Wie berechnet sich deine monatliche Rate?
Deine Monatsrate ergibt sich aus Sollzins und anfänglicher Tilgung: Rate gleich Darlehen mal Sollzins plus Tilgung geteilt durch 100 geteilt durch 12.
Ein Beispiel: 300.000 € zu 3,5 % Sollzins und 2 % anfänglicher Tilgung ergeben rund 1.375 € im Monat. Je höher du die Tilgung ansetzt, desto schneller bist du schuldenfrei und desto höher liegt die Rate.
Die App verbindet deine Konten und zeigt dir Budget, Sparziele und Verträge in Echtzeit.
Warum wird dein Darlehen mit der Zeit schneller kleiner?
Getilgte Beträge kosten dich keine Zinsen mehr, dadurch beschleunigt sich der Abbau von Jahr zu Jahr.
Am Anfang steckt der größte Teil deiner Rate im Zins und nur ein kleiner in der Tilgung. Mit jeder Rate verschiebt sich das Verhältnis, weil die Restschuld sinkt und darauf weniger Zins anfällt. So wächst der Tilgungsanteil bei gleicher Rate stetig.
Anleitung: So legst du Tilgung und Zinsbindung fest
Deine Tilgung entscheidet über Tempo und Rate, deine Zinsbindung über die Planungssicherheit.
Mit diesen Schritten kommst du zu einer Rate, die zu deinem Einkommen passt und dich zügig entschuldet.
- Setze die anfängliche Tilgung auf mindestens 2 %, bei niedrigen Zinsen besser auf 3 %.
- Wähle eine Zinsbindung von 15 Jahren oder mehr, um dich langfristig gegen steigende Zinsen abzusichern.
- Achte auf ein Recht auf kostenlose Sondertilgung von rund 5 % pro Jahr.
- Prüfe im Rechner die Restschuld nach zehn Jahren und passe die Tilgung an, bis der Wert dir klein genug erscheint.
Was bedeutet die Restschuld nach zehn Jahren für dich?
Deine Restschuld nach zehn Jahren ist die wichtigste Zahl deiner Finanzierung, denn dann endet meist die Zinsbindung.
Zu diesem Zeitpunkt finanzierst du den offenen Rest zum dann gültigen Marktzins weiter. Liegt der Zins höher als heute, steigt deine Rate spürbar. Je mehr du bis dahin getilgt hast, desto kleiner ist die Restschuld und desto geringer dein Risiko bei der Anschlussfinanzierung.
Wie kommst du nach zehn Jahren aus dem Vertrag?
Nach § 489 BGB kannst du zehn Jahre nach der Vollauszahlung mit einer Frist von sechs Monaten kündigen, und das unabhängig von deiner Zinsbindung.
Du sitzt also selbst bei einer Zinsbindung von 15 Jahren nicht in der Falle. Sind die Marktzinsen nach zehn Jahren gefallen, kündigst du und finanzierst günstiger weiter. Dieses Recht kostet dich nichts und keine Bank kann es dir nehmen.