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title: Was ist das 5-Konten-Modell?
url: https://finanda.de/finanzwisssen/5-konten-modell/
author: Uwe Lätsch
publisher: Finanda (Vinlivt GmbH, München)
date_published: 2026-08-15T08:42:40+00:00
date_modified: 2026-08-15T14:20:58+00:00
categories: Finanzwissen
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# Was ist das 5-Konten-Modell?

> Das 5-Konten-Modell teilt dein Netto in fünf feste Töpfe. Erfahre als Anfänger, wie du es einrichtest, aufteilst und im Alltag durchhältst.

Beim 5-Konten-Modell wandert jeder Geldeingang in fünf feste Töpfe mit klarem Zweck: Notwendiges, langfristiges Sparen, Spaß, Bildung und Vermögensaufbau. Jeder Topf hat eine Aufgabe und wird nur dafür genutzt. Am Monatsende weißt du genau, wohin dein Geld geflossen ist.

Das Modell geht auf das JARS-System von T. Harv Eker zurück. Wer 2.500 Euro netto verdient, schiebt nach der bekanntesten Aufteilung rund 1.375 Euro in die Fixkosten und je 250 Euro in vier weitere Töpfe. Das klingt nach viel Struktur, bringt aber echte Ordnung in den Geldbeutel.

## Was steckt hinter dem 5-Konten-Modell?

Das 5-Konten-Modell ist eine Methode, um dein Einkommen automatisch auf fünf Konten oder Unterkonten mit festem Zweck aufzuteilen. Jeder Topf bekommt einen festen Anteil deines Nettogehalts, und du gibst das Geld nur für den jeweiligen Zweck aus.

Die Idee stammt aus dem JARS-System (Money Jars) von T. Harv Eker. Im Original sind es sechs Töpfe, weil noch ein Topf fürs Spenden dazukommt. Beim 5-Konten-Modell lässt man das Geben meist weg oder schlägt es dem Sparen zu. Übrig bleiben fünf klare Bereiche: Notwendiges, langfristiges Sparen mit Notgroschen, Spaß und Konsum, Bildung sowie Vermögensaufbau fürs Investieren.

Der Kern des Ganzen ist die Trennung. Solange dein gesamtes Geld auf einem Konto liegt, verschwimmen Miete, Spontankäufe und Sparziele zu einem einzigen großen Haufen. Fünf getrennte Töpfe machen jeden Euro sichtbar und geben dir bei jeder Ausgabe eine klare Antwort auf die Frage, ob noch Budget da ist.

## Welche fünf Töpfe gehören zum 5-Konten-Modell?

Jeder der fünf Töpfe deckt einen eigenen Lebensbereich ab und bekommt einen festen Anteil deines Einkommens. Der größte Topf ist immer das Notwendige, also alles, was du zum Leben brauchst: Miete, Strom, Versicherungen, Lebensmittel.

Die anderen vier Töpfe teilen sich den Rest und sorgen dafür, dass Sparen, Genuss, Weiterbildung und Investieren nicht unter den Tisch fallen. Diese Aufteilung zwingt dich, jeden Bereich bewusst mit Geld zu versorgen, statt am Monatsende zu hoffen, dass noch etwas übrig bleibt.

ZweckAnteilNotwendigesMiete, Strom, Versicherungen, Lebensmittel, laufende Fixkosten55 %Langfristiges SparenNotgroschen und Sparziele wie Urlaub, Auto oder Rücklagen10 %SpaßRestaurant, Hobbys, Shopping, Freizeit ohne schlechtes Gewissen10 %BildungBücher, Kurse, Fortbildungen, Coachings10 %VermögensaufbauInvestieren in ETFs oder Aktien für finanzielle Freiheit10 %

Diese 55/10/10/10/10-Verteilung ist die bekannteste Variante nach Eker. Sie ergibt zusammen 95 Prozent, die restlichen 5 Prozent gehen im Original ans Spenden. Beim 5-Konten-Modell schlägst du diese 5 Prozent einfach dem Sparen oder Vermögensaufbau zu, oder du nutzt sie als Puffer.

Die Prozente sind Richtwerte, keine feste Regel. In Regionen mit hohen Mieten liegt allein das Notwendige oft deutlich über 55 Prozent. Dann passt du die Anteile an deine echte Lage an, statt dich an die Zahlen zu klammern.

## Wie teilst du dein Geld beim 5-Konten-Modell konkret auf?

Du nimmst dein monatliches Nettoeinkommen und verteilst es prozentual auf die fünf Töpfe. Sobald das Gehalt eingeht, laufen die Anteile per Dauerauftrag automatisch auf die einzelnen Konten, ohne dass du jeden Monat aktiv eingreifen musst.

