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title: Wie viele Zinsen bekommst du bei der Raiffeisenbank?
url: https://finanda.de/finanzwisssen/raiffeisenbank-zinsen/
author: Uwe Lätsch
publisher: Finanda (Vinlivt GmbH, München)
date_published: 2026-08-15T14:24:41+00:00
date_modified: 2026-08-15T14:24:41+00:00
categories: Finanzwissen
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# Wie viele Zinsen bekommst du bei der Raiffeisenbank?

> Wie viel Zinsen zahlt die Raiffeisenbank auf Tagesgeld und Festgeld? Aktuelle Werte, ein ehrliches Rechenbeispiel und bessere Alternativen im Überblick.

Bei der Raiffeisenbank liegt der Tagesgeldzins im Schnitt bei 0,53 Prozent pro Jahr, beim einjährigen Festgeld sind es durchschnittlich 1,84 Prozent (Stand Juli 2026). An genau dieser Stelle entscheidet sich für dich bares Geld.

Wichtig zu wissen: Es gibt nicht die eine Raiffeisenbank mit einem festen Zins. Jedes Haus ist eine eigenständige Genossenschaft und legt seine Zinsen selbst fest. Deine Raiffeisenbank vor Ort kann also spürbar mehr oder weniger zahlen als der Durchschnitt, den du gleich in Zahlen siehst.

## Wie viele Zinsen bekommst du bei der Raiffeisenbank?

Auf Tagesgeld zahlt die Raiffeisenbank im Durchschnitt 0,53 Prozent pro Jahr (Stand 23.07.2026). Die Spanne reicht von 0,00 Prozent bis maximal 1,13 Prozent unter allen erfassten Instituten. Ganze 17 Häuser zahlen aktuell null Prozent, ihre Kunden bekommen also gar keine Zinsen auf ihr Erspartes. Die meisten Standard-Tagesgeldkonten liegen zwischen 0,0 und rund 0,75 Prozent, einzelne Häuser schaffen etwas über 1 Prozent.

Beim Festgeld sieht es etwas besser aus. Für 12 Monate bekommst du im Schnitt 1,84 Prozent, das Maximum liegt bei 2,60 Prozent. Über 3 Jahre sind es durchschnittlich 2,12 Prozent (Maximum 3,50 Prozent), über 5 Jahre 2,30 Prozent (Maximum 3,20 Prozent). Die Höchstwerte erreichen aber nur einzelne Häuser, oft mit Bedingungen wie Wohnsitz in der Region oder einem zusätzlichen Girokonto. Das Zinsniveau bleibt strukturell niedrig, weil das dichte Filialnetz teuer ist, die regionale Preissetzung keinen überregionalen Wettbewerb kennt und das Bestandskundenmodell wenig Wechseldruck erzeugt.

Damit du den Unterschied nicht nur in Prozent, sondern in echtem Geld siehst, rechne einmal mit 10.000 Euro für ein Jahr durch. Auf der einen Seite ein typischer Filialzins von 0,5 Prozent, auf der anderen eine gute Direktbank mit 2,5 Prozent. Alle Werte vor Steuern und Inflation.

Zinssatz p.a.Zinsen bei 10.000 Euro nach 1 JahrRaiffeisenbank Filialzins (Beispiel)0,5 Prozent50 EuroRaiffeisenbank ohne Zinsen (17 Häuser)0,0 Prozent0 EuroGute Direktbank (Beispiel)2,5 Prozent250 EuroAktionszins Direktbank (befristet)4,0 Prozent400 Euro

Der Unterschied zwischen 0,5 und 2,5 Prozent sind 200 Euro mehr pro Jahr, allein durch die Wahl der Bank. Das gilt bei gleicher gesetzlicher Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Fällt deine Raiffeisenbank in die Gruppe der 17 Häuser mit null Prozent, verschenkst du sogar die kompletten 250 Euro. Wie sich Tagesgeld voraussichtlich weiterentwickelt, zeigt die [Prognose zu den Tagesgeld-Zinsen für 2027](https://finanda.de/finanzwisssen/tagesgeld-zinsen-prognose-2027/).

**17 Raiffeisenbanken zahlen aktuell null Prozent**Stand 23.07.2026: Von allen erfassten Raiffeisenbank-Instituten zahlen 17 Häuser 0,00 Prozent auf Tagesgeld. Wer dort 10.000 Euro parkt, bekommt keinen einzigen Cent Zinsen, obwohl das Geld genauso bis 100.000 Euro gesetzlich gesichert ist wie bei einer Direktbank mit 2,5 Prozent.

