Wie lange zahlt der Arbeitgeber bei Krankheit?
Die ersten sechs Wochen je Krankheitsfall zahlt dein Arbeitgeber das volle Gehalt weiter. Diese Entgeltfortzahlung regelt § 3 des Entgeltfortzahlungsgesetzes.
Anspruch hast du, sobald dein Arbeitsverhältnis vier Wochen bestanden hat. Erkrankst du an einer neuen Krankheit, beginnen die sechs Wochen von vorn. Erst wenn diese Frist abläuft, übernimmt die Krankenkasse mit dem Krankengeld.
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Wie hoch ist das Krankengeld?
Das Krankengeld beträgt 70 % deines Bruttogehalts, höchstens aber 90 % deines Nettogehalts. Von beiden Werten gilt der niedrigere.
Von diesem Betrag gehen noch rund 12,4 % Sozialabgaben ab, bei Kinderlosen etwa 13 %. Aus 3.500 € Brutto und 2.300 € Netto werden so rund 1.800 € Krankengeld im Monat. Gezahlt wird für alle sieben Kalendertage pro Woche, also auch am Wochenende.
Anleitung: So schätzt du dein Krankengeld
Für die Schätzung brauchst du dein Bruttogehalt und dein Nettogehalt, dazu die Info, ob du Kinder hast.
Mit diesen Angaben rechnet dir der Rechner den Tages- und Monatsbetrag aus.
- Nimm 70 % deines Bruttomonatsgehalts als ersten Wert.
- Nimm 90 % deines Nettomonatsgehalts als zweiten Wert.
- Wähle den niedrigeren der beiden Werte als Bruttokrankengeld.
- Ziehe rund 12,4 % Sozialabgaben ab, bei Kinderlosen etwa 13 %.
- Vergleiche das Ergebnis mit deinem bisherigen Netto, um deine Lücke zu sehen.
Wie lange bekommst du Krankengeld?
Wegen derselben Krankheit gibt es Krankengeld für längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren. Die sechs Wochen Entgeltfortzahlung werden angerechnet, sodass netto bis zu 72 Wochen Krankengeld bleiben.
Erkrankst du zwischendurch an etwas anderem, zählt das nicht auf diese Frist. Kommst du nach einer Pause wegen derselben Krankheit zurück, läuft die alte Blockfrist weiter.
Wie hoch ist das Höchstkrankengeld 2026?
Das Krankengeld ist gedeckelt, 2026 liegt das Höchstkrankengeld bei rund 135,63 € brutto am Tag. Grundlage ist die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung von 5.812,50 € im Monat.
Wer mehr verdient, bekommt trotzdem nicht mehr Krankengeld. Genau hier reißt für Gutverdiener die größte Lücke zum gewohnten Netto, die sich mit einer Krankentagegeldversicherung schließen lässt.