Ein Rechenbeispiel macht das greifbar. Bei 2.500 Euro netto und der 55/10/10/10/10-Aufteilung bleiben rund 1.375 Euro fürs Notwendige, dazu je 250 Euro für Sparen, Spaß, Bildung und Vermögensaufbau. Nimmst du die 5 Prozent Geben separat, sind das noch einmal 125 Euro.

AnteilBetrag bei 2.500 €Notwendiges55 %1.375 €Langfristiges Sparen10 %250 €Spaß10 %250 €Bildung10 %250 €Vermögensaufbau10 %250 €Geben (optional)5 %125 €

Verdienst du mehr, wachsen alle Töpfe mit. Bei 3.000 Euro netto landen 1.650 Euro im Notwendigen und je 300 Euro in den vier anderen Töpfen. Das Prinzip bleibt gleich, nur die absoluten Beträge steigen.

Wichtig ist, dass du jeden Topf wirklich nur für seinen Zweck nutzt. Der Spaß-Topf finanziert das Restaurant, nicht die Stromnachzahlung. Ist ein Topf leer, ist er leer. Genau diese Konsequenz macht das Modell so wirksam.

**Dauerauftrag statt Willenskraft**Richte die Daueraufträge so ein, dass sie einen Tag nach dem Gehaltseingang laufen. So ist das Geld weg, bevor du es ausgeben kannst. Sparen und Investieren passieren dann automatisch, nicht zufällig.

## Wie richtest du das 5-Konten-Modell Schritt für Schritt ein?

Du brauchst kein Girokonto pro Topf, sondern ein Hauptkonto plus vier kostenlose Unterkonten oder Tagesgeld-Spartöpfe. Viele Banken bieten solche Unterkonten gebührenfrei an, sodass du fünf getrennte Bereiche ohne fünf teure Konten bekommst.

Der Aufbau läuft in wenigen Schritten. Sobald die Daueraufträge stehen, erledigt sich die Aufteilung jeden Monat von selbst.

So gehst du vor:

- Rechne dein durchschnittliches Nettoeinkommen pro Monat aus.
- Lege deine Fixkosten offen und prüfe, ob 55 Prozent realistisch reichen.
- Eröffne ein Hauptkonto und vier kostenlose Unterkonten oder Spartöpfe.
- Passe die Prozente an deine echte Lage an, falls die Fixkosten höher liegen.
- Richte Daueraufträge ein, die direkt nach dem Gehaltseingang die Anteile verteilen.
- Kontrolliere nach zwei bis drei Monaten, ob die Aufteilung zu deinem Alltag passt.

Der Gehaltseingang sollte immer auf das Notwendige-Konto laufen. Von dort verteilst du die restlichen Anteile weiter. So gehen die Fixkosten nie unter, weil das größte Konto zuerst gefüllt ist.

Fünf Töpfe klingen nach Aufwand. Aber nach dem ersten Monat läuft das System von selbst, und du hörst auf, dich am Monatsende zu fragen, wo dein Geld geblieben ist.

Uwe Lätsch, finanda

## Was spricht für das 5-Konten-Modell?

Das größte Plus ist der granulare Überblick über deine Finanzen. Weil jeder Lebensbereich sein eigenes Budget bekommt, siehst du jederzeit, wie viel Geld noch für Spaß, Bildung oder Sparen übrig ist. Der eigene Bildungstopf ist ein Detail, das einfachere Modelle oft weglassen, und sorgt dafür, dass du regelmäßig in dich selbst investierst.

Dazu kommt die Automatisierung. Sind die Daueraufträge eingerichtet, sparst und investierst du jeden Monat, ohne aktiv daran zu denken. Für Menschen mit stabilem Einkommen, die konsequent strukturieren und Vermögen aufbauen wollen, ist das Modell stark.

Das spricht dafür:

- Sehr detaillierter Überblick über jeden Ausgabenbereich.
- Starke Automatisierung durch feste Daueraufträge.
- Jeder Lebensbereich hat ein klares, festes Budget.
- Sparen und Investieren passieren automatisch statt zufällig.
- Weniger spontane Fehlkäufe, weil das Budget sichtbar begrenzt ist.

Der größte Nachteil ist der Verwaltungsaufwand. Fünf Konten oder Unterkonten und mehrere Daueraufträge wollen eingerichtet und gepflegt werden, was gerade am Anfang Zeit kostet. Auch die Flexibilität leidet: Wenn im Spaß-Topf nichts mehr ist, du aber dringend etwas brauchst, musst du entweder verzichten oder das strenge System aufweichen. Bei niedrigem Einkommen wird das Modell schnell unrealistisch, weil die Fixkosten oft schon deutlich über 55 Prozent liegen.

