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title: Prognose  Wie hoch wird der Zusatzbeitrag in 2027 bei der DAK-Gesundheit sein?
url: https://finanda.de/versicherungen/dak-zusatzbeitrag-2027/
author: Uwe Lätsch
publisher: Finanda (Vinlivt GmbH, München)
date_published: 2026-10-06T03:24:34+00:00
date_modified: 2026-10-10T09:01:32+00:00
categories: Versicherungen
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# Prognose: Wie hoch wird der Zusatzbeitrag in 2027 bei der DAK-Gesundheit sein?

> Wie hoch wird der Zusatzbeitrag der DAK-Gesundheit 2027? Unsere Prognose zeigt drei Szenarien und was das für deinen Geldbeutel bedeutet.

**Wichtiger Hinweis zur Prognose**Die hier genannten Werte für 2027 sind eine eigene Schätzung von finanda auf Basis der historischen Entwicklung und der aktuellen Marktlage. Es sind keine amtlichen und keine von DAK-Gesundheit bestätigten Zahlen. Den tatsächlichen Zusatzbeitrag für 2027 legt jede Krankenkasse erst gegen Jahresende selbst fest. Wir übernehmen keine Gewähr für den Eintritt der Prognose.

Als große bundesweite Kasse verlangt die DAK-Gesundheit im Jahr 2026 bereits 3,2 Prozent, und die [Zusatzbeiträge für 2027](https://finanda.de/versicherungen/gkv-zusatzbeitrag-2027/) stellen ihre Versicherten vor die Frage, ob sich ein Wechsel lohnt.

## Wie hoch wird der Zusatzbeitrag für die DAK-Gesundheit in 2027 voraussichtlich sein?

Im Jahr 2026 liegt der Zusatzbeitrag der DAK-Gesundheit bei 3,2 Prozent. Zusammen mit dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent ergibt das einen Gesamtbeitragssatz von 17,8 Prozent. Damit liegt die DAK-Gesundheit bereits deutlich über dem amtlichen GKV-Durchschnittswert von 2,9 Prozent für 2026.

Für 2027 rechnen wir bei finanda damit, dass der Zusatzbeitrag der DAK-Gesundheit weiter steigen wird. Die Gründe dafür sind strukturell: steigende Ausgaben für Krankenhäuser und Arzneimittel, der demografische Wandel und ein anhaltendes Milliardendefizit in der gesetzlichen Krankenversicherung. Je nachdem, wie stark die laufenden Reformmaßnahmen greifen, ergeben sich drei mögliche Szenarien.

SzenarioGeschätzter Zusatzbeitrag 2027Monatlicher Arbeitnehmer-Anteil bei 3.500 € BruttoVorsichtig3,4 %315,00 €Wahrscheinlich3,6 %318,50 €Pessimistisch4,0 %325,50 €

Diese drei Szenarien sind ausschließlich Schätzungen von finanda. Der amtliche GKV-Durchschnittswert für 2027 steht noch nicht fest. Das Gremium, das diesen Wert berechnet, der sogenannte GKV-Schätzerkreis aus Vertretern des Bundesgesundheitsministeriums, des GKV-Spitzenverbands und des Bundesamts für Soziale Sicherung, tagt wie üblich Mitte Oktober. Fachprognosen gehen derzeit von einem GKV-Durchschnitt zwischen 3,1 und 3,7 Prozent aus. Die offizielle Bekanntmachung erfolgt spätestens bis zum 1. November 2026 im Bundesanzeiger.

## Historische Entwicklung des Zusatzbeitrags bei der DAK-Gesundheit

Ein Blick auf die Vergangenheit zeigt, wie stark sich der Zusatzbeitrag der DAK-Gesundheit in kurzer Zeit verändert hat. Von 2016 bis 2022 blieb er sieben Jahre lang stabil bei 1,5 Prozent. Dann begann ein steiler Anstieg: 2023 und 2024 lag er bei 1,7 Prozent, 2025 sprang er auf 2,8 Prozent und 2026 auf 3,2 Prozent.

Diese Entwicklung zeigt, dass die DAK-Gesundheit lange zu den günstigeren Kassen gehörte, inzwischen aber deutlich über dem GKV-Durchschnitt liegt. In der folgenden Tabelle siehst du die Entwicklung der DAK-Gesundheit im Vergleich zum GKV-Durchschnitt. 

JahrZusatzbeitrag DAK-GesundheitDurchschnitt GKV2015k. A.0,9 %20161,5 %1,1 %20171,5 %1,1 %20181,5 %1,0 %20191,5 %0,9 %20201,5 %1,1 %20211,5 %1,3 %20221,5 %1,3 %20231,7 %1,6 %20241,7 %1,7 %20252,8 %2,5 %20263,2 %2,9 %2027**Prognose 3,6 %**noch nicht festgelegt

In der Tabelle siehst du den Zusatzbeitrag der DAK-Gesundheit direkt neben dem GKV-weiten Durchschnitt über denselben Zeitraum. „k. A.“ steht für Jahre, in denen kein öffentlich belegter Einzelwert der Kasse vorliegt. Der Wert für 2027 ist unsere Prognose und kein amtlicher Wert.