## Lohnt sich ein Tages- und Festgeldkonto bei der Raiffeisenbank?

Für den reinen Zins lohnt es sich meist nicht, dein Erspartes bei der Raiffeisenbank zu parken. Mit 0,53 Prozent im Schnitt beim Tagesgeld liegst du rund 2 Prozentpunkte unter dem, was gute Direktbanken dauerhaft zahlen. Auf 10.000 Euro sind das schnell 200 Euro pro Jahr, die dir entgehen, ohne dass du dafür mehr Risiko trägst.

Trotzdem gibt es Situationen, in denen die Raiffeisenbank für dich passt. Wenn dir wichtig ist, alles bei einer Bank zu haben, du eine feste Ansprechpartnerin in der Filiale schätzt oder du die persönliche Beratung vor Ort nutzt, hat das einen echten Wert. Sicher ist dein Geld dort ohnehin, denn die Einlagensicherung greift genauso wie bei einer Direktbank, bei den Genossenschaftsbanken zusätzlich noch über die Institutssicherung der Gruppe.

Die Bequemlichkeit, alles an einem Ort zu haben, kostet dich beim Zins richtig Geld. Wer diesen Aufpreis bewusst zahlt, macht nichts falsch. Wer aber das Maximum aus seinem Ersparten holen will, ist woanders besser aufgehoben. Ob sich das Ganze für dich rechnet, hängt an deiner konkreten Situation.

Drei Punkte sprechen für die Raiffeisenbank:

- Du willst alle Konten bei einer Bank bündeln und legst Wert auf Beratung vor Ort.
- Du hast nur einen kleinen Betrag geparkt, bei dem sich der Zinsunterschied kaum bemerkbar macht.
- Du nutzt ein befristetes Neukunden-Aktionsangebot deiner Raiffeisenbank und bist bereit, danach zu wechseln.

Vier Punkte sprechen dagegen:

- Der Tagesgeldzins liegt mit rund 0,53 Prozent deutlich unter dem Marktdurchschnitt.
- 17 Institute zahlen aktuell gar keine Zinsen auf Tagesgeld.
- Aktionszinsen fallen nach der Frist auf einen niedrigen Bestandszins zurück.
- Hohe Festgeld-Spitzenwerte gibt es oft nur mit Bedingungen wie regionalem Wohnsitz.

Wer sein Geld bei einer Raiffeisenbank mit null Prozent parkt, zahlt drauf, ohne es zu merken.

Uwe Lätsch, finanda

## Welche Alternativen zum Zinssparen gibt es bei der Raiffeisenbank?

Die naheliegendste Alternative ist ein Tages- oder Festgeldkonto bei einer Direktbank. Der Marktdurchschnitt aller im Vergleich erfassten Banken lag zuletzt bei 1,95 Prozent, die Top-5-Banken zahlten im Schnitt 3,54 Prozent, und die höchsten Neukunden-Aktionszinsen erreichten bis zu 4,00 Prozent (befristet, Stand 01.08.2026). Gute Direktbanken zahlen dauerhaft grob 2 bis 3 Prozent. Deine Einlagen sind dort genauso bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt wie bei der Raiffeisenbank.

Für deinen Notgroschen und Geld, das du in den nächsten Jahren brauchst, ist ein besser verzinstes Tagesgeld die klare Wahl. Ein Richtwert für den Notgroschen sind 3 bis 6 Monatsausgaben, die jederzeit verfügbar auf dem Tagesgeld liegen. Geld mit fest planbarem Termin passt gut aufs Festgeld, wobei sich aktuell 12 bis 24 Monate anbieten, weil lange Laufzeiten kaum mehr Zins bringen als kurze. Die [Festgeld-Zinsprognose für 2027](https://finanda.de/finanzwisssen/festgeld-zinsen-prognose-2027/) gibt dir einen guten Anhaltspunkt, wohin sich die Zinsen bewegen.

Für langfristiges Geld, das du zehn Jahre und länger nicht brauchst, ist ein Depot die spannendere Option. Die Raiffeisenbank bietet über die genossenschaftliche Fondsgesellschaft Union Investment aktiv gemanagte Fonds an. Beim UniGlobal fällt ein Ausgabeaufschlag von 5,00 Prozent an, dazu kommen laufende Kosten von rund 1,45 Prozent pro Jahr. Ein breit streuender Welt-ETF im Depot kostet dagegen meist nur rund 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr laufend und hat keinen Ausgabeaufschlag. Auf lange Sicht macht dieser Kostenunterschied einen dicken Batzen bei deiner Rendite aus.

