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title: Prognose  Wie hoch wird der Zusatzbeitrag in 2027 bei der SECURVITA Krankenkasse sein?
url: https://finanda.de/versicherungen/securvita-zusatzbeitrag-2027/
author: Uwe Lätsch
publisher: Finanda (Vinlivt GmbH, München)
date_published: 2026-10-06T03:29:50+00:00
date_modified: 2026-10-10T09:00:42+00:00
categories: Versicherungen
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# Prognose: Wie hoch wird der Zusatzbeitrag in 2027 bei der SECURVITA Krankenkasse sein?

> Wie hoch wird der Zusatzbeitrag der SECURVITA Krankenkasse 2027? Unsere Prognose zeigt dir drei Szenarien und was das für deinen Geldbeutel bedeutet.

**Wichtiger Hinweis zur Prognose**Die hier genannten Werte für 2027 sind eine eigene Schätzung von finanda auf Basis der historischen Entwicklung und der aktuellen Marktlage. Es sind keine amtlichen und keine von SECURVITA Krankenkasse bestätigten Zahlen. Den tatsächlichen Zusatzbeitrag für 2027 legt jede Krankenkasse erst gegen Jahresende selbst fest. Wir übernehmen keine Gewähr für den Eintritt der Prognose.

Mit ihrem naturheilkundlichen Schwerpunkt ist Securvita in 13 Bundesländern wählbar und verlangt im Jahr 2026 einen Zusatzbeitrag von 3,9 Prozent, während die [Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung](https://finanda.de/versicherungen/gkv-zusatzbeitrag-2027/) insgesamt weiter steigen.

## Wie hoch wird der Zusatzbeitrag für die SECURVITA Krankenkasse in 2027 voraussichtlich sein?

Im Jahr 2026 liegt der Zusatzbeitrag der SECURVITA Krankenkasse bei 3,9 Prozent. Das ist ein voller Prozentpunkt mehr als der GKV-weite Durchschnitt von 2,9 Prozent im Jahr 2026. Bereits im laufenden Jahr 2025 hatte die Kasse ihren Zusatzbeitrag unterjährig angehoben, von 3,2 Prozent bis zum 30. Juni 2025 auf 3,9 Prozent ab dem 1. Juli 2025. Dieser Schritt zeigt, dass die SECURVITA auf steigende Ausgaben reagiert und dabei nicht zögert, den Beitrag auch außerhalb des Jahreswechsels zu erhöhen.

Für 2027 haben wir drei Szenarien berechnet. Ausgangspunkt ist der aktuelle Wert von 3,9 Prozent sowie die allgemeine Marktentwicklung, bei der Fachprognosen für den GKV-Durchschnitt 2027 von 3,1 bis 3,7 Prozent ausgehen. Da die SECURVITA strukturell über dem Durchschnitt liegt und ihre Ausgaben für Alternativmedizin und Naturheilkunde zusätzliche Kosten verursachen, rechnen wir damit, dass der Abstand zum Marktdurchschnitt bestehen bleibt oder sogar wächst. Die Tabelle zeigt dir die drei Szenarien und was sie für einen Arbeitnehmer mit 3.500 Euro Bruttogehalt im Monat bedeuten würden.

SzenarioGeschätzter Zusatzbeitrag 2027Monatlicher Arbeitnehmer-Anteil bei 3.500 € BruttoVorsichtig4,1 %327,25 €Wahrscheinlich4,3 %330,75 €Pessimistisch4,7 %337,75 €

Diese Werte sind ausdrücklich Schätzungen von finanda und keine amtlichen Zahlen. Der offizielle GKV-Durchschnittswert für 2027 wird vom Bundesministerium für Gesundheit erst bis spätestens 1. November 2026 im Bundesanzeiger bekanntgegeben. Der GKV-Schätzerkreis, ein Gremium aus Vertretern des Bundesministeriums für Gesundheit, des GKV-Spitzenverbands und des Bundesamts für Soziale Sicherung, tagt dazu wie üblich Mitte Oktober. Erst danach legen die einzelnen Kassen ihre eigenen Zusatzbeiträge für das Folgejahr fest.

## Historische Entwicklung des Zusatzbeitrags bei der SECURVITA Krankenkasse

Die öffentlich belegten Zusatzbeiträge der SECURVITA Krankenkasse sind leider nur für wenige Jahre dokumentiert. Für ältere Jahre liegen uns keine öffentlich verifizierbaren Einzelwerte dieser Kasse vor, weshalb wir sie hier nicht aufführen. Wir nennen nur Zahlen, die wir belegen können.

Was sich klar ablesen lässt: Die SECURVITA hat ihren Zusatzbeitrag innerhalb eines Jahres deutlich angehoben. Von 3,2 Prozent Anfang 2025 auf 3,9 Prozent ab Mitte 2025, und dieser Wert gilt unverändert auch für 2026. Das ist ein Anstieg von 0,7 Prozentpunkten in kurzer Zeit und zeigt, unter welchem Kostendruck die Kasse steht.

