausgangspunkt für die Planung.

Ein paar Wege wie du den Zinseszinseffekt maximal für dich nutzt:

  • Fang so früh wie möglich an. Jedes Jahr früher macht am Ende einen riesigen Unterschied.
  • Investiere regelmäßig, egal was die Märkte gerade machen. Monatliche Sparpläne nutzen den Durchschnittskosteneffekt und sorgen dafür dass du auch in schlechten Phasen günstig einkaufst.
  • Reinvestiere Dividenden automatisch. Viele ETFs und Fonds tun das automatisch, sogenannte thesaurierende Fonds. Das hält den Zinseszins am Laufen ohne dass du selbst aktiv werden musst.
  • Halte Kosten niedrig. Jeder Prozentpunkt an Gebühren frisst langfristig einen erheblichen Teil des Endkapitals. Günstige ETFs mit Kosten unter 0,2 Prozent pro Jahr sind hier klar im Vorteil.
  • Lass die Finger vom Kapital. Wer zwischendurch immer wieder Geld abzieht, unterbricht den Zinseszinseffekt und verschenkt Potenzial.

FAQ: Zinseszinsrechner

Warum rechnet der Rechner mit realer Rendite nach Inflation?

Weil die nominale Rendite von sieben Prozent in 20 Jahren auf dem Papier gut aussieht, die Kaufkraft des Geldes aber gleichzeitig sinkt. Mit zwei Prozent Inflation pro Jahr sind 100.000 Euro in 20 Jahren real nur noch etwa 67.000 Euro wert. Der Rechner zeigt dir deshalb beide Werte: das nominale Endkapital und die reale Rendite nach Inflation, damit du ein ehrlicheres Bild bekommst.

Was ist der Unterschied zwischen monatlicher und jährlicher Verzinsung beim Endkapital?

Bei sieben Prozent Rendite und 20 Jahren Laufzeit ist der Unterschied zwischen monatlicher und jährlicher Verzinsung messbar aber überschaubar. Monatliche Verzinsung ergibt je nach Startkapital ein paar Prozent mehr Endkapital als jährliche. Bei sehr langen Laufzeiten oder sehr hohen Renditen wird der Unterschied größer.

Ab wann lohnt sich der Zinseszins wirklich?

Der Zinseszinseffekt entfaltet seine volle Kraft erst nach vielen Jahren. In den ersten fünf bis zehn Jahren sieht das Wachstum noch relativ linear aus. Ab Jahr 15 bis 20 beginnt die Kurve deutlich steiler zu werden. Wer 30 oder 40 Jahre investiert sieht den exponentiellen Charakter des Zinseszinses am stärksten. Das ist auch der Grund warum Finanzexperten so stark auf einen frühen Start setzen.

Wie wirken sich Steuern auf den Zinseszinseffekt aus?

In Deutschland musst du auf Kapitalerträge 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag zahlen, also insgesamt rund 26,4 Prozent. Das reduziert die effektive Rendite spürbar. Bei thesaurierenden ETFs zahlst du erst beim Verkauf Steuern, was den Zinseszinseffekt länger ungestört laufen lässt.

Ausschüttende Fonds die Dividenden direkt auszahlen unterbrechen den Zinseszins durch die jährliche Steuerzahlung auf die Ausschüttung.

Ist der Rechner auch für andere Anlageformen nutzbar?

Ja, du kannst die Rendite auf jede Anlageform anpassen. Tagesgeld liegt aktuell bei drei bis vier Prozent, Festgeld ähnlich. Anleihen liegen je nach Laufzeit und Bonität zwischen zwei und fünf Prozent. Aktien und ETFs haben historisch sieben bis neun Prozent pro Jahr erzielt. Immobilien variieren stark je nach Lage und Finanzierung. Gib einfach die erwartete Rendite deiner Anlageform ein und der Rechner rechnet dir das Ergebnis durch.

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Uwe Lätsch
Finanzexperte
Über den Autor

Uwe Lätsch ist Gründer und Geschäftsführer von Vinlivt einem Münchner Fintech für moderne Vorsorge und Finanzberatung. Als Finanzexperte mit langjähriger Erfahrung in der Finanz und Versicherungsbranche treibt er die Digitalisierung der Finanzberatung mit nutzerfreundlichen Lösungen voran.