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MSCI World ETF-Rechner mit Steuern

Uwe Lätsch
Uwe Lätsch
Finanzexperte bei Finanda · Aktualisiert am 16. Oktober 2026

Anleitung: So funktioniert der MSCI-World-ETF-Rechner mit Steuern

Der Rechner zeigt, was von deinem MSCI-World-Investment nach deutschen Steuern übrig bleibt. Du gibst deine Einmalanlage, deine monatliche Sparrate, die erwartete Rendite und die Laufzeit ein. Der Rechner verzinst dein Kapital monatlich und legt jede Sparrate sofort mit an.

Weil ein thesaurierender ETF seine Erträge automatisch wieder anlegt, greift schon während der Laufzeit die Vorabpauschale. Der Rechner ermittelt sie Jahr für Jahr aus dem Basiszins, zieht die 30 Prozent Teilfreistellung und deinen jährlichen Sparerpauschbetrag ab und versteuert den Rest mit der Abgeltungsteuer von 26,375 Prozent. Beim Verkauf wird der restliche Kursgewinn besteuert, bereits gezahlte Vorabpauschalen werden dabei angerechnet.

Über die weiteren Angaben passt du Basiszins, Fondskosten, Sparerpauschbetrag und Kirchensteuer an.

  1. Trag deine Einmalanlage und deine monatliche Sparrate ein.
  2. Setz eine realistische Rendite, für den MSCI World rund 7 Prozent pro Jahr.
  3. Stell die Laufzeit auf deinen Anlagehorizont.
  4. Öffne die weiteren Angaben für Basiszins, TER, Sparerpauschbetrag und Kirchensteuer.
  5. Lies Endkapital netto, Endkapital brutto und die gesamte Steuerlast ab.
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Beispiel: 200 € im Monat über 20 Jahre

Du legst 10.000 € einmalig und 200 € im Monat über 20 Jahre zu 7 Prozent an. Dein Depot wächst brutto auf rund 136.500 €, eingezahlt hast du 58.000 €, der Kursgewinn liegt bei etwa 78.500 €.

Über die Jahre fällt laufend Vorabpauschale an, den Großteil deckt aber dein jährlicher Sparerpauschbetrag ab. Zusammen mit der Steuer beim Verkauf ergibt sich eine Gesamtsteuer von rund 10.500 €. Netto bleibt ein Vermögen von etwa 126.000 €.

Was ist die Vorabpauschale und warum senkt die Teilfreistellung deine Steuer?

Ein thesaurierender ETF schüttet nichts aus, deshalb versteuert der Staat über die Vorabpauschale schon während der Haltedauer einen kleinen fiktiven Ertrag. Sie ergibt sich aus dem Fondswert am Jahresanfang, dem Basiszins und dem Faktor 0,7 und ist auf den tatsächlichen Wertzuwachs des Jahres begrenzt.

Weil ein Aktien-ETF bereits auf Unternehmensebene Steuern trägt, stellt der Gesetzgeber 30 Prozent der Erträge steuerfrei. Dadurch sinkt die tatsächliche Belastung deutlich unter die nominalen 26,375 Prozent.

Uwe Lätsch
GESCHRIEBEN VON
Uwe Lätsch

Uwe Lätsch ist Gründer von Finanda und begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei Geldthemen. Er schreibt über Altersvorsorge, ETFs, Versicherungen und den Alltag mit Finanzen, immer verständlich und ohne Verkaufsdruck.

Häufige Fragen

Auf Gewinne und Ausschüttungen fallen 25 Prozent Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag an, zusammen 26,375 Prozent. Bei Aktien-ETFs sind 30 Prozent des Gewinns über die Teilfreistellung steuerfrei, sodass die effektive Belastung niedriger ausfällt.
Ja. Der Rechner ermittelt die Vorabpauschale für jedes Jahr aus dem Basiszins, wendet Teilfreistellung und Sparerpauschbetrag an und rechnet die bereits gezahlte Steuer beim Verkauf gegen den Gewinn. So spiegelt das Ergebnis die reale Besteuerung thesaurierender ETFs.
Langfristig lag die durchschnittliche Wertentwicklung grob bei 7 Prozent pro Jahr vor Kosten und Steuern. Das ist ein historischer Durchschnitt und keine Garantie, einzelne Jahre schwanken stark.
Für das Steuerjahr 2025 beträgt der Basiszins 2,53 Prozent, für 2026 liegt er bei 3,20 Prozent. Das Bundesfinanzministerium gibt den Wert jedes Jahr im Januar bekannt.
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