JahrZusatzbeitrag SECURVITA KrankenkasseDurchschnitt GKV2015k. A.0,9 %2016k. A.1,1 %2017k. A.1,1 %2018k. A.1,0 %2019k. A.0,9 %2020k. A.1,1 %2021k. A.1,3 %2022k. A.1,3 %2023k. A.1,6 %2024k. A.1,7 %20253,2 %2,5 %20263,9 %2,9 %2027**Prognose 4,3 %**noch nicht festgelegt

In der Tabelle siehst du den Zusatzbeitrag der SECURVITA Krankenkasse direkt neben dem GKV-weiten Durchschnitt über denselben Zeitraum. „k. A.“ steht für Jahre, in denen kein öffentlich belegter Einzelwert der Kasse vorliegt. Der Wert für 2027 ist unsere Prognose und kein amtlicher Wert.

## Fallbeispiel: Wie hoch ist der GKV-Beitrag bei der SECURVITA Krankenkasse ab 2027?

Dein monatlicher Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Erstens dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent, der für alle gesetzlich Versicherten gleich ist. Zweitens dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag, der je nach Kasse unterschiedlich hoch ausfällt. Beide Teile ergeben zusammen den Gesamtbeitragssatz, den du und dein Arbeitgeber je zur Hälfte tragen. Bei der SECURVITA beträgt der Gesamtbeitragssatz 2026 damit 18,5 Prozent (14,6 Prozent plus 3,9 Prozent).

Wichtig zu wissen: Der Beitrag wird nicht auf dein gesamtes Einkommen berechnet, sondern nur auf den Teil bis zur sogenannten Beitragsbemessungsgrenze (BBG). Das ist eine gesetzlich festgelegte Einkommensgrenze, oberhalb derer kein weiterer Beitrag anfällt. Wer mehr verdient als diese Grenze, zahlt trotzdem nur den Beitrag auf den Grenzbetrag, nicht auf sein volles Gehalt. 2026 liegt diese Grenze bei 5.812,50 Euro im Monat, 2027 steigt sie auf 6.375,00 Euro.

BeispielBrutto/MonatAN-Anteil 2026AN-Anteil 2027 (Prognose)Monatliche MehrbelastungBeispiel A3.500 € (unter BBG)323,75 €330,75 €7,00 €Beispiel B7.000 € (über BBG)537,66 €602,44 €64,78 €

Der Beitrag steigt 2027 aus zwei Gründen gleichzeitig. Zum einen erhöht sich voraussichtlich der Zusatzbeitrag der SECURVITA. Zum anderen steigt die Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 Euro auf 6.375,00 Euro im Monat. Diese Anhebung ist außerplanmäßig hoch, weil das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz eine Sonderanhebung um 300 Euro im Monat vorsieht. Damit soll die Einnahmebasis der gesetzlichen Krankenversicherung gestärkt werden.

Besonders deutlich spüren das Gutverdiener wie in Beispiel B. Wer 7.000 Euro brutto im Monat verdient, zahlt 2027 rund 64,78 Euro mehr pro Monat als noch 2026. Das liegt nicht nur am höheren Zusatzbeitrag, sondern vor allem daran, dass durch die gestiegene BBG ein größerer Teil des Einkommens beitragspflichtig wird. Wer dagegen unter der alten und der neuen BBG liegt, wie in Beispiel A mit 3.500 Euro, spürt nur den Effekt des höheren Zusatzbeitrags und zahlt rund 7,00 Euro mehr im Monat.

## Unsere Meinung zum Zusatzbeitrag und den Leistungen der SECURVITA Krankenkasse

Mit einem Zusatzbeitrag von 3,9 Prozent gehört die SECURVITA Krankenkasse zu den teuersten gesetzlichen Kassen in Deutschland. Der Abstand zum GKV-Durchschnitt von 2,9 Prozent im Jahr 2026 beträgt einen vollen Prozentpunkt. Das macht sich im Geldbeutel spürbar. Wer allein auf den Preis schaut, wird bei der SECURVITA nicht glücklich werden.

Wer aber Wert auf naturheilkundliche und alternativmedizinische Leistungen legt, findet bei der SECURVITA ein Angebot, das die meisten anderen gesetzlichen Kassen so nicht bieten. Die Kasse ist in 13 Bundesländern geöffnet, also für die meisten Menschen in Deutschland zugänglich, mit Ausnahme von Bremen und Saarland. Hier sind die wichtigsten Leistungs-Highlights im Überblick:

- Homöopathie mit bis zu 100 Prozent Kostenübernahme
- Osteopathie (für Kinder 300 bis 360 Euro pro Jahr) sowie TCM und Ayurveda
- Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung von bis zu 52 Euro
- Bonusprogramm mit bis zu 200 Euro pro Jahr, zusätzlich Kinderbonus
- Erweiterte Vorsorge und Früherkennung unterhalb der gesetzlichen Altersgrenzen sowie Impf-Zusatzleistungen

Wer diese Leistungen aktiv nutzt, kann den höheren Beitrag zumindest teilweise durch den Mehrwert ausgleichen. Wer dagegen hauptsächlich Schulmedizin in Anspruch nimmt und auf Naturheilkunde keinen Wert legt, zahlt bei der SECURVITA schlicht zu viel für das, was er bekommt. Ein Kassenvergleich lohnt sich in jedem Fall.

„Die SECURVITA ist eine Nischenkasse mit echtem Profil. Wenn du Naturheilkunde und Alternativmedizin regelmäßig nutzt, kann sich der höhere Beitrag lohnen. Nutzt du diese Leistungen nicht, solltest du unbedingt vergleichen, denn ein Prozentpunkt mehr Zusatzbeitrag summiert sich über das Jahr zu einem spürbaren Betrag.“

Uwe Lätsch, finanda