Das solltest du im Blick behalten:

- Höchster Aufwand aller Kontenmodelle durch viele Konten und Daueraufträge.
- Wenig Flexibilität, wenn ein Topf leer ist.
- Bei niedrigem Einkommen kaum starr umsetzbar.
- Für absolute Einsteiger oft zu komplex.

Wenn allein deine Fixkosten über 55 Prozent verschlingen, passt die Standardaufteilung nicht. Dann erhöhst du den Anteil fürs Notwendige und kürzt die anderen Töpfe, statt das Modell zu erzwingen. Ein Modell, das dich in Geldnot bringt, hilft niemandem.

**Typische Stolperfallen**Die Prozente stur übernehmen, obwohl die Fixkosten höher liegen. Fünf teure Girokonten eröffnen statt kostenlose Unterkonten zu nutzen. Töpfe untereinander plündern und so das ganze System aushebeln. Direkt mit fünf Konten starten, obwohl zwei oder drei zum Üben reichen. Keine Kontrolle nach ein paar Monaten, ob die Aufteilung noch passt.

## Für wen lohnt sich das 5-Konten-Modell?

Das Modell lohnt sich für Menschen mit stabilem Einkommen, die ihre Finanzen bis ins Detail strukturieren und aktiv Vermögen aufbauen wollen. Wer gern Ordnung hat und den Aufwand nicht scheut, holt aus fünf Töpfen den meisten Nutzen.

Für absolute Anfänger ist der Einstieg mit fünf Konten oft zu viel auf einmal. Sinnvoller ist der Start mit einem einfacheren [2-Konten-Modell](https://finanda.de/finanzwisssen/2-konten-modell/) oder einem [3-Konten-Modell](https://finanda.de/finanzwisssen/3-konten-modell/). Sobald das läuft, splittest du die Töpfe weiter auf und landest ganz natürlich beim fünften Konto.

Anzahl TöpfePasst für2-Konten-ModellFixkosten und freies GeldEinsteiger, die Struktur ohne Aufwand wollen3-Konten-ModellFixkosten, Sparen, freies GeldAlle, die zusätzlich gezielt sparen wollen5-Konten-ModellNotwendiges, Sparen, Spaß, Bildung, VermögenStrukturierte Sparer mit stabilem Einkommen

Starte mit dem Modell, das zu deiner aktuellen Lage passt, nicht mit dem, das sich am ambitioniertesten anfühlt. Wer mit zwei Töpfen Disziplin aufbaut, kommt mit fünf Töpfen weiter als jemand, der direkt mit dem komplexesten System scheitert und aufgibt.

## Häufige Fragen

  
    Wie viele Konten brauchst du für das 5-Konten-Modell?+
    Du brauchst kein Girokonto pro Topf. Ein Hauptkonto plus vier kostenlose Unterkonten oder Tagesgeld-Spartöpfe reichen völlig. So bekommst du fünf getrennte Bereiche, ohne fünf teure Konten führen zu müssen.
  
  
    Was machst du wenn deine Fixkosten über 55 Prozent liegen?+
    Dann passt du die Prozente an. Erhöhe den Anteil fürs Notwendige und kürze die anderen Töpfe entsprechend. Die 55 Prozent sind ein Richtwert, kein Gesetz. In teuren Regionen mit hohen Mieten ist ein höherer Fixkostenanteil ganz normal.
  
  
    Wofür ist der Bildungstopf im 5-Konten-Modell da?+
    Der Bildungstopf finanziert deine Weiterentwicklung, also Bücher, Kurse, Fortbildungen oder Coachings. Er sorgt dafür, dass du regelmäßig in dich selbst investierst. Diesen eigenen Topf lassen einfachere Kontenmodelle meist weg.
  
  
    Ist das 5-Konten-Modell für Anfänger geeignet?+
    Für absolute Einsteiger ist es oft zu komplex. Sinnvoller ist der Start mit einem 2- oder 3-Konten-Modell. Sobald das sicher läuft, splittest du die Töpfe weiter auf und wechselst später zum fünften Konto.
  
  
    Was passiert mit dem sechsten Topf fürs Geben?+
    Im Original nach Eker gibt es einen sechsten Topf fürs Spenden mit 5 Prozent. Beim 5-Konten-Modell lässt du ihn meist weg oder schlägst die 5 Prozent dem Sparen oder Vermögensaufbau zu. Wer spenden möchte, kann den Topf natürlich behalten.
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