## Fallbeispiel: Wie hoch ist der GKV-Beitrag bei der DAK-Gesundheit ab 2027?

Dein monatlicher Krankenkassenbeitrag setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der allgemeine Beitragssatz beträgt 14,6 Prozent deines Bruttoeinkommens und wird je zur Hälfte von dir und deinem Arbeitgeber getragen. Dazu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag, der ebenfalls hälftig aufgeteilt wird. Als Arbeitnehmer zahlst du also die Hälfte des Gesamtbeitragssatzes aus eigener Tasche.

Wichtig zu wissen: Nicht dein gesamtes Einkommen zählt für die Berechnung. Es gibt eine Beitragsbemessungsgrenze (BBG), also eine Einkommensgrenze, bis zu der Beiträge erhoben werden. Verdienst du mehr als diese Grenze, zahlst du trotzdem nur auf den Betrag bis zur Grenze Beiträge. 2026 liegt diese Grenze bei 5.812,50 Euro pro Monat, 2027 steigt sie auf 6.375,00 Euro pro Monat. Das folgende Fallbeispiel nutzt für 2027 unser wahrscheinlichstes Szenario mit einem Zusatzbeitrag von 3,6 Prozent.

BeispielBrutto/MonatAN-Anteil 2026AN-Anteil 2027 (Prognose)Monatliche MehrbelastungBeispiel A3.500 € (unter BBG)311,50 €318,50 €7,00 €Beispiel B7.000 € (über BBG)517,31 €580,13 €62,81 €

Wer 2027 bei der DAK-Gesundheit versichert ist, zahlt aus zwei Gründen gleichzeitig mehr. Erstens steigt der Zusatzbeitrag voraussichtlich an. Zweitens wird die Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 Euro auf 6.375,00 Euro pro Monat angehoben. Diese Anhebung enthält eine außerplanmäßige Sondererhöhung um 300 Euro pro Monat, die durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen wurde. Ziel ist es, die Einnahmebasis der gesetzlichen Krankenversicherung zu stärken.

Besonders deutlich spüren das Gutverdiener wie in Beispiel B. Wer 7.000 Euro brutto im Monat verdient, zahlt 2027 rund 62,81 Euro mehr pro Monat als noch 2026. Das liegt daran, dass durch die höhere BBG ein größerer Teil des Einkommens beitragspflichtig wird. Wer dagegen wie in Beispiel A unter der Bemessungsgrenze liegt, zahlt nur wegen des höheren Zusatzbeitrags mehr, nämlich 7,00 Euro im Monat. Der Doppeleffekt aus höherem Zusatzbeitrag und höherer Bemessungsgrenze trifft also vor allem diejenigen, die bisher schon an der Grenze oder darüber lagen.

## Unsere Meinung zum Zusatzbeitrag und den Leistungen der DAK-Gesundheit

Mit einem Zusatzbeitrag von 3,2 Prozent im Jahr 2026 liegt die DAK-Gesundheit deutlich über dem GKV-Durchschnitt von 2,9 Prozent. Im Kassenvergleich gehört sie damit eher zu den teureren Anbietern. Das war nicht immer so: Jahrelang war die DAK-Gesundheit eine der günstigeren Optionen. Der starke Anstieg seit 2025 hat dieses Bild grundlegend verändert. Wer bei der DAK-Gesundheit versichert ist, sollte deshalb prüfen, ob die Leistungen den höheren Beitrag rechtfertigen.

Auf der Leistungsseite bietet die DAK-Gesundheit einige Extras, die über den gesetzlichen Mindeststandard hinausgehen. Ein Überblick über die wichtigsten Angebote:

- DAK-Bonusprogramm (AktivBonus) für gesundheitsbewusstes Verhalten
- Zuschuss zu professioneller Zahnreinigung
- Zuschuss zu osteopathischen Behandlungen
- Erweiterte Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen
- Online-Angebote und Gesundheitsprogramme, unter anderem zu psychischer Gesundheit und Pflege

Die DAK-Gesundheit ist bundesweit geöffnet, du kannst ihr also unabhängig von deinem Wohnort oder Arbeitgeber beitreten. Entstanden ist sie 2012 aus der Fusion von DAK und BKK Gesundheit, mit weiteren BKK-Zugängen in den Folgejahren. Das macht sie zu einer der erfahrensten und größten Kassen im deutschen Markt.

Die DAK-Gesundheit hat lange von ihrem günstigen Ruf gelebt. Wenn du dort versichert bist, lohnt sich jetzt ein ehrlicher Vergleich: Stimmen Beitrag und Leistung noch für dich?

Uwe Lätsch, finanda

Einen umfassenden Überblick über die Zusatzbeiträge aller großen gesetzlichen Krankenkassen im Vergleich findest du in unserem großen GKV-Zusatzbeitrag-Überblick für 2027. Dort siehst du auf einen Blick, welche Kassen günstiger und welche teurer sind.