Wichtig bei allen Wertpapieren: Sie sind kein Zinsersatz für kurzfristiges Geld, sondern etwas für den langen Horizont. Der MSCI World erzielte seit 1975 im Schnitt rund 7,7 Prozent pro Jahr nominal, zur Planung wird oft konservativ mit rund 6 Prozent gerechnet. Aktien schwanken stark, über kurze Zeiträume war die Rendite auch schon negativ, über sehr lange Zeiträume ab etwa 15 Jahren historisch nie. Das ist keine Anlageberatung, sondern eine Einordnung. Tages- und Festgeld auf der einen und ein ETF-Depot auf der anderen Seite ergänzen sich.

**In fünf Schritten zu mehr Zins**1. Prüfe den aktuellen Zins deiner Raiffeisenbank direkt bei deinem Institut vor Ort.
2. Vergleiche mit den aktuellen Tagesgeldangeboten guter Direktbanken.
3. Trenne dein Geld nach Zweck: Notgroschen aufs Tagesgeld, fest planbares Geld aufs Festgeld.
4. Achte bei jeder Bank auf die Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Kunde.
5. Für langfristiges Geld prüfe ein günstiges ETF-Depot statt teurer aktiver Fonds.

Damit du bei mehreren Konten und Banken nicht den Überblick verlierst, hilft dir die kostenlose App finanda. Sie verbindet deine Konten automatisch und sortiert deine Ausgaben, sodass du deine Sparzinsen und dein Guthaben leicht im Blick behältst. finanda ist keine Bank und bietet selbst kein Tages- oder Festgeld an.

Typischer Zins bzw. RenditePasst fürRaiffeisenbank Tagesgeldrund 0,53 Prozent p.a.alles bei einer Bank, Beratung vor OrtDirektbank Tagesgeldrund 2 bis 3 Prozent p.a.Notgroschen, kurzfristiges GeldBreit gestreutes ETF-Depotlangfristig rund 6 Prozent p.a. (mit Kursrisiko)Geld für 10 Jahre und länger

## Häufige Fragen

  
    Warum sind die Zinsen bei der Raiffeisenbank so niedrig?+
    Das liegt an der Struktur: ein dichtes und teures Filialnetz, regionale Preissetzung ohne ueberregionale Konkurrenz und ein Bestandskundenmodell mit wenig Wechseldruck. Dadurch liegt das Zinsniveau strukturell unter dem der Direktbanken, aehnlich wie bei den Sparkassen.
  
  
    Zahlt jede Raiffeisenbank die gleichen Zinsen?+
    Nein. Jede Raiffeisenbank ist eine eigenstaendige Genossenschaft und legt ihre Zinsen selbst fest. Die Spanne beim Tagesgeld reicht von 0,00 bis 1,13 Prozent. Deshalb solltest du den Zins immer direkt bei deinem Institut vor Ort prüfen.
  
  
    Ist mein Geld bei einer Direktbank genauso sicher wie bei der Raiffeisenbank?+
    Ja. Die gesetzliche Einlagensicherung schuetzt bei jeder Bank in Deutschland und der EU deine Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Bei den Genossenschaftsbanken kommt die Institutssicherung der Gruppe noch dazu. Für deinen Notgroschen ändert der Wechsel zur Direktbank am Schutz also nichts.
  
  
    Muss ich auf die Zinsen bei der Raiffeisenbank Steuern zahlen?+
    Erst wenn deine Kapitalertraege den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro bei gemeinsam veranlagten Paaren) uebersteigen. Bei 10.000 Euro und 3 Prozent bekommst du 300 Euro Zinsen, das bleibt komplett steuerfrei, sofern du einen Freistellungsauftrag gestellt hast. Der Freibetrag ist bei 3 Prozent erst ab rund 33.333 Euro Anlage pro Person ausgeschoepft.
  
  
    Lohnt sich ein langes Festgeld über 5 Jahre bei der Raiffeisenbank?+
    Aktuell bringt eine lange Laufzeit kaum mehr Zins als eine kurze, weil die Zinsstruktur flach ist. Über 5 Jahre gibt es im Schnitt 2,30 Prozent, über 12 Monate schon 1,84 Prozent. Für die kleine Zinsdifferenz bindest du dein Geld lange fest. Deshalb ist eine Laufzeit von 12 bis 24 Monaten oft die flexiblere Wahl.
  
  
    Wie behalte ich meine Konten und Zinsen bei mehreren Banken im Überblick?+
    Dafür eignet sich eine App wie das kostenlose finanda. Sie verbindet deine Konten automatisch und sortiert deine Ausgaben, sodass du dein Guthaben und deine Sparzinsen leicht im Blick behaeltst. finanda ist keine Bank und bietet selbst kein Tages- oder Festgeld an